Stadt Augsburg

Neues Stadtviertel im Augsburger Süd-Westen geplant

Symbolbild. Foto: JoSon / Blend Images / thinkstock

Wohnraummangel ist in Augsburg schon längst Realität geworden. Dabei wächst die Bevölkerung immer weiter. Um Platz zu schaffen für die vielen Menschen, soll im Süd-Westen von Haunstetten ein neues Viertel für bis zu 30.000 Menschen entstehen.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Die Fraktionen von CSU, SPD und den Grünen planen ein neues Stadtviertel im Südwesten von Haunstetten. Der gemeinsame Antrag der drei Regierungsfraktionen im Augsburger Rathaus ging bereits Ende April ein. Bevor die entsprechenden Pläne umgesetzt werden können, kann es aber noch dauern. „Das ist erst der Anfang, die sogenannte Stunde 0. Aber es soll eine Planung sein, die Zukunft hat und nicht einfach nur eine Wohnsiedlung ohne Wärme und Leben. Das ist städtebaulich und gesellschaftspolitisch eine große Herausforderung, aber es  ist der richtige Weg“, betont SPD-Fraktionsvorsitzende Margarete Heinrich.

Grund befindet sich noch im Privatbesitz

Derzeit geht es noch darum, dass die Verwaltung die Grundlagen schafft, damit auf dem Gelände überhaupt gebaut werden kann. Denn bisher befindet sich der Bereich noch im Privatbesitz. Zunächst wird es deshalb Gespräche mit den Eigentümern geben. „Ich persönlich hoffe, dass ab 2020 + x gestartet werden kann. Wobei das keine verfrühte Prognose ist, sondern mehr die Hoffnung. Reell betrachtet wird es erst in 10 Jahren losgehen“, erklärt Margarete Heinrich.

Heterogene Wohnstrukturen spiegeln das Stadtbild wider

Im neuen Stadtviertel sollen nicht allein Premium-Wohnungen oder -Häuser entstehen. „Wichtig ist es, bezahlbaren Wohnraum, der derzeit sehr knapp ist, zu schaffen, damit zum Beispiel gerade junge Familien und junge Menschen wieder ein adäquates Wohnangebot bekommen. Dazu gehören aber auch der soziale Wohnbau und Wohnformen für Senioren und Menschen mit Behinderung“, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende das Konzept genauer. Diese heterogene Mischung soll zur dynamischen Entwicklung der Stadt beitragen. „Es sollen Wohnstrukturen entstehen, die unsere Stadtgesellschaft widerspiegeln. So können soziale Brennpunkte vermieden werden. Sogenannte Betreuungsstützpunkte, die mit eingeplant werden sollen, tragen mit dazu bei“, so Heinrich weiter.

Linie 3, B17-Zubringer, Fahrradwege: So wird das neue Stadtviertel verkehrlich erschlossen

Das Gebiet, um das es geht, befindet sich westlich der Postillonstraße südlich der Inningerstraße und östlich der B17. Neben Wohn- und Gewerbeflächen soll auch ein schlüssiges Verkehrskonzept entwickelt werden. „Die Zubringermöglichkeit zur neuen B17 muss ertüchtigt werden. Die bestehenden Straßenzüge in den vorhandenen Wohngebieten, die heute schon durch Schleichverkehr sehr belastet sind, sind zwingend zu entlasten“, erklärt Margarete Heinrich. Ein erster wichtiger Schritt ist aus Sicht der SPD-Fraktionsvorsitzenden bereits getan: „Die Linie 3, die dort parallel fahren wird, ist die direkte Anbindung zu wichtigen Infrastrukturpunkten, wie zum Beispiel die Uni, die City und der Hauptbahnhof. Zusätzlich wird  eine Süd-Nord-Fahrradachse entstehen.“

Auch Raum für Gewerbe, Einzelhandel und Schulen soll entstehen

 Im neuen Augsburger Stadtviertel sollen bis zu 30.000 Menschen ein Zuhause finden. Neben Wohn- sind auch Gewerbeflächen sowie Raum für Einzelhandel, der auch zu Fuß erreichbar ist, geplant. Auch Schulen und Kindergärten sollen im neuen Stadtviertel Platz haben. „Ohne sie kann ein Wohngebiet in dieser Größenordnung nicht entstehen. Deshalb ist für diesen Bereich ein Gesamtkonzept so wichtig, um viele Bedürfnisse abdecken zu können“, erklärt Margarete Heinrich.

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Grund befindet sich noch im Privatbesitz

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Im neuen Stadtviertel sollen nicht allein Premium-Wohnungen oder -Häuser entstehen. „Wichtig ist es, bezahlbaren Wohnraum, der derzeit sehr knapp ist, zu schaffen, damit zum Beispiel gerade junge Familien und junge Menschen wieder ein adäquates Wohnangebot bekommen. Dazu gehören aber auch der soziale Wohnbau und Wohnformen für Senioren und Menschen mit Behinderung“, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende das Konzept genauer. Diese heterogene Mischung soll zur dynamischen Entwicklung der Stadt beitragen. „Es sollen Wohnstrukturen entstehen, die unsere Stadtgesellschaft widerspiegeln. So können soziale Brennpunkte vermieden werden. Sogenannte Betreuungsstützpunkte, die mit eingeplant werden sollen, tragen mit dazu bei“, so Heinrich weiter.

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