Gründer-Interview

NINAGORISSEN MANUFAKTUR: Luxus-Lederware aus Augsburg

Nina Gorissen setzt sich seit 2015 mit ihrer NINAGORISSEN MANUFAKTUR dafür ein, das Potential im eigenen Land zu nutzen – auch wenn qualifiziertes Personal in Deutschland ein Vielfaches kostet. Wie sie ihren Traum der Selbstständigkeit trotz der Hürden erfüllt hat.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Sie haben sich auf Taschen spezialisiert. Welche weiteren Produkte kann man bei Ihnen finden?

Nina Gorissen: In unserem Sortiment finden sich Taschen für Damen und Herren in unterschiedlichen Größen für den Alltag, das Business, festliche Anlässe oder beispielsweise auch Reisen. Des Weiteren haben wir Geldbeutel, Portemonnaies, Brillenetuis, Kartenetuis, Schlüsselanhänger, Reiseetuis und in Zukunft auch Gürtel und Hundehalsbänder.

Wie entstand die Idee zur NINAGORISSEN MANUFAKTUR?

Die Idee zur NINAGORISSEN MANUFAKTUR entstand schon vor 25 Jahren. Umgesetzt habe ich sie 2015. Nach langer Zeit in der Modebranche und zahlreichen Erfahrungen vielfältiger Art war die Zeit gekommen, mein Ideal zu verwirklichen. Ich wollte schöne Dinge entwerfen, die sinnvoll strukturiert sind. Sie sollten aus den besten Materialien von hochqualifizierten Handwerkern in Deutschland gefertigt werden. Lieblingsstücke, an denen man ewig Freude hat. Außerdem lag mein Fokus auf Nachhaltigkeit, sowie sozialer und ökologischer Fairness. Die Förderung hiesiger Firmen und der Erhalt von Arbeitsplätzen der wenigen übrig gebliebenen Handwerker, die derartige Schmuckstücke fertigen können, waren mir wichtig.

Wen wollen Sie mit Ihren Produkten ansprechen?

Mit meinen Produkten spreche ich Menschen an, die gerne in etwas Zeitloses, Individuelles und Hochwertiges investieren wollen, das lange hält. Sie wissen das Handwerk zu schätzen. Ich spreche diejenigen an, die Interesse am Hintergrund der Produkte haben, die sie konsumieren. Denen wichtig ist, dass weder Menschen in der Herstellung zu Schaden kamen oder unter unwürdigen Umständen arbeiten. Noch, dass die Umwelt verschmutzt wurde oder das Material giftig ist, das zum Einsatz kommt. Meine Kunden finden es gut, das Handwerk im Lande zu fördern und sind dankbar, dass es derartige Preziosen noch gibt. Nicht zuletzt lieben sie schöne Dinge, an denen sie sich guten Gewissens täglich erfreuen können.

Welchen Wert hat „Made in Germany“ für Sie?

„Made in Germany“ ist für mich die Basis meines Unternehmens. Es ist eine große Hürde als Unternehmerin, da qualifiziertes Personal in Deutschland ein Vielfaches kostet im Vergleich zu den Lohnkosten in anderen Ländern. Dennoch möchte ich das weiter durchziehen, weil ich der Überzeugung bin, dass das Bewusstsein für selektiven Konsum von hochwertigen Dingen zunimmt. Ich möchte keinen Beitrag zur Vermüllung unseres Planeten leisten und setze mich dafür ein, das Potential im Lande zu nutzen, solange es möglich ist. 

Woher beziehen Sie die Materialien?

Die Materialien für unsere Produkte kommen ausschließlich aus Deutschland, Italien und Frankreich. Hier kann ich davon ausgehen, dass die europäischen Richtlinien bezüglich Gerbung und Färbung des Leders sowie die Umweltrichtlinien eingehalten werden. Zudem ist der CO2-Ausstoß überschaubar im Vergleich zum Import aus beispielsweise Asien. Es ist in der Summe ein verlässlicheres Produkt. Der regionale Ursprung unserer Materialien gehört zur Basis unserer Philosophie.

Wo vertreiben Sie Ihre Produkte?

Unsere Produkte sind teilweise bei Händlern erhältlich. Zeitweise ist die ganze Kollektion im stationären Handel, wie beispielsweise im Laden ZWISCHENZEIT. Außerdem kann man über unsere Website Kontakt aufnehmen und einen Termin vereinbaren, falls man die komplette Kollektion sehen möchte. Für Sonderanfertigungen trifft man sich persönlich und bespricht die Materialien, Farben und die individuellen Wünsche bezüglich der Artikel. Bilder und Informationen sind auch auf Instagram und Facebook zu finden.

Sie waren eine Mieterin im Designkaufhaus „Zwischenzeit“. Wie haben Sie diese Zeit erlebt? Wie war die Resonanz auf Ihre Produkte?

Die Initiative des Ladens „Zwischenzeit“ ist die perfekte Plattform, um sich als kleines Unternehmen im stationären Handel zu zeigen. Das Feedback der Kunden zu hören und durch deren Kaufverhalten dazuzulernen ist sehr hilfreich für die Weiterentwicklung. Ich war bereits das zweite Mal dabei und habe jedes Mal eine sehr positive Bilanz ziehen können. Die Resonanz auf meine Produkte war durchweg positiv und insofern eine wertvolle Bestätigung für meine Arbeit. Das Pop-Up-Designkaufhaus ist eine tolle Chance von der Wirtschaftsförderung Augsburg durch Eva Weber und von Augsburg Marketing.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Gründer-Interview

NINAGORISSEN MANUFAKTUR: Luxus-Lederware aus Augsburg

Nina Gorissen setzt sich seit 2015 mit ihrer NINAGORISSEN MANUFAKTUR dafür ein, das Potential im eigenen Land zu nutzen – auch wenn qualifiziertes Personal in Deutschland ein Vielfaches kostet. Wie sie ihren Traum der Selbstständigkeit trotz der Hürden erfüllt hat.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Sie haben sich auf Taschen spezialisiert. Welche weiteren Produkte kann man bei Ihnen finden?

