Startup-Interview

nanparkal: Augsburger Gründerin will mit Tee durchstarten

Lena Zimmermann wollte ein Produkt mit innerer Schönheit kreieren. Inzwischen begleitet sie mit ihrem Label nanparkal den Weg vom Tee-Anbau bis zum Moment des Trinkens.

 B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Lena Zimmermann, Sie betreiben nanparkal. Wie kam die Idee dazu?

Lena Zimmermann: Ich wollte ein Produkt kreieren, von dem ich aus voller Überzeugung sagen kann, dass es „schön“ ist. Die innere Schönheit des Produktes ist für mich die Herkunft, die Verarbeitung und die Wertschätzung der gesamten Produktionskette. Die Kombination mit einem attraktiven Verpackungsdesign rundet dann die Schönheit des Produktes ab. Aus diesem Gedanken hat sich dann immer mehr der Tee als Produkt herauskristallisiert. Je mehr ich mich mit Tee befasst habe, umso tiefer wurde meine Begeisterung für dieses vielseitige Produkt.

Was bedeutet der ausgefallene Name des Labels?

nanparkal bedeutet „Freunde“ in Tamil – die Sprache, die in Südindien und Sri Lanka gesprochen wird. Ich habe mir diesen Begriff in der Muttersprache der Teepflückerinnen ausgesucht, um die Wertschätzung für diese harte Arbeit zum Ausdruck zu bringen.

Euer Logo fällt auf. Was ist darauf zu sehen und was ist die Bedeutung?

Das Logo beschreibt den Weg des Tees vom Anbau bis zum Genussmoment: Er beginnt mit einer zarten Teepflanze, oftmals in hohen, bergigen Lagen. Dann wird er von den „nanparkal“, den Arbeitern in den Anbaugebieten, geerntet und kommt dann schlussendlich in unserer Tasse an, um uns mit dem Duft und dem Geschmackserlebnis zu verwöhnen.

Auch die Namen Ihrer Tees unterscheiden sich von den uns bekannten. Was versteckt sich hinter diesen Namen?

Auch hier habe ich bei den Mischungen auf die tamilische Sprache zurückgegriffen. Die Namensgebung ist den Tamilen sehr wichtig und hinter den Namen steckt eine Bedeutung. Diesen kann sich auch in den Teesorten wiederfinden. So besteht beispielsweise die Teemischung „Venya, die Liebevolle“ aus süßen Zutaten wie Apfel, ganzen Rosenknospen und Vanille, gespickt mit den feurigen Gewürzen Ingwer und Pfeffer.

Was bedeutet biologischer Anbau und fairer Handel für Sie?

Der biologische Anbau war das Mindestkriterium bei der Gründung des Labels. Alle Tees bei nanparkal sind zu hundert Prozent aus kontrolliert biologischem Anbau. Ich würde sehr gerne den Tee auch aus fairem Handel beziehen, jedoch habe ich hier noch keine zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Quellen entdeckt.

Bekannt sind eigentlich eher Weinverkostungen. Bei Ihnen gibt es Tee-Degustationen. Was kann man sich darunter vorstellen?

Bei einer Tee-Degustation werden vor allem weiße, grüne und schwarze Tees verkostet. Alle diese Tees stammen aus derselben Teepflanze und nur die Verarbeitung macht dann den Unterschied. Diese Unterschiede erkläre ich bei jedem Tee, der probiert wird.

Wie wird man ein Tee-Experte?

Ich weiß nicht, ab wann man ein Experte ist. Ich glaube das Wissen rund um den Tee ist fast grenzenlos und die Geschmacksvielfalt ist so enorm. Ich habe mir ein großes Wissen angeeignet, vor allem dann auch in der Ausbildung durch die IHK zur Tee-Sommelière. Ich besuche kein Land dieser Welt, ohne etwas über Tee dazuzulernen.

Waren Sie schon vor Ort beim Anbau?

Ich habe mir viele Anbaugebiete, unter anderem in Sri Lanka, Indonesien und China angesehen. Das war eine großartige Erfahrung, um den Tee im Ursprung kennenzulernen und die Abläufe beim Tee-Anbau besser zu verstehen. Aber auch die Wertschätzung und die unterschiedlichen Teekulturen sind sehr beeindruckend.

Sie waren beim Konzept „Zwischenzeit“ mit dabei. Wie sind ihre rückblickenden Erfahrungswerte?

Ich bin erst vor einem Jahr nach Augsburg gezogen. Die „Zwischenzeit“ war für mich ein perfekter Einstieg, um lokale und regionale Kontakte zu knüpfen, nanparkal in Augsburg zu präsentieren und ein direktes Feedback der Augsburger Kunden zu bekommen. Für mich war die Erfahrung großartig und für nanparkal sehr erfolgreich.

