Interview

Milon: „Fitnessstudios sind keine Corona-Hotspots“

Die Corona-Pandemie und der damit zusammenhängende Lockdown treffen die Fitness-Branche. Wolf Harwath, Geschäftsführer Milon Gruppe, erklärt im Interview, ob Home-Workouts die Zukunft sein werden und weshalb Investitionen in Krisenzeiten wichtig sind.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie hat sich die Krise auf Ihr Unternehmen ausgewirkt? 

Natürlich geht Corona und die Schließungen der Fitnessstudios auch an uns nicht spurlos vorüber. Aber wir haben in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet und stehen auf wirtschaftlich gesunden Beinen. Hinzu kommt der Rückhalt durch unseren überzeugten Alleingesellschafter Hubert Haupt. Dadurch sind wir in der Lage, gerade jetzt in der aktuellen Pandemie-Phase so massiv in neue Strukturen und Technologien zu investieren. Das ist auch ein Signal an die Branche, von deren Zukunft wir absolut überzeugt sind.

Finden Sie aktuell überhaupt Abnehmer für Ihre Geräte? 

Milon stattet nicht nur klassische Fitnessstudios aus. Ein sehr großer und wichtiger Kundenkreis von uns sind auch Physiotherapie-Praxen und medizinische Einrichtungen mit therapeutischen Leistungen, die von den aktuellen Schließungen nicht ganz so hart betroffen sind. Wir sind einer der wenigen Hersteller, der speziell für diese Zielgruppe Trainingsgeräte mit einer MPG-Zulassung – nach dem Medizinproduktgesetzes – anbietet. In Kombination mit dem Beweglichkeitstraining von Five bietet wir demnach ein sportmedizinisch fundiertes Trainingskonzept an.

Für Fitnesstudios gibt es in Bayern noch keine Perspektive. Wann rechnen Sie mit einer Wiedereröffnung?

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Das ist schwer zu sagen. Fakt ist, dass mit dem Lockdown und der dadurch ausbleibenden sportliche Betätigung viele negative Folgen für die Gesundheit verbunden sind. Unter Einhaltung der Hygieneregeln wäre daher eine Priorisierung der Fitness- und Sportanlagen im Rahmen der Wiedereröffnung aus unsere Sicht mehr als wünschenswert.

Empfinden Sie die lange Schließung der Sportstätten als richtig? 

Natürlich ist es erst einmal paradox, dass Einrichtungen, die unserer Gesundheit dienen, geschlossen werden, um ein Erkrankungs-Risiko zu senken. Laut einer groß angelegten Studie sind Studios allerdings keine besonderen „Hotspots“ – zumal bei strikter Einhaltung von Hygieneauflagen. Insofern plädieren wir für eine baldige Wiedereröffnung. Studios sind Teil der Lösung und nicht des Problems.

Während dem Lockdown greifen viele Menschen auf Workouts im Internet zurück. Wird sich das langfristig auf die Branche auswirken? 

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Online-Angebote können eine gute und sinnvolle Ergänzung sein. Die Menschen werden aber auch weiterhin in Fitnessstudios trainieren. Diese Orte sind enorm wichtig für die Motivation und die sozialen Interaktion. Gerade qualitativ hochwertige Studios, die wir mit unseren Angeboten bedienen, legen sehr viel Wert auf persönliche und kompetente Betreuung. Dort haben die Mitglieder daher meist auch eine sehr enge und emotionale Bindung zu ihrem Studio. Bei günstigen Fitness-Discounterketten ist diese treue Community hingegen nicht so ausgeprägt und daher werden diese Einrichtungen vermutlich auch mit mehr Problemen zu kämpfen haben.

Welche Rolle wird digital vernetztes Training in Zukunft bei Milon spielen?

Musik-Streaming statt Schallplatte, Navi-Systeme statt Faltpläne – die Digitalisierung ist heute in allen Bereichen allgegenwärtig. Auch das Training ist längst schon digital und wird es noch viel mehr werden. Milon ist in diesem Bereich zugleich Pionier und Trendsetter mit Wurzeln hier in der Region.

Sie haben angekündigt, auch im neuen Jahr 2021 einen Wachstums- und Investitionskurs weiterzuführen. Was genau haben Sie vor?

Wolf Harwath: Wir prognostizieren nach der langen Phase von Bewegungseinschränkungen ein erhöhtes Interesse an gesundheitsorientiertem Training. Das ist mit ein Grund, warum wir uns aktuell in vielen Unternehmensbereichen neu ausrichten. Wir werden demnächst eine neue Generation unseres biometrischen Scanner-Tools Milonizer vorstellen und arbeiten an einer Weiterentwicklung der Q free Softwaresteuerung, mit der sich das Training auf der freien Fläche – also außerhalb unserer Zirkel – gut einbinden lässt. Außerdem wird in unserem Technologiezentrum in Augsburg gerade ein innovatives Seilzugkonzept entwickelt. Wir haben viel vor.