Nina Gorissen: In unserem Sortiment finden sich Taschen für Damen und Herren in unterschiedlichen Größen für den Alltag, das Business, festliche Anlässe oder beispielsweise auch Reisen. Des Weiteren haben wir Geldbeutel, Portemonnaies, Brillenetuis, Kartenetuis, Schlüsselanhänger, Reiseetuis und in Zukunft auch Gürtel und Hundehalsbänder.

Wie entstand die Idee zur NINAGORISSEN MANUFAKTUR?

Die Idee zur NINAGORISSEN MANUFAKTUR entstand schon vor 25 Jahren. Umgesetzt habe ich sie 2015. Nach langer Zeit in der Modebranche und zahlreichen Erfahrungen vielfältiger Art war die Zeit gekommen, mein Ideal zu verwirklichen. Ich wollte schöne Dinge entwerfen, die sinnvoll strukturiert sind. Sie sollten aus den besten Materialien von hochqualifizierten Handwerkern in Deutschland gefertigt werden. Lieblingsstücke, an denen man ewig Freude hat. Außerdem lag mein Fokus auf Nachhaltigkeit, sowie sozialer und ökologischer Fairness. Die Förderung hiesiger Firmen und der Erhalt von Arbeitsplätzen der wenigen übrig gebliebenen Handwerker, die derartige Schmuckstücke fertigen können, waren mir wichtig.

Wen wollen Sie mit Ihren Produkten ansprechen?

Mit meinen Produkten spreche ich Menschen an, die gerne in etwas Zeitloses, Individuelles und Hochwertiges investieren wollen, das lange hält. Sie wissen das Handwerk zu schätzen. Ich spreche diejenigen an, die Interesse am Hintergrund der Produkte haben, die sie konsumieren. Denen wichtig ist, dass weder Menschen in der Herstellung zu Schaden kamen oder unter unwürdigen Umständen arbeiten. Noch, dass die Umwelt verschmutzt wurde oder das Material giftig ist, das zum Einsatz kommt. Meine Kunden finden es gut, das Handwerk im Lande zu fördern und sind dankbar, dass es derartige Preziosen noch gibt. Nicht zuletzt lieben sie schöne Dinge, an denen sie sich guten Gewissens täglich erfreuen können.

Welchen Wert hat „Made in Germany“ für Sie?

„Made in Germany“ ist für mich die Basis meines Unternehmens. Es ist eine große Hürde als Unternehmerin, da qualifiziertes Personal in Deutschland ein Vielfaches kostet im Vergleich zu den Lohnkosten in anderen Ländern. Dennoch möchte ich das weiter durchziehen, weil ich der Überzeugung bin, dass das Bewusstsein für selektiven Konsum von hochwertigen Dingen zunimmt. Ich möchte keinen Beitrag zur Vermüllung unseres Planeten leisten und setze mich dafür ein, das Potential im Lande zu nutzen, solange es möglich ist. 

Woher beziehen Sie die Materialien?

Die Materialien für unsere Produkte kommen ausschließlich aus Deutschland, Italien und Frankreich. Hier kann ich davon ausgehen, dass die europäischen Richtlinien bezüglich Gerbung und Färbung des Leders sowie die Umweltrichtlinien eingehalten werden. Zudem ist der CO2-Ausstoß überschaubar im Vergleich zum Import aus beispielsweise Asien. Es ist in der Summe ein verlässlicheres Produkt. Der regionale Ursprung unserer Materialien gehört zur Basis unserer Philosophie.

Wo vertreiben Sie Ihre Produkte?

Unsere Produkte sind teilweise bei Händlern erhältlich. Zeitweise ist die ganze Kollektion im stationären Handel, wie beispielsweise im Laden ZWISCHENZEIT. Außerdem kann man über unsere Website Kontakt aufnehmen und einen Termin vereinbaren, falls man die komplette Kollektion sehen möchte. Für Sonderanfertigungen trifft man sich persönlich und bespricht die Materialien, Farben und die individuellen Wünsche bezüglich der Artikel. Bilder und Informationen sind auch auf Instagram und Facebook zu finden.

Sie waren eine Mieterin im Designkaufhaus „Zwischenzeit“. Wie haben Sie diese Zeit erlebt? Wie war die Resonanz auf Ihre Produkte?

Die Initiative des Ladens „Zwischenzeit“ ist die perfekte Plattform, um sich als kleines Unternehmen im stationären Handel zu zeigen. Das Feedback der Kunden zu hören und durch deren Kaufverhalten dazuzulernen ist sehr hilfreich für die Weiterentwicklung. Ich war bereits das zweite Mal dabei und habe jedes Mal eine sehr positive Bilanz ziehen können. Die Resonanz auf meine Produkte war durchweg positiv und insofern eine wertvolle Bestätigung für meine Arbeit. Das Pop-Up-Designkaufhaus ist eine tolle Chance von der Wirtschaftsförderung Augsburg durch Eva Weber und von Augsburg Marketing.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben