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Münir Kusanc, Geschäftsführer des veganen Restaurants Mom’s Table, und sein Team war trotz Corona-Krise, Lockdown und Schließungen positiv. Auf der Homepage des Lokals freuten sie sich noch bis zuletzt auf ein Wiedersehen mit ihren Gästen bei einer baldigen Wiedereröffnung. Doch daraus wird nichts. Auf Facebook teilte das Restaurant mit, dass es die Insolvenz anmelden musste. Und sich deshalb entschlossen hat zu schließen.
„Wir werden euch vermissen“
In dem Facebook-Beitrag wendet sich das Team von Mom’s Table an die Gäste und Freunde des Lokals in der Maximilianstraße. „Wir möchten Euch unsere Entscheidung mitteilen, dass es mit Mom‘s Table nicht mehr weiter gehen wird. Auf Grund der anhaltenden Lockdown-Situation mussten wir nun die Insolvenz anmelden, um uns nicht gesetzlich strafbar zu machen“, heißt es. In einem emotionalen Resümee dankte das Team seinen Kunden für „besondere Begegnungen und tiefe Gespräche“ und erklärte, es hoffe, dass sich jemand finde, der die Räumlichkeiten des Restaurants in Zukunft mit einem ähnlichen Konzept nutze.
Gastronomie fordert Perspektive
Derlei Probleme plagen unterdessen nicht nur das Augsburger Lokal Mom’s Table. Die komplette Gastronomie aber auch Hotellerie-Branche leidet enorm unter dem Corona-Lockdown. Nur unweit von Mom’s Table befindet sich das Hotel Maximilian’s. Hier steht zwar keine Insolvenz bevor. Zufrieden ist das Management mit der aktuellen Situation aber trotzdem nicht. Im Gegenteil. Die derzeitige Öffnungsstrategie stößt hier auf Unverständnis. Besonders in der Gastronomie gebe es bereits gute Hygienekonzepte, die dem Virus den Kampf angesagt haben. Dennoch müssen die Branchen geschlossen bleiben. Ohne eine Perspektive, wann unter welchen Umständen schließlich wieder geöffnet werden darf leiden deshalb beide: Kleine Restaurants und große etablierte Hotels.