Sie haben Ihr Team erst kürzlich durch zehn Experten verstärkt. Was wollen Sie damit erreichen? 

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Bei der Verstärkung handelt es sich um namhafte Vertriebs- und Konzeptexperte, die alle aus dem direkten Wettbewerbsumfeld zur Milon Gruppe gewechselt sind. Mit ihnen werden wir unsere Präsenz am Markt und bei den Kunden vor Ort deutlich ausbauen. Insbesondere unsere Unternehmertreffen in ganz Deutschland erfahren eine weitere Aufwertung und Intensivierung. Die Neuzugänge im Team bedeuten auch einen Zugewinn an konzeptioneller Kompetenz, so dass wir künftig noch bessere Lösungen für Studios und Physiotherapie-Einrichtungen anbieten können.

Im März 2020 fand bei Milon in Emersacker eine Veranstaltung zur Feier des 50. Unternehmensjubiläum statt. Hier wurde auch ein Einblick in die Produktion gegeben.

50-jähriges Jubiläum bei milon
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Natürlich geht Corona und die Schließungen der Fitnessstudios auch an uns nicht spurlos vorüber. Aber wir haben in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet und stehen auf wirtschaftlich gesunden Beinen. Hinzu kommt der Rückhalt durch unseren überzeugten Alleingesellschafter Hubert Haupt. Dadurch sind wir in der Lage, gerade jetzt in der aktuellen Pandemie-Phase so massiv in neue Strukturen und Technologien zu investieren. Das ist auch ein Signal an die Branche, von deren Zukunft wir absolut überzeugt sind.

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Milon stattet nicht nur klassische Fitnessstudios aus. Ein sehr großer und wichtiger Kundenkreis von uns sind auch Physiotherapie-Praxen und medizinische Einrichtungen mit therapeutischen Leistungen, die von den aktuellen Schließungen nicht ganz so hart betroffen sind. Wir sind einer der wenigen Hersteller, der speziell für diese Zielgruppe Trainingsgeräte mit einer MPG-Zulassung – nach dem Medizinproduktgesetzes – anbietet. In Kombination mit dem Beweglichkeitstraining von Five bietet wir demnach ein sportmedizinisch fundiertes Trainingskonzept an.

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Empfinden Sie die lange Schließung der Sportstätten als richtig? 

Natürlich ist es erst einmal paradox, dass Einrichtungen, die unserer Gesundheit dienen, geschlossen werden, um ein Erkrankungs-Risiko zu senken. Laut einer groß angelegten Studie sind Studios allerdings keine besonderen „Hotspots“ – zumal bei strikter Einhaltung von Hygieneauflagen. Insofern plädieren wir für eine baldige Wiedereröffnung. Studios sind Teil der Lösung und nicht des Problems.

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Welche Rolle wird digital vernetztes Training in Zukunft bei Milon spielen?

Musik-Streaming statt Schallplatte, Navi-Systeme statt Faltpläne – die Digitalisierung ist heute in allen Bereichen allgegenwärtig. Auch das Training ist längst schon digital und wird es noch viel mehr werden. Milon ist in diesem Bereich zugleich Pionier und Trendsetter mit Wurzeln hier in der Region.

Sie haben angekündigt, auch im neuen Jahr 2021 einen Wachstums- und Investitionskurs weiterzuführen. Was genau haben Sie vor?

Wolf Harwath: Wir prognostizieren nach der langen Phase von Bewegungseinschränkungen ein erhöhtes Interesse an gesundheitsorientiertem Training. Das ist mit ein Grund, warum wir uns aktuell in vielen Unternehmensbereichen neu ausrichten. Wir werden demnächst eine neue Generation unseres biometrischen Scanner-Tools Milonizer vorstellen und arbeiten an einer Weiterentwicklung der Q free Softwaresteuerung, mit der sich das Training auf der freien Fläche – also außerhalb unserer Zirkel – gut einbinden lässt. Außerdem wird in unserem Technologiezentrum in Augsburg gerade ein innovatives Seilzugkonzept entwickelt. Wir haben viel vor.

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Im März 2020 fand bei Milon in Emersacker eine Veranstaltung zur Feier des 50. Unternehmensjubiläum statt. Hier wurde auch ein Einblick in die Produktion gegeben.

50-jähriges Jubiläum bei milon
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