Strategischer Schritt

Nach schwachem Jahr: So will KUKA sein China-Geschäft retten

Das Geschäft mit Robotern hat sich am chinesischen Markt nicht so positiv entwickelt wie erhofft. Doch das Augsburger Automatisierungs-Unternehmen KUKA hat Pläne, wie sich das ändern soll.

Nach der Übernahme durch Midea sollte KUKA am chinesischen Robotermarkt durchstarten. Doch die Nachfrage nach den Robotern war überschaubar. Mehrere hundert Arbeitsplätze mussten gestrichen werden. Neue Roboter sollen das nun abfangen.

Kleinere und einfachere Robotersysteme gefragt

Der Markt für teure Knickarmroboter ist in China nicht da, so KUKA-Vorstandsvorsitzender Peter Mohnen. Zwar haben Midea-Unternehmen im letzten Jahr mehrere hundert abgenommen, doch die Wirtschaftlichkeit ist damit nicht gegeben. Immer mehr nachgefragt werden dafür einfachere Robotersysteme. Darauf will KUKA nun mit entsprechenden Produktumstellungen reagieren. „Chinesische Unternehmen wollen keine Roboter mit sechs oder sieben Achsen. Vielmehr sind hier einfachere und dadurch günstigere Modelle gefragt“, erklärt Mohnen. Diese seien vor allem für schnelle Tätigkeiten wie „Pick and Place“- Aufgaben geeignet. Der Fokus liegt daher auf kleineren und einfacheren Robotersystemen wie etwa Scara- und Deltarobotern für den Elektronikmarkt.

„Wir planen den Markteintritt in China noch in diesem Jahr“

Ähnlich steht es um fahrerlose Transportfahrzeuge, sogenannte Automated Guided Vehicles (AGV). Diese produziert KUKA zwar bereits, aber nicht für den chinesischen Markt. „Wir planen den Markteintritt in China noch in diesem Jahr“, unterstreiche Mohnen die Pläne des Augsburger Roboterbauers. Mit den neuen Produkten, die direkt in China hergestellt werden, will KUKA auch sukzessive wieder neue Arbeitsplätze aufbauen.

Auch wenn das Unternehmen verstärkt in China investiert, so sollen die Forschungs- und Entwicklungsarbeit unverändert in Deutschland bleiben. „Kopf und Know-how haben wir in Augsburg und die bleiben auch dort“, so Mohnen im Rahmen der Bilanzpressekonferenz.

Neue Produkte für den chinesischen Markt

In China konzentriert sich das Unternehmen auf den Aufbau der Joint Ventures und wird dort neue Produkte für den lokalen Markt entwickeln. Gemeinsam mit Midea hält KUKA drei Joint Ventures. Dazu zählen Midea KUKA Robotics, Midea Swisslog Healthcare und Midea Swisslog WDS.

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Nach der Übernahme durch Midea sollte KUKA am chinesischen Robotermarkt durchstarten. Doch die Nachfrage nach den Robotern war überschaubar. Mehrere hundert Arbeitsplätze mussten gestrichen werden. Neue Roboter sollen das nun abfangen.

Kleinere und einfachere Robotersysteme gefragt

Der Markt für teure Knickarmroboter ist in China nicht da, so KUKA-Vorstandsvorsitzender Peter Mohnen. Zwar haben Midea-Unternehmen im letzten Jahr mehrere hundert abgenommen, doch die Wirtschaftlichkeit ist damit nicht gegeben. Immer mehr nachgefragt werden dafür einfachere Robotersysteme. Darauf will KUKA nun mit entsprechenden Produktumstellungen reagieren. „Chinesische Unternehmen wollen keine Roboter mit sechs oder sieben Achsen. Vielmehr sind hier einfachere und dadurch günstigere Modelle gefragt“, erklärt Mohnen. Diese seien vor allem für schnelle Tätigkeiten wie „Pick and Place“- Aufgaben geeignet. Der Fokus liegt daher auf kleineren und einfacheren Robotersystemen wie etwa Scara- und Deltarobotern für den Elektronikmarkt.

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Ähnlich steht es um fahrerlose Transportfahrzeuge, sogenannte Automated Guided Vehicles (AGV). Diese produziert KUKA zwar bereits, aber nicht für den chinesischen Markt. „Wir planen den Markteintritt in China noch in diesem Jahr“, unterstreiche Mohnen die Pläne des Augsburger Roboterbauers. Mit den neuen Produkten, die direkt in China hergestellt werden, will KUKA auch sukzessive wieder neue Arbeitsplätze aufbauen.

Auch wenn das Unternehmen verstärkt in China investiert, so sollen die Forschungs- und Entwicklungsarbeit unverändert in Deutschland bleiben. „Kopf und Know-how haben wir in Augsburg und die bleiben auch dort“, so Mohnen im Rahmen der Bilanzpressekonferenz.

Neue Produkte für den chinesischen Markt

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