Start-up-Interview

Ocha Ocha und die Corona-Krise:„Kopf hoch und innovativ denken“

Die Corona-Krise ist auch bei den Start-ups längst angekommen. Christopher Gogolin, Gründer von Ocha Ocha, hat uns verraten, was er anderen Jungunternehmern rät und wieso er auf staatliche Hilfen verzichtet.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf dein Start-up aus?

Christopher Gogolin: Aktuell kommen wir bei Ocha Ocha klar und schauen, wie wir uns bestmöglich an der Situation langschlängeln. Wie die Konsequenzen aus der Krise in 3, 6 und 12 Monaten für uns aussehen, kann ich momentan noch nicht abschätzen. Ich bin sehr happy, dass wir im Februar, noch bevor es mit der Krise richtig losging, unsere Investitionsrunde mit dem Andreas Schmid Lab vollständig abschließen konnten. Dank dieses Partners fühlen wir uns beschützt in dieser Krise, er ist wie eine Art großer Bruder für uns. Das beruhigt sehr. Zudem sind wir mitten im Unternehmensaufbau, so dass wir trotz des aktuell stillliegenden Vertriebs im Einzelhandel keine Kurzarbeit beantragt haben.

Haben es Start-ups deiner Meinung nach gerade leichter oder schwerer als etablierte Unternehmen?

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Ich denke, dass kann man so pauschal nicht beantworten. Das kommt auch auf die Branche an. Den größten Vorteil, den Start-ups in so einer Krise haben, ist das Mindset. Wir haben ständig mit Problemen und ‚Krisen‘ zu tun. Andauernd müssen wir uns neu orientieren und neue Dinge lernen. Die Corona-Krise ist hier ein weiteres Problem. Aufgrund der Unternehmensstrukturen und Anzahl der Mitarbeiter lässt sich vermutlich auch schneller zu neuen Produkten und Angeboten ‚shiften‘.

Welche Maßnahmen ergreifst du, um deine Existenz zu sichern?

Weiter hart arbeiten und möglichst schnell auf die Situation reagieren. Das haben wir bereits getan und ein Projekt eingeleitet, welches so andere Getränkehersteller bestimmt nicht stemmen können. Wir sind gespannt, ob das Ganze dann im Sommer fruchtet.

Wie ist deine Meinung zu den staatlichen Hilfen? Bringen diese deinem Unternehmen etwas?

Wir haben aktuelle keine Hilfen beantragt. Die Soforthilfe ist als GmbH mit sechs Personen ein Tropfen auf den heißen Stein. Deshalb möchten wir lieber, dass es Selbstständigen zukommt, die damit wirklich etwas anfangen können. So beantragen wir aktuell nichts aus dem ‚Hilfs-Pott‘. Alle sollten zusammenhalten und die Gelder nur in Anspruch nehmen, wenn man wirklich drauf angewiesen ist.

Wünscht du dir mehr Hilfe von der Politik?

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Als Bürger denke ich, dass es aktuell in Deutschland gut läuft, besonders dann, wenn man in andere Länder schaut. Die Politik tut zurzeit, was sie kann. So entscheidungsfreudig in Freigaben von Hilfspaketen und Unterstützungen war die Politik selten. Viele schimpfen sehr oft auf Politiker. Ich denke aber, wenige von uns möchten aktuell in deren Haut stecken und Entscheidungen von diesem Ausmaß treffen. Neben den Pflegekräften und vielen anderen systemrelevanten Arbeitenden sollten wir vor allem auch unseren Politikern in dieser Zeit danken. Dankeschön!

Wie motivierst du dich in der aktuellen Situation?

Ich versuche viel von Tag zu Tag zu denken und positiv zu bleiben. Mir ist es wichtig, dass es meinem Team im Homeoffice gut geht und alle auch mental fit bleiben. Der Rest ergibt sich dann. Und ab und zu mal die Musik laut aufdrehen und durch die Wohnung tanzen und mitsingen, hilft immer.

Was rätst du anderen Gründern in der aktuellen Situation?

  • Kopf hoch.
  • Innovativ denken.
  • Auf die wichtigen Aufgaben eures Business konzentrieren.
  • Und, weiter an eure Idee glauben.
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Christopher Gogolin: Aktuell kommen wir bei Ocha Ocha klar und schauen, wie wir uns bestmöglich an der Situation langschlängeln. Wie die Konsequenzen aus der Krise in 3, 6 und 12 Monaten für uns aussehen, kann ich momentan noch nicht abschätzen. Ich bin sehr happy, dass wir im Februar, noch bevor es mit der Krise richtig losging, unsere Investitionsrunde mit dem Andreas Schmid Lab vollständig abschließen konnten. Dank dieses Partners fühlen wir uns beschützt in dieser Krise, er ist wie eine Art großer Bruder für uns. Das beruhigt sehr. Zudem sind wir mitten im Unternehmensaufbau, so dass wir trotz des aktuell stillliegenden Vertriebs im Einzelhandel keine Kurzarbeit beantragt haben.

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Welche Maßnahmen ergreifst du, um deine Existenz zu sichern?

Weiter hart arbeiten und möglichst schnell auf die Situation reagieren. Das haben wir bereits getan und ein Projekt eingeleitet, welches so andere Getränkehersteller bestimmt nicht stemmen können. Wir sind gespannt, ob das Ganze dann im Sommer fruchtet.

Wie ist deine Meinung zu den staatlichen Hilfen? Bringen diese deinem Unternehmen etwas?

Wir haben aktuelle keine Hilfen beantragt. Die Soforthilfe ist als GmbH mit sechs Personen ein Tropfen auf den heißen Stein. Deshalb möchten wir lieber, dass es Selbstständigen zukommt, die damit wirklich etwas anfangen können. So beantragen wir aktuell nichts aus dem ‚Hilfs-Pott‘. Alle sollten zusammenhalten und die Gelder nur in Anspruch nehmen, wenn man wirklich drauf angewiesen ist.

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Wie motivierst du dich in der aktuellen Situation?

Ich versuche viel von Tag zu Tag zu denken und positiv zu bleiben. Mir ist es wichtig, dass es meinem Team im Homeoffice gut geht und alle auch mental fit bleiben. Der Rest ergibt sich dann. Und ab und zu mal die Musik laut aufdrehen und durch die Wohnung tanzen und mitsingen, hilft immer.

Was rätst du anderen Gründern in der aktuellen Situation?

  • Kopf hoch.
  • Innovativ denken.
  • Auf die wichtigen Aufgaben eures Business konzentrieren.
  • Und, weiter an eure Idee glauben.
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