Stadt Augsburg

Brandschutz mangelhaft: Theater-Schließung nicht ausgeschlossen

Das Augsburger Theater. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Nicht nur das laufende Bürgerbegehren gefährdet nun das Gebäude des Augsburger Theaters, auch beim Brandschutz gibt es erhebliche Mängel. Neueste Untersuchungen zeigen: Sofortiges Handeln ist gefragt.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Donnerstagmittag wurde kurzfristig und aufgrund neuer brandschutzfachlicher Erkenntnisse eine Besprechung der Fachreferenten zum Augsburger Theater einberufen. Stadtbaurat Gerd Merkle, Kulturreferent Thomas Weitzel, Projektleiter Theatersanierung Norbert Reinfuß und Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz, Frank Habermaier trafen sich dabei mit Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl sowie Bürgermeisterin Eva Weber.

Brandschutz erfordert sofortiges Handeln

Die Beteiligten besprachen zusammen die neuesten Befunde vom Vortag. Die inzwischen gewonnenen Erkenntnisse zeigen: Der Brandschutz in den Garderoben und im Zuschauerraum des Großen Hauses am Theater Augsburg ist schlechter als angenommen. Dies machte ein unmittelbares Handeln nötig.

Löschfahrzeug soll Sicherheit gewährleisten

Bereits am Mittwochabend reagierte Frank Habermaier auf die Ergebnisse mit fünf zusätzlichen Feuerwehrkräften vor Ort. Seit Freitag ist die Feuerwehr sogar mit einem Löschfahrzeug vor dem Theater. Die Rettungskräfte wollen so einen sicheren Spielbetrieb gewährleisten. Jegliche Verwendung von Pyrotechnik im Spielbetrieb ist bis auf weiteres untersagt.

Spielbetrieb in Gefahr – Schließung nicht ausgeschlossen

Die Untersuchungen sind Teil der Theatersanierung in der Planungsphase 3. Diese stellte Baureferent Gerd Merkle bereits im Rahmen der AZ-Podiumsdiskussion vor. Die Erkenntnisse der Analysen zeigen neue Handlungsnotwendigkeiten auf. Diese sollen in den kommenden Tagen mit vertiefenden Untersuchungen genauer beleuchtet werden. Danach kann endgültig entschieden werden, wie mit der verschärften Brandschutzsituation im Großen Haus umgegangen wird. Davon hängt auch ab ob und wie lange der Spielbetrieb weitergeführt werden kann.

Sanierung – zu jedem Preis?

Die Feuerschutzmaßnahmen sind bereits seit längerem lediglich geduldet. Bei einem genaueren Blick ins Theater werden zudem viele weitere Mängel deutlich. Dass das Theater saniert werden muss, ist auch den Gegnern klar. Streitpunkt und Grund für das Bürgerbegehren ist jedoch die Finanzierung. Obwohl der Freistaat 107 Millionen Euro bezuschusst, fallen für die Stadt Augsburg noch 189 Millionen Euro an.  

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Die Feuerschutzmaßnahmen sind bereits seit längerem lediglich geduldet. Bei einem genaueren Blick ins Theater werden zudem viele weitere Mängel deutlich. Dass das Theater saniert werden muss, ist auch den Gegnern klar. Streitpunkt und Grund für das Bürgerbegehren ist jedoch die Finanzierung. Obwohl der Freistaat 107 Millionen Euro bezuschusst, fallen für die Stadt Augsburg noch 189 Millionen Euro an.  

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