KUKA AG

KUKA-Übernahme: Entscheidung fällt in vier Wochen

Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Der Hausgerätehersteller Midea hat inzwischen ein offizielles Übernahmeangebot für alle ausstehenden KUKA-Aktien abgegeben. Die Aktionäre haben nun bis zum 15. Juli Zeit, auf das Angebot einzugehen. Bis dahin entscheidet sich also, wie stark Midea künftig an KUKA beteiligt sein wird.

Über seine Tochtergesellschaft MECCA International (BVI) Limited hat Midea ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der KUKA AG unterbreitet. Damit bestätigt Midea die bereits bekannten Pläne. Der Konzern will seine Beteiligung an KUKA auf über 30 Prozent erhöhen. Laut Augsburger Allgemeine, die sich auf die Deutsche Presse-Agentur beruft, will sich Midea auf Druck der Bundesregierung mit einem Maximum von 49 Prozent der Aktien zufriedengeben. Rein rechtlich sei es jedoch nicht möglich, eine solche Obergrenze festzulegen. In den vergangenen Wochen war in der Politik mehrfach für eine europäische Lösung der Situation geworben worden.

Barangebot: 115 Euro pro KUKA-Aktie

Auch die Höhe des Angebots wird bestätigt: Midea bietet pro KUKA-Aktie 115 Euro. Das ist deutlich mehr, als das Papier zuletzt an der Börse wert war. Midea versichert, über ausreichend finanzielle Mittel zu verfügen, um das Angebot möglich zu machen. Die Finanzierung der Transaktion erfolgt über eine Kreditlinie.

Entscheidung fällt bis zum 15. Juli

Bereits am 6. Juni wurde die Transaktion von der Midea Hauptversammlung genehmigt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Veröffentlichung der Angebotsunterlage am 15. Juni 2016 gestattet. Damit beginnt heute, am 16. Juni 2016, die Annahmefrist des Übernahmeangebots. Diese läuft bis zum 15. Juli 2016, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main).

Das hat Midea mit dem Augsburger Roboter-Hersteller vor

Midea betonte erneut, KUKA stärken zu wollen. Paul Fang, Chairman und CEO von Midea, sagte: „Wir wollen das Wachstum von KUKA fördern und gemeinsam das große Wachstumspotenzial des chinesischen Marktes erschließen. Wir wollen unsere derzeitige Beteiligung auf über 30 Prozent erhöhen, um unsere bestehende Partnerschaft mit KUKA auszubauen und unsere Interessen besser aufeinander abzustimmen. Mit modernster Technologie aus Deutschland und der langjährigen Erfahrung und dem etablierten Netzwerk von Midea in China wird es uns gelingen, Wachstumschancen in verschiedenen chinesischen Branchen zu nutzen. Wir haben nicht die Absicht, einen Beherrschungsvertrag zu schließen oder das Unternehmen von der Börse zu nehmen.“ Bereits zuvor erklärte der chinesische Konzern seine Absicht, den Hauptsitz am Standort Augsburg sowie die Belegschaft im In- und Ausland erhalten zu wollen.

So reagiert KUKA auf das Angebot

Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG, erklärte: „Wir werden nun Verhandlungen mit Midea aufnehmen. Entscheidend wird es sein, dass wir am Ende eine verbindlichen Vertrag in der Hand halten, der die Interessen unseres Unternehmens, unserer Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter langfristig absichert.“

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Über seine Tochtergesellschaft MECCA International (BVI) Limited hat Midea ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der KUKA AG unterbreitet. Damit bestätigt Midea die bereits bekannten Pläne. Der Konzern will seine Beteiligung an KUKA auf über 30 Prozent erhöhen. Laut Augsburger Allgemeine, die sich auf die Deutsche Presse-Agentur beruft, will sich Midea auf Druck der Bundesregierung mit einem Maximum von 49 Prozent der Aktien zufriedengeben. Rein rechtlich sei es jedoch nicht möglich, eine solche Obergrenze festzulegen. In den vergangenen Wochen war in der Politik mehrfach für eine europäische Lösung der Situation geworben worden.

Barangebot: 115 Euro pro KUKA-Aktie

Auch die Höhe des Angebots wird bestätigt: Midea bietet pro KUKA-Aktie 115 Euro. Das ist deutlich mehr, als das Papier zuletzt an der Börse wert war. Midea versichert, über ausreichend finanzielle Mittel zu verfügen, um das Angebot möglich zu machen. Die Finanzierung der Transaktion erfolgt über eine Kreditlinie.

Entscheidung fällt bis zum 15. Juli

Bereits am 6. Juni wurde die Transaktion von der Midea Hauptversammlung genehmigt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Veröffentlichung der Angebotsunterlage am 15. Juni 2016 gestattet. Damit beginnt heute, am 16. Juni 2016, die Annahmefrist des Übernahmeangebots. Diese läuft bis zum 15. Juli 2016, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main).

Das hat Midea mit dem Augsburger Roboter-Hersteller vor

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So reagiert KUKA auf das Angebot

Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG, erklärte: „Wir werden nun Verhandlungen mit Midea aufnehmen. Entscheidend wird es sein, dass wir am Ende eine verbindlichen Vertrag in der Hand halten, der die Interessen unseres Unternehmens, unserer Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter langfristig absichert.“

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