Und nun ganz ehrlich: Kaffee oder Tee?

Beides – Kaffee und Tee können bei mir in einer friedlichen Ko-Existenz leben.

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Lena Zimmermann: Ich wollte ein Produkt kreieren, von dem ich aus voller Überzeugung sagen kann, dass es „schön“ ist. Die innere Schönheit des Produktes ist für mich die Herkunft, die Verarbeitung und die Wertschätzung der gesamten Produktionskette. Die Kombination mit einem attraktiven Verpackungsdesign rundet dann die Schönheit des Produktes ab. Aus diesem Gedanken hat sich dann immer mehr der Tee als Produkt herauskristallisiert. Je mehr ich mich mit Tee befasst habe, umso tiefer wurde meine Begeisterung für dieses vielseitige Produkt.

Was bedeutet der ausgefallene Name des Labels?

nanparkal bedeutet „Freunde“ in Tamil – die Sprache, die in Südindien und Sri Lanka gesprochen wird. Ich habe mir diesen Begriff in der Muttersprache der Teepflückerinnen ausgesucht, um die Wertschätzung für diese harte Arbeit zum Ausdruck zu bringen.

Euer Logo fällt auf. Was ist darauf zu sehen und was ist die Bedeutung?

Das Logo beschreibt den Weg des Tees vom Anbau bis zum Genussmoment: Er beginnt mit einer zarten Teepflanze, oftmals in hohen, bergigen Lagen. Dann wird er von den „nanparkal“, den Arbeitern in den Anbaugebieten, geerntet und kommt dann schlussendlich in unserer Tasse an, um uns mit dem Duft und dem Geschmackserlebnis zu verwöhnen.

Auch die Namen Ihrer Tees unterscheiden sich von den uns bekannten. Was versteckt sich hinter diesen Namen?

Auch hier habe ich bei den Mischungen auf die tamilische Sprache zurückgegriffen. Die Namensgebung ist den Tamilen sehr wichtig und hinter den Namen steckt eine Bedeutung. Diesen kann sich auch in den Teesorten wiederfinden. So besteht beispielsweise die Teemischung „Venya, die Liebevolle“ aus süßen Zutaten wie Apfel, ganzen Rosenknospen und Vanille, gespickt mit den feurigen Gewürzen Ingwer und Pfeffer.

Was bedeutet biologischer Anbau und fairer Handel für Sie?

Der biologische Anbau war das Mindestkriterium bei der Gründung des Labels. Alle Tees bei nanparkal sind zu hundert Prozent aus kontrolliert biologischem Anbau. Ich würde sehr gerne den Tee auch aus fairem Handel beziehen, jedoch habe ich hier noch keine zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Quellen entdeckt.

Bekannt sind eigentlich eher Weinverkostungen. Bei Ihnen gibt es Tee-Degustationen. Was kann man sich darunter vorstellen?

Bei einer Tee-Degustation werden vor allem weiße, grüne und schwarze Tees verkostet. Alle diese Tees stammen aus derselben Teepflanze und nur die Verarbeitung macht dann den Unterschied. Diese Unterschiede erkläre ich bei jedem Tee, der probiert wird.

Wie wird man ein Tee-Experte?

Ich weiß nicht, ab wann man ein Experte ist. Ich glaube das Wissen rund um den Tee ist fast grenzenlos und die Geschmacksvielfalt ist so enorm. Ich habe mir ein großes Wissen angeeignet, vor allem dann auch in der Ausbildung durch die IHK zur Tee-Sommelière. Ich besuche kein Land dieser Welt, ohne etwas über Tee dazuzulernen.

Waren Sie schon vor Ort beim Anbau?

Ich habe mir viele Anbaugebiete, unter anderem in Sri Lanka, Indonesien und China angesehen. Das war eine großartige Erfahrung, um den Tee im Ursprung kennenzulernen und die Abläufe beim Tee-Anbau besser zu verstehen. Aber auch die Wertschätzung und die unterschiedlichen Teekulturen sind sehr beeindruckend.

Sie waren beim Konzept „Zwischenzeit“ mit dabei. Wie sind ihre rückblickenden Erfahrungswerte?

Ich bin erst vor einem Jahr nach Augsburg gezogen. Die „Zwischenzeit“ war für mich ein perfekter Einstieg, um lokale und regionale Kontakte zu knüpfen, nanparkal in Augsburg zu präsentieren und ein direktes Feedback der Augsburger Kunden zu bekommen. Für mich war die Erfahrung großartig und für nanparkal sehr erfolgreich.

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