Standort-Umfrage, Folge 7

PCI: „Deutsche Wirtschaft erholt sich schneller als gedacht“

Marc C. Köppe, Vorsitzender der PCI Geschäftsführung. Foto: PCI Augsburg GmbH
Wir haben bei Augsburger Unternehmen nachgefragt, wie sie die aktuelle Corona-Lage am Standort einschätzen. Marc C. Köppe, Vorsitzender der Geschäftsführung PCI Augsburg GmbH, hat im Interview erklärt, weshalb in der aktuellen Situation vor allem die Politik gefragt ist.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Die Corona-Krise hinterlässt immer deutlichere Spuren am Standort Augsburg. Wie schätzen Sie die aktuelle Lage ein?

Marc C. Köppe: Die PCI Gruppe ist erfreulicherweise trotz Corona sehr gut unterwegs, wir wachsen in Summe weiter profitabel, insbesondere auch im Kernmarkt Deutschland. Einzelne Länder, die länger und stärker vom Lockdown betroffen waren, wie zum Beispiel Frankreich, fallen natürlich auch bei uns negativ ins Gewicht. Zur vorwiegend guten Geschäftslage bei uns als Unternehmen im Bau-Umfeld trägt sicherlich bei, dass viele Menschen sich der Verschönerung des Eigenheims gewidmet haben, statt in den Urlaub zu fahren. Andererseits sehen wir natürlich, dass viele Augsburger Unternehmen leider deutlich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie negativ betroffen sind. Ich hoffe, dass insbesondere vormals gesunde Unternehmen unter anderem seitens der Politik die nötige Unterstützung in dieser Krise, die uns alle angeht und betrifft, erhalten.

Mit welchem Gefühl blicken Sie auf die nächsten drei Monate? Mit welchen Entwicklungen rechnen Sie? 

Wir gehen davon aus, dass die Situation für die PCI Gruppe in den nächsten Monaten, vor allem dank des stabilen deutschen Kernmarktes in unserer Branche, auch weiterhin positiv sein wird.

Was muss passieren, dass der Standort weiter attraktiv bleibt?

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Meiner Überzeugung nach braucht eine Top-Firma auch Top-Mitarbeiter: Die besten Talente zu binden und zu entwickeln ist eine unserer Hauptaufgaben. Ideal ist es, wenn hochkarätiger Nachwuchs in der Umgebung unserer Standorte zu finden ist, die räumliche Nähe zu guten Universitäten und Fachhochschulen ist daher wichtig. Ebenso wichtig ist ein unternehmensfreundliches Umfeld am Standort.

Braucht es politische Unterstützung? Wenn ja, in welcher Form?

Aktuell ist insbesondere die Politik gefragt, die richtige Balance zwischen notwendigen Corona-Maßnahmen und Freiraum zu finden. Das heißt, wo absolut notwendig, auch restriktive, der lokalen Situation angemessene Maßnahmen zu verabschieden, aber auch der Wirtschaft und den Menschen soweit möglich Raum zur freien Entfaltung zu lassen. Ebenso wichtig ist, wie eingangs bereits gesagt, Unternehmen, die ausschließlich aufgrund der Corona-Krise in temporäre Schieflage geraten sind, zu unterstützen.

Die traditionellen Branchen kriseln. Wo sehen Sie Potenzial für neue Sparten, die den Standort gestärkt aus der Krise hervorgehen lassen?

Das Thema Digitalisierung ist gerade in der Baubranche sicher noch nicht ausgereizt, ebenso sehe ich Potenzial rund um den Megatrend Nachhaltigkeit. Dies gilt beides auch und gerade für die ‚traditionellen‘ Branchen.

Wie stellen Sie sich Augsburg in 10 Jahren vor?

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Ich glaube, Augsburg hat es insbesondere in der jüngeren Vergangenheit bereits gut verstanden, sich konsequent weiterzuentwickeln, dabei aber seine historischen Wurzeln zu bewahren. Ich sehe auch in zehn Jahren eine Stadt mit viel Geschichte und Tradition – dabei aber innovativ und der Zukunft zugewandt. Die starken Investitionen in lokale und überregionale Infrastruktur halte ich dabei für wichtig und richtig.

Wann wird sich die Wirtschaft von der Corona-Krise erholen?

Wie man den Medien entnehmen kann, erholt sich die deutsche Wirtschaft derzeit erfreulicherweise schneller als zunächst gedacht. Die Kernfrage bleibt aber, wie schnell überwinden wir diese Krise wirklich und wie schnell gibt es einen Impfstoff. Derzeit steigen die Corona-Zahlen in vielen unserer Nachbarländer ja leider wieder stark an. Je länger die Krise andauert, umso mehr wird dies Insolvenzen in diversen Branchen nach sich ziehen mit allen einhergehenden negativen Folgen. Dies mindert als Folge die Kaufkraft und schwächt damit alle Branchen.

Diese Krise bewältigen wir nur gemeinsam – mit Augenmaß, aber auch mit dem gebotenen Respekt vor der Gesamtsituation.

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Mit welchem Gefühl blicken Sie auf die nächsten drei Monate? Mit welchen Entwicklungen rechnen Sie? 

Wir gehen davon aus, dass die Situation für die PCI Gruppe in den nächsten Monaten, vor allem dank des stabilen deutschen Kernmarktes in unserer Branche, auch weiterhin positiv sein wird.

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Braucht es politische Unterstützung? Wenn ja, in welcher Form?

Aktuell ist insbesondere die Politik gefragt, die richtige Balance zwischen notwendigen Corona-Maßnahmen und Freiraum zu finden. Das heißt, wo absolut notwendig, auch restriktive, der lokalen Situation angemessene Maßnahmen zu verabschieden, aber auch der Wirtschaft und den Menschen soweit möglich Raum zur freien Entfaltung zu lassen. Ebenso wichtig ist, wie eingangs bereits gesagt, Unternehmen, die ausschließlich aufgrund der Corona-Krise in temporäre Schieflage geraten sind, zu unterstützen.

Die traditionellen Branchen kriseln. Wo sehen Sie Potenzial für neue Sparten, die den Standort gestärkt aus der Krise hervorgehen lassen?

Das Thema Digitalisierung ist gerade in der Baubranche sicher noch nicht ausgereizt, ebenso sehe ich Potenzial rund um den Megatrend Nachhaltigkeit. Dies gilt beides auch und gerade für die ‚traditionellen‘ Branchen.

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Ich glaube, Augsburg hat es insbesondere in der jüngeren Vergangenheit bereits gut verstanden, sich konsequent weiterzuentwickeln, dabei aber seine historischen Wurzeln zu bewahren. Ich sehe auch in zehn Jahren eine Stadt mit viel Geschichte und Tradition – dabei aber innovativ und der Zukunft zugewandt. Die starken Investitionen in lokale und überregionale Infrastruktur halte ich dabei für wichtig und richtig.

Wann wird sich die Wirtschaft von der Corona-Krise erholen?

Wie man den Medien entnehmen kann, erholt sich die deutsche Wirtschaft derzeit erfreulicherweise schneller als zunächst gedacht. Die Kernfrage bleibt aber, wie schnell überwinden wir diese Krise wirklich und wie schnell gibt es einen Impfstoff. Derzeit steigen die Corona-Zahlen in vielen unserer Nachbarländer ja leider wieder stark an. Je länger die Krise andauert, umso mehr wird dies Insolvenzen in diversen Branchen nach sich ziehen mit allen einhergehenden negativen Folgen. Dies mindert als Folge die Kaufkraft und schwächt damit alle Branchen.

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