Verträge mit der ESA

MT Aerospace und ArianeGroup bündeln Kompetenzen für Ariane 6

Leichter und billiger soll die Rakete Ariane werden. Dafür abreiten MT Aerospace und ArianeGroup nun eng zusammen und schlossen einen Vertrag mit der Europäische Weltraumorganisation ESA.

Die ESA hat Mitte Mai zwei Technologieentwicklungsverträge mit der MT Aerospace AG sowie der ArianeGroup abgeschlossen. Die Unternehmen bündeln hierbei ihre jeweiligen Kompetenzen bei der Entwicklung und Erprobung des „Prototype of a Highly OptimizEd Black Upper Stage“ (PHOEBUS) in Augsburg und Bremen. Um die Ariane 6 kontinuierlich wettbewerbs- und leistungsfähiger zu machen, ist müssen Verbundwerkstoffe und aufsetzende Technologien weitererforscht werden.

Mehr Leistung erforderlich

PHOEBUS soll die Technologiereife für eine optimierte Oberstufe der Rakete hinsichtlich Kosten- und Gewichtseinsparung und höherer Stufenleistung (Transport von zirka zwei Tonnen mehr Nutzlast in geostationäre Umlaufbahnen) sicherstellen. Ab 2021 werden die resultierenden Systemkomponenten zum Nachweis der Treibstoffverträglichkeit (große Mengen flüssigen Sauerstoffs und Wasserstoffs) sowie zur Darlegung der Befüll- und Entleervorgänge und der Integrität der Primär- und Sekundärstruktur in einen Oberstufen-Demonstrator integriert.

Architektur trifft Werkstoff

Beide Unternehmen arbeiten eng zusammen, um die Einsatzreife der notwendigen Technologien zu verifizieren: Die ArianeGroup konzentriert sich dabei auf Stufen-Architekturen sowie der Systemintegration, während sich MT Aerospace vorwiegend um die Werkstoffe und Technologien von aus Verbundwerkstoffen hergestellten Tanks und Strukturen unter kryogenen Bedingungen kümmert. Daraus soll dann die spätere Produktentwicklung einer neuen Oberstufe der Ariane 6 (Icarus-Innovative Carbon Ariane Upper Stage) hervorgehen. Entscheidungen zur Finanzierung erster Schritte einer Oberstufe aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) sollen bei der nächsten ESA- Ministerratstagung (Space 19+) am Jahresende getroffen werden.

Über die ArianeGroup

Die ArianeGroup entwickelt und liefert Lösungen für zivile und militärische Startanlagen und verfügt über Kompetenzen bei allen Aspekten moderner Antriebstechnologien. Als Hauptvertragspartner für Startanlagen der europäischen Ariane 5 und 6 ist die ArianeGroup sowohl für die Konstruktion als auch die gesamte Fertigungskette bis hin zur Vermarktung durch ihre Tochter Arianespace sowie für die Raketen der ozeanischen Nuklearstreitkräfte Frankreichs zuständig. Die Gruppe ist ein zu gleichen Teilen von Airbus und Safran gehaltenes Gemeinschaftsunternehmen mit etwa 9.000 Beschäftigten in Frankreich und Deutschland.

Über MT Aerospace

MT Aerospace ist ein international führendes Raumfahrtunternehmen mit 700 Mitarbeitern an den Standorten Augsburg, Mainz (Deutschland), Cagliari (Italien), Santiago de Chile und Kourou (Französisch-Guayana). MT Aerospace entwickelt und fertigt Schlüsselkomponenten für die Startplattform der europäischen ARIANE, die Airbus-Flotte, Raumfahrzeuge und Satelliten. Mit einem Arbeitsanteil von 10 Prozent ist das Unternehmen der größte Lieferant des ARIANE-Programms außerhalb Frankreichs.

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Über die ArianeGroup

Die ArianeGroup entwickelt und liefert Lösungen für zivile und militärische Startanlagen und verfügt über Kompetenzen bei allen Aspekten moderner Antriebstechnologien. Als Hauptvertragspartner für Startanlagen der europäischen Ariane 5 und 6 ist die ArianeGroup sowohl für die Konstruktion als auch die gesamte Fertigungskette bis hin zur Vermarktung durch ihre Tochter Arianespace sowie für die Raketen der ozeanischen Nuklearstreitkräfte Frankreichs zuständig. Die Gruppe ist ein zu gleichen Teilen von Airbus und Safran gehaltenes Gemeinschaftsunternehmen mit etwa 9.000 Beschäftigten in Frankreich und Deutschland.

Über MT Aerospace

MT Aerospace ist ein international führendes Raumfahrtunternehmen mit 700 Mitarbeitern an den Standorten Augsburg, Mainz (Deutschland), Cagliari (Italien), Santiago de Chile und Kourou (Französisch-Guayana). MT Aerospace entwickelt und fertigt Schlüsselkomponenten für die Startplattform der europäischen ARIANE, die Airbus-Flotte, Raumfahrzeuge und Satelliten. Mit einem Arbeitsanteil von 10 Prozent ist das Unternehmen der größte Lieferant des ARIANE-Programms außerhalb Frankreichs.

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