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Parken in Augsburg spaltet die Gesellschaft
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Essay

Parken in Augsburg spaltet die Gesellschaft

Symbolbild Schilderwald. Foto: fefufoto / stock.adobe.com
Symbolbild Schilderwald. Foto: fefufoto / stock.adobe.com

Autofahrer in der Fuggerstadt zu sein ist schwer. Wer einen Parkplatz sucht, tut dies lang vergeblich. Das Thema ist fast so alt wie die Stadt selbst.

Parken, das hat etwas mit Ordnung zu tun, gekennzeichneten Flächen, dem richtigen Abstand und Bürokratie. Es geht nicht nur darum, sein Auto abzustellen. Es geht darum, Regeln zu befolgen und davon eine ganze Menge. Nicht nur wo, sondern auch wann und wie lange geparkt werden darf, ist festgeschrieben. Wo nicht, wo nur manchmal und wo nur bestimmte Leute. Ein ausgeklügeltes System. Kein Park-Problem, sondern vielmehr ein Gesellschafts-Problem.

Wer kennt es nicht: Weißes P auf blauem Grund, darunter drei Schilder mit schwarzer Schrift. „Für Anwohner mit Parkausweis frei“, „Mit Parkschein werktags von 9 bis 18 Uhr“, „Ab 20 Uhr nur Anwohner“. Egal – es ist eh nichts frei. Dann doch zum Plärrer, außer es ist gerade Plärrer. Oder Zirkus. Oder Christkindlesmarkt. Oder Hamburger Fischmarkt. Vielleicht doch das Parkhaus?

Doch an manchen Tagen stehen Autos die Jakoberwallstraße lang bis zum Rewe, um ins Parkhaus zu kommen. Die Karlstraße wird durch den Verkehr zur Standspur vor lauter Autos, die in die Stadt wollen. Manche Parkhäuser sind so eng, dass sich die Autotüren nur schwer öffnen lassen. Vor anderen laden Streitparteien große Felsbrocken ab und lassen das Gebäude jahrelang  unverändert. Nächstes Mal nehme ich vielleicht doch das Rad, bis mir einfällt, dass ich das auch fast nirgends abstellen darf.

So und schlimmer ergeht es vielen Autofahrern in Augsburgs Innenstadt. Sehr diskriminierend, mein Wagen hat doch wohl auch das Recht auf einen Parkplatz! Ich gestehe daher – hin und wieder gebe ich auf und stelle mein Auto ab, wo es wohl eigentlich nicht stehen darf. Außerdem wird die Luft nicht sauberer, wenn ich noch eine Runde um den Block fahre. Ganz im Gegenteil: Parkplatz-Sucher gleich Luft-Verpester. Das heizt Diskussionen um Lösungen weiter an.

Eine Lösung, das wünschen sich auch Anwohner, Hotel, Kongress und die ganze Stadt beim Streit-Dauerbrenner im Wittelsbacher Park. Das Parkhaus dort ist Musterbeispiel einer Parkplatz-Peinlichkeit. Seit Jahren wird gestritten und prozessiert. Hier spaltet Parken die Gesellschaft. Ganz aktuell wird wieder diskutiert, denn das neue Wohnbauprojekt an dieser Stelle ist – oh Wunder – auf ein Hindernis gestoßen. Ein benachbartes Projekt steht der Sache wohl im Weg. Da haben die Streithähne also vielleicht neue Mitspieler für dieses Laien-Theaterstück gefunden.

Was hier auf großer Bühne ausgetragen wird, passiert auch täglich zwischen Nachbarn. Wer stand wann zu nah an der Stellplatz-Markierung? Gibt es ein Gewohnheitsrecht auf einen Parkplatz an der öffentlichen Straße vor dem Haus? Wie viele Reifen dürfen auf dem Tiefgaragenstellplatz gelagert werden? Oder beim Einkaufen oder einem Stadtbummel: Falschparker auf dem Behindertenplatz, Männer auf Frauen-Parkplätzen, Vater mit Kind auf Mutter mit Kind Platz, Mafia-Abschleppdienste mit horrenden Gebühren und die verteufelten Politessen mit der übergenauen Uhr. Was soll ich sagen? Parkraum ist keine Kulanzzone.

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