IG Metall Augsburg | KUKA AG

Midea-Angebot: „Die Eigenständigkeit von KUKA muss bewahrt werden“

Die IG Metall Augsburg äußert sich zum KUKA-Übernahmeangebot von Midea. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Gestern gab der chinesische Hausgerätekonzern Midea das bereits angekündigte Übernahmeangebot der KUKA AG ab. Dazu nimmt Michael Leppek, 1. Bevollmächtigter der Augsburger IG Metall und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der KUKA AG, Stellung. 

von Isabell Walter, Online-Redaktion

„Vorstand und Aufsichtsrat werden das Übernahmeangebot sorgfältig prüfen. Am Ende der Prüfung wird eine Stellungnahme an die Aktionäre stehen“, erklärte Michael Leppek, 1. Bevollmächtigter der Augsburger IG Metall und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der KUKA AG, zum Übernahmeangebot des chinesischen Hausgerätekonzerns MIDEA. Das chinesische Unternehmen hatte bereits im Mai Zugeständnisse für den Fall der Aktien-Übernahme angekündigt.

„Das Know-how muss geschützt werden“

„Es muss jetzt darum gehen, diese Zugeständnisse festzuschreiben, um sicherzustellen, dass die Arbeitsplätze langfristig abgesichert, die Eigenständigkeit von KUKA bewahrt und das Know-how geschützt werden“, betont Leppek. Der KUKA-Standort Augsburg soll also gesichert werden. Auch müssten Sorgen um die Datensicherheit ernstgenommen und entsprechende Vereinbarungen und Vorkehrungen getroffen werden, so Leppek.

Neue Aktionärsstruktur soll Beschäftigungsbedingungen nicht verändern

Im Rahmen der jetzt beginnenden Prüfungen rechnet die IG Metall Augsburg mit entsprechenden Garantien und Zusagen von Midea. Durch eine Verschiebung in der Aktionärsstruktur sollen sich die Beschäftigungsbedingungen oder Mitbestimmungsgrundsätze und -strukturen nicht verändern. „Das bleibt alles so wie es ist“, versichert Leppek zuversichtlich. Es müsse aber darum gehen, diese Punkte längerfristig abzusichern.

KUKA vertraut auf Weitsichtigkeit der Ankeraktionäre

Leppek betonte abschließend, dass außerdem zwei wichtige Vertreter der deutschen Industrie maßgeblich an der KUKA AG beteiligt sind. Konkret spricht Leppek von der Voith GmbH aus Heidenheim und der Friedhelm Loh Group aus Haiger. „Wir vertrauen auf die Weitsichtigkeit unserer Ankeraktionäre“, so Leppek.

Midea will 115 Euro pro KUKA-Aktie zahlen

Midea gab das Angebot gestern über seine Tochtergesellschaft MECCA International (BVI) Limited ab. Der Konzern will seine Beteiligung an KUKA auf über 30 Prozent erhöhen. Laut Augsburger Allgemeine, die sich auf die Deutsche Presse-Agentur beruft, will sich Midea auf Druck der Bundesregierung mit einem Maximum von 49 Prozent der Aktien zufriedengeben. Jedoch sei es rein rechtlich nicht möglich, eine solche Obergrenze festzulegen. Zusätzlich bestätigte Midea die Höhe des Angebots – 115 Euro pro KUKA-Aktie. Obwohl das deutlich mehr ist, als das Papier zuletzt an der Börse wert war, versichert Midea, das Angebot möglich zu machen. 

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„Vorstand und Aufsichtsrat werden das Übernahmeangebot sorgfältig prüfen. Am Ende der Prüfung wird eine Stellungnahme an die Aktionäre stehen“, erklärte Michael Leppek, 1. Bevollmächtigter der Augsburger IG Metall und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der KUKA AG, zum Übernahmeangebot des chinesischen Hausgerätekonzerns MIDEA. Das chinesische Unternehmen hatte bereits im Mai Zugeständnisse für den Fall der Aktien-Übernahme angekündigt.

„Das Know-how muss geschützt werden“

„Es muss jetzt darum gehen, diese Zugeständnisse festzuschreiben, um sicherzustellen, dass die Arbeitsplätze langfristig abgesichert, die Eigenständigkeit von KUKA bewahrt und das Know-how geschützt werden“, betont Leppek. Der KUKA-Standort Augsburg soll also gesichert werden. Auch müssten Sorgen um die Datensicherheit ernstgenommen und entsprechende Vereinbarungen und Vorkehrungen getroffen werden, so Leppek.

Neue Aktionärsstruktur soll Beschäftigungsbedingungen nicht verändern

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