Interview

plus10 – die Schockstarre gemeinsam überwinden

Ausnahmezustand Corona-Krise: Wie meistern junge Unternehmer diese harte Zeit? Wir haben bei Startups aus der Region nachgefragt. Felix Müller, Mitgründer von plus10, hat uns verraten, welche Maßnahmen er ergriffen hat, um die Existenz von plus 10 zu sichern.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf Ihr Unternehmen aus? 

Felix Müller: Da wir hauptsächlich in Deutschland, der Schweiz und angrenzenden Ländern tätig sind, spüren wir natürlich die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftslage sehr stark. Denn die meisten Unternehmen fokussieren sich nun auf die Herausforderungen, mit denen sie sich aufgrund der Corona-Krise konfrontiert sehen. Doch genau bei solchen Problemen wie Kostendruck und Fragen nach Effizienzsteigerung in der Produktion wollen wir mit unseren KI-Tools unterstützen. Deshalb gehen wir weiterhin aktiv auf Partner zu.

Und wie sieht es mit den internen Auswirkungen aus?

 

Da die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter oberste Priorität hat, befindet sich das gesamte plus10-Team im Homeoffice. Somit haben wir aktuell statt zwei auf einmal 15 Büros. Termine, Absprachen und tägliche Meetings finden via Videocall statt. Genauso halten wir das Kaffeemaschinen-Gespräch nun virtuell zusammen ab, um auch sozial im Austausch zu bleiben.  

Haben es Start-ups Ihrer Meinung nach gerade leichter oder schwerer als etablierte Unternehmen? 

Einen Vorteil, den Start-ups im Moment haben, sind flache Hierarchien und kurze Genehmigungswege. In solch unsicheren Zeiten sind Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von Vorteil. Wir bei plus10 hatten beispielsweise schon vor der Corona-Krise die Möglichkeit zu Homeoffice und alle hatten Laptops beziehungsweise sichere VPN-Zugänge zu den internen Ressourcen. Deshalb war es keine große Umstellung, dass das gesamte Team nun von Zuhause aus arbeitet. Auch brauchen wir als KI-Startup nicht zwingend eine physische Arbeitsumgebung. Der Laptop und die Rechencluster sind unsere Hauptarbeitsumgebung.  

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um Ihre Existenz zu sichern? 

 

Prinzipiell versuchen wir durch einen Branchenmix konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Märkten auszugleichen. Auf einen kompletten Ausfall waren wir damit aber auch nicht vorbereitet. Für uns ist es somit jetzt überlebenswichtig, dass einige produzierende Unternehmen aus dem Schock-Modus wieder herauskommen und im kommenden Monat wieder den normalen Betrieb aufnehmen. Parallel schauen wir uns zur Existenzsicherung die staatlichen Kredit- und Förderprogramme an. Einige sind für uns als junges Start-up nicht erreichbar, das müssen wir noch im Detail ausloten.  

Wie motivieren Sie sich in der aktuellen Situation? 

Es ist ganz wichtig, die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Wir müssen uns jetzt auf die Zeit nach Corona vorbereiten. Gleichzeitig ist es essentiell, die Stimmung im Team aufzunehmen. Gibt es Sorgen oder Ängste? In dieser unbeständigen Zeit kann das selbstverständlich vorkommen. Tägliche Kommunikation ist daher das A und O. Da kann es auch schon mal helfen, das Gespräch am Kaffeeautomaten virtuell abzuhalten.  

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Felix Müller: Da wir hauptsächlich in Deutschland, der Schweiz und angrenzenden Ländern tätig sind, spüren wir natürlich die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftslage sehr stark. Denn die meisten Unternehmen fokussieren sich nun auf die Herausforderungen, mit denen sie sich aufgrund der Corona-Krise konfrontiert sehen. Doch genau bei solchen Problemen wie Kostendruck und Fragen nach Effizienzsteigerung in der Produktion wollen wir mit unseren KI-Tools unterstützen. Deshalb gehen wir weiterhin aktiv auf Partner zu.

Und wie sieht es mit den internen Auswirkungen aus?

 

Da die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter oberste Priorität hat, befindet sich das gesamte plus10-Team im Homeoffice. Somit haben wir aktuell statt zwei auf einmal 15 Büros. Termine, Absprachen und tägliche Meetings finden via Videocall statt. Genauso halten wir das Kaffeemaschinen-Gespräch nun virtuell zusammen ab, um auch sozial im Austausch zu bleiben.  

Haben es Start-ups Ihrer Meinung nach gerade leichter oder schwerer als etablierte Unternehmen? 

Einen Vorteil, den Start-ups im Moment haben, sind flache Hierarchien und kurze Genehmigungswege. In solch unsicheren Zeiten sind Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von Vorteil. Wir bei plus10 hatten beispielsweise schon vor der Corona-Krise die Möglichkeit zu Homeoffice und alle hatten Laptops beziehungsweise sichere VPN-Zugänge zu den internen Ressourcen. Deshalb war es keine große Umstellung, dass das gesamte Team nun von Zuhause aus arbeitet. Auch brauchen wir als KI-Startup nicht zwingend eine physische Arbeitsumgebung. Der Laptop und die Rechencluster sind unsere Hauptarbeitsumgebung.  

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um Ihre Existenz zu sichern? 

 

Prinzipiell versuchen wir durch einen Branchenmix konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Märkten auszugleichen. Auf einen kompletten Ausfall waren wir damit aber auch nicht vorbereitet. Für uns ist es somit jetzt überlebenswichtig, dass einige produzierende Unternehmen aus dem Schock-Modus wieder herauskommen und im kommenden Monat wieder den normalen Betrieb aufnehmen. Parallel schauen wir uns zur Existenzsicherung die staatlichen Kredit- und Förderprogramme an. Einige sind für uns als junges Start-up nicht erreichbar, das müssen wir noch im Detail ausloten.  

Wie motivieren Sie sich in der aktuellen Situation? 

Es ist ganz wichtig, die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Wir müssen uns jetzt auf die Zeit nach Corona vorbereiten. Gleichzeitig ist es essentiell, die Stimmung im Team aufzunehmen. Gibt es Sorgen oder Ängste? In dieser unbeständigen Zeit kann das selbstverständlich vorkommen. Tägliche Kommunikation ist daher das A und O. Da kann es auch schon mal helfen, das Gespräch am Kaffeeautomaten virtuell abzuhalten.  

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