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Münchner Kunstfund wird in Augsburg öffentlich
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Staatsanwaltschaft Augsburg

Münchner Kunstfund wird in Augsburg öffentlich

 Auf der heutigen Pressekonferez in Augsburg wurden nicht alle Fragen zu den beschlagnahmten Bildern geklärt. Foto: B4B SCHWABEN

Mit Bildergalerie: Heute, am 5.November.2013, hat die Staatsanwaltschaft Augsburg zur Pressekonferenz zum Thema „Beschlagnahmte Gemäldesammlung“ geladen. Unter den beschlagnahmten Werken weilte auch bislang unentdeckte Kunst von Dix und Chagall. Dennoch bleibt vieles offen: So wurden keine Hintergründe zum Beschuldigten offenbart oder genaue Angaben zur Herkunft der Kunstwerke gemacht. Die Ermittler halten sich bedeckt.

Internationale und lokale Presse tummelte sich heute Vormittag im Gerichts-Saal um Details zum Kunst-Fund in einer Wohnung in München zu erfahren. Neben dem Augsburger Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz, war Siegfried Klöble, Leiter des Zollfahndungsamtes München, einer der Sprecher auf der Konferenz. Auch Dr. Maike Hoffmann, Zuständige für die Untersuchung der gefundenen Bilder und Johannes Ballis, ebenso von der Staatsanwaltschaft, wohnten der Konferenz bei. Die Ermittlungen in dem Fall laufen noch: Ein Steuerverfahren und eine Untersuchung wegen Unterschlagung. Erst wenn diese abgeschlossen sind, kann über eine gerichtliche Verhanldung nachgedacht werden.

Keine Informationen zum Beschuldigten

Auch über den Beschuldigten wurden keine weiteren Auskünfte erteilt. Laut Nemetz wolle man das Persönlichkeitsrecht des Beschuldigten schützen. Dass momentan gegen ihn ermittelt wird und ein Steuerverfahren läuft, wurde preisgegeben. Zudem äußerte die Staatsanwaltschaft, dass der Verdacht der Unterschlagung bislang nicht belegt sei. Erst wenn die Ermittlungen klären, ob es sich in diesem Fall um rechtswidrige Unterschlagung handle, könne auch darüber gesprochen werden, was mit den beschlagnahmten Kunstwerken geschehen wird. Darüber hinaus sei der aktuelle Aufenthaltsort des Beschuldigten laut Nemetz ebenso nicht relevant für den momentanen Ermittlungsstand. Nach der Beschlagnahmung wurde dieser Vernommen und alle Fragen der Behörden wurden beantwortet. Zudem ließ die rechtliche Sachlage auch keine Untersuchungshaft zu, da kein dringender Tatverdacht bestand.

Weitere Bilderlager wie in Schwabing ausgeschlossen

Laut Nemetz fiel der Beschuldigte den Zollbeamten am 22. September 2010 auf. In einem Schnellzug von Zürich nach München auf dem Streckenabschnitt Lindau – Kempten wurde er kontrolliert. Da man Bargeld bei ihm fand, wurden die Zollbeamten skeptisch. Daraufhin wurden Vor-Ermittlungen eingeleitet, die einen steuerstrafrechtlichen Bestand offenlegten. Mit Verweis auf das Steuergeheimnis wurden keine weiteren Auskünfte erteilt. Vom 28. Februar 2012 bis zum 2. März 2012 wurde schließlich eine Hausdurchsuchung in der Wohnung des Beschuldigten genehmigt. Folglich wurden die Bilder auch in besagtem Zeitraum beschlagnahmt. Das von der Presse genannte Datum im Jahr 2012 sei laut Nemetz nicht korrekt. Somit sind laut dem Oberstaatsanwalt die Mutmaßungen über ein weiteres Bilderlager hinfällig. Denn der Verkauf des „Löwenbändigers“ von Max Beckmann wurde bereits vor der Hausdurchsuchung getätigt.

1.406 Werke in einem Regal und einem Schrank in Münchner Wohnung

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Laut den Ermittlern befanden sich die Bilder in einem einzigen Raum. In einem Regal und in einem Schrank sollen die Kunstwerke laut Hoffmann fachgerecht gelagert worden sein. 121 gerahmte und 1.285 ungerahmte künstlerische Arbeiten befanden sich dort. Darunter waren beispielsweise Öl-Gemälde, Zeichnungen oder Lithographien, teils von namhaften Künstlern. Laut Frau Hoffmann befanden sich in der Sammlung des Beschuldigten nicht nur Werke der modernen Kunst, sondern auch ältere und jüngere Bilder. Sogar bislang unbekannte Werke befanden sich in der Schwabinger Wohnung. Doktor Hoffmann bezeichnet dies als einen kunsthistorisch wertvollen Fund.

Lager des Kunst-Fundes aus Schwabing geheim

Über das aktuelle Lager der Bilder bewahrte man aus Sicherheitsgründen stillschweigen. Die Behauptung vom Focus, dass sie in Garching gelagert würden, wiesen die Behörden zurück. Auch eine Schätzung bezüglich des Wertes der beschlagnahmten Kunst, könne man laut Doktor Hoffmann bislang nicht vornehmen. Seit März 2012 versuche die Wissenschaftlerin zu rekonstruieren, wie die Bilder in die Hände des Beschuldigten gekommen sein könnten. Wie lange diese Untersuchungen dauern, ist nicht absehbar.

Offene Fragen zu beschlagnahmter Gemäldesammlung bleiben

Wie die Informationen zu dem Kunst-Fund Focus exklusiv erreicht haben bleibt unklar. Die Hauptfrage bleibt jedoch: Wie ist der Beschuldigte in Besitz der Bilder gekommen? Vielleicht wird ja die Zeit d iese und ähnliche Fragen beantworten.

Sehen Sie hier die Bilder zu der Pressekonferenz:

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