Lockdown

IHK Schwaben: Wirtschaft braucht wieder Planungssicherheit

Die Lage der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft ist dramatisch. Das ist das Fazit der IHK Schwaben. Diese Forderungen sollen jetzt ein Licht am Ende des Tunnels sein.

Die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage zeigt: Die Wirtschaft steht vor einem weiteren Krisenjahr – auch in Augsburg. Angesichts dieser Lage und der erneuten Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März fordert die IHK-Regionalversammlung Augsburg-Stadt eine konkrete Öffnungsperspektive für die Betriebe. „Seit Monaten sind Geschäfte, Gastgewerbe und Hotels komplett geschlossen. Alle Unternehmen haben viel Geld in umfangreiche Hygienemaßnahmen investiert – und diese greifen“, erklärt Dr. Markus Litpher, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Stadt. Außerdem ergänzt er: „Das zeigt, die Wirtschaft liefert. Nun ist es an der Politik, mit einer nachhaltigen Impf- und Teststrategie sowie digitalen Kontaktnachverfolgung regionale und branchenspezifische Öffnungen zu ermöglichen.“

IHK fordert Wechsel hin zu Risikobetrachtung

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„Die bisherigen Maßnahmen der Politik zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung waren richtig, und auch wir wissen mit den sich weiter ausbreitenden Virusmutationen um den Ernst der Lage“, betont Dr. Markus Litpher. Jetzt aber gelte es, von der Lockdown-Strategie in eine dezidierte Risikobetrachtung zu wechseln, die aufzeigt, wo Corona-Hotspots entstehen, um diese mit einer konsequenten Nachverfolgung und großflächigen Tests regional zu begrenzen. „Wir können nicht alle Unternehmen, die sich an die Hygiene- und Schutzmaßnahmen halten und in Gebieten, die deutlich unter der kritischen Inzidenzschwelle liegen, dauerhaft geschlossen halten. Denn das Virus ist unter uns und wird so schnell nicht verschwinden. Ich denke, wir müssen mit dem Virus leben lernen. Wir brauchen Planungssicherheit und klare Regeln, um den Menschen und Betrieben eine Perspektive zu geben“, betont der IHK-Regionalvorsitzende.

Andrea Pfundmeier, IHK-Vizepräsidentin der Regionalversammlung Augsburg-Stadt, unterstreicht unterdessen: „Mit der Corona-Warn-App haben wir in Deutschland eine Software, die bei konsequenter Anwendung sowie intelligenter Vernetzung mit den Gesundheitsämtern ein erfolgreiches Mittel im Kampf gegen das Virus und für eine lückenlose Kontaktverfolgung sein kann. Dabei sollten die Benutzerfreundlichkeit und Gebrauchstauglichkeit auf gleicher Ebene wie datenschutzrechtliche Bedenken stehen, damit schnell gehandelt und Menschenleben gerettet werden kann. Ein Blick in andere Länder zeigt, dass dies möglich ist und im Alltag funktioniert.“

Einzelhandel leidet besonders stark

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Die IHK fordert daher eine Diskussion um eine klare Öffnungsstrategie, die sich an verlässlichen Kriterien orientiert und flankiert durch eine zügig umgesetzte Impfkampagne sowie eine effektive Teststrategie Gesundheitsschutz und Wirtschaft in Einklang bringt. „Die Krise verschärft sich durch den erneut verlängerten Lockdown weiter. Besonders der stationäre Einzelhandel in Augsburg steht bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand“, warnt Marcus Vorwohlt, Geschäftsführer des Textilhauses Rübsamen. „Die Winterkollektion liegt noch im Lager und konnte nicht abverkauft werden, die Lieferung der Frühjahrsware steht vor der Tür und muss im Februar bezahlt werden. Von den versprochenen Überbrückungshilfen ist noch kein Cent geflossen. Das Wasser steht vielen Händlern bis zum Hals und bereits darüber. Wenn jetzt keine Hilfen ankommen oder im März geöffnet wird, werden viele Händler den Lockdown nicht überleben und für immer schließen. Das wird dramatische Auswirkungen auf die Innenstadt haben und tiefe Spuren hinterlassen“, so das Vorstandsmitglied der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Stadt.

Wirtschaft befürchtet Kollateralschäden

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Die bisherige Lockdown-Strategie der Politik und deren Krisenmanagement sorgen für Unmut und Unverständnis bei den Unternehmern und Mitarbeitern. „Die Menschen haben das Vertrauen in die Politik verloren“, sagt Sebastian B. Priller, Chef der Augsburger Riegele-Brauerei. „Die flächendeckende Schließung aller Gastbetriebe trotz ausgefeilter und funktionierender Hygienekonzepte sowie die alleinige Fokussierung auf den Inzidenzwert haben zu einer tiefen Perspektivlosigkeit geführt. Ein ‚Weiter so‘ kann und darf es daher nicht geben, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft ernsthaft zu gefährden.“ Außerdem fügte er an: „Denn die Kollateralschäden des Lockdowns werden zunehmend sichtbar. Sie sind nicht nur wirtschaftlicher Art. Die psychologischen Risiken nehmen zu, im Bildungs- und Schulwesen droht eine Generation an Bildungsverlierern heranzuwachsen. Die Politik muss den Menschen wieder eine Perspektive geben. Denn ohne Perspektive wird man krank.“

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Andrea Pfundmeier, IHK-Vizepräsidentin der Regionalversammlung Augsburg-Stadt, unterstreicht unterdessen: „Mit der Corona-Warn-App haben wir in Deutschland eine Software, die bei konsequenter Anwendung sowie intelligenter Vernetzung mit den Gesundheitsämtern ein erfolgreiches Mittel im Kampf gegen das Virus und für eine lückenlose Kontaktverfolgung sein kann. Dabei sollten die Benutzerfreundlichkeit und Gebrauchstauglichkeit auf gleicher Ebene wie datenschutzrechtliche Bedenken stehen, damit schnell gehandelt und Menschenleben gerettet werden kann. Ein Blick in andere Länder zeigt, dass dies möglich ist und im Alltag funktioniert.“

Einzelhandel leidet besonders stark

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