Verstärkung aus China

Midea Vice President wird Aufsichtsrats-Vorsitzender von KUKA

Symbolbild. Foto: Rebecca Weingarten/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Nach dem Rücktritt mehrerer Mitglieder des Aufsichtsrats von KUKA gibt es nun weitere Veränderungen: Ein neuer Aufsichtsrats-Vorsitzender wurde bestellt, zwei weitere Mitglieder benannt.

Dr. Yanmin Gu (Andy Gu) übernimmt das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden der KUKA AG. Er ist als Vice President für die Midea Group tätig. Diese hält 94,55 Prozent der KUKA AG Aktien. Dr. Gu folgt in seiner neuen Position auf Bernd Minning. Dieser hatte sein Amt mit Wirkung vom 1. Februar 2017 niedergelegt. Dr. Hubert Lienhard, Dr. Friedhelm Loh und Prof. Dr. Dirk Abel waren zuvor ebenfalls von ihren Ämtern im KUKA-Aufsichtsrat zurückgetreten. Die Funktion des Aufsichtsrats-Vorsitzenden hatte übergangsweise Minnings bisheriger Stellvertreter, Michael Leppek, übernommen.

Bestellung bis zur Hauptversammlung nur befristet

Neben Dr. Gu wurde der Aufsichtsrat der KUKA AG auch um Min Liu (Francoise Liu) und Prof. Dr. Michèle Morner als Mitglieder ergänzt. Francoise Liu ist die Personalleiterin bei Midea. Prof. Dr. Michèle Morner ist Inhaberin des Lehrstuhls für Personal, Führung und Entscheidung im öffentlichen Sektor an der Deutschen Universität für Verwaltungs-Wissenschaften in Speyer. Die Bestellungen sind bis zur kommenden Hauptversammlung am 31. Mai 2017 befristet.

Pläne zur Übernahme wurden vergangenen Mai bekannt

Schon im Mai vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Midea Interesse am Augsburger Roboterhersteller hat. Midea bot KUKA-Aktionären 115 Euro pro Aktie – ein deutlicher Aufschlag gegenüber dem Börsen-Wert des Papiers. Im August 2016 wurde dann deutlich, dass Midea über 90 Prozent der KUKA-Anteile erwerben würde. Doch nicht nur Midea investierte in die Übernahme: Diese kostet auch KUKA rund 30 Millionen. Das Geld floss beispielsweise in Bankberatungen, Juristen und Aktien-Beratung für die Mitarbeiter. Letztere kostete den Konzern im ersten Halbjahr rund sieben Millionen Euro.

Midea will den chinesischen Markt für KUKA weiter öffnen

Midea hatte erklärt, die KUKA AG bei ihrem Wachstum unterstützen zu wollen. Dies gilt insbesondere für die Rolle des Unternehmens als führender deutscher Anbieter von Industrie 4.0-Lösungen. Auch den Ausbau der Marktpräsenz von KUKA in China will Midea fördern.

Hauptsitz in Augsburg soll bestehen bleiben

Zudem machte Midea deutlich, den Hauptsitz der Gesellschaft in Augsburg sichern zu wollen. Auch an der Stärke der Belegschaft in Deutschland und den ausländischen Standorten, an der Marke „KUKA" sowie an der weiteren Notierung der Aktien von KUKA in Deutschland soll sich nichts ändern. 

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Pläne zur Übernahme wurden vergangenen Mai bekannt

Schon im Mai vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Midea Interesse am Augsburger Roboterhersteller hat. Midea bot KUKA-Aktionären 115 Euro pro Aktie – ein deutlicher Aufschlag gegenüber dem Börsen-Wert des Papiers. Im August 2016 wurde dann deutlich, dass Midea über 90 Prozent der KUKA-Anteile erwerben würde. Doch nicht nur Midea investierte in die Übernahme: Diese kostet auch KUKA rund 30 Millionen. Das Geld floss beispielsweise in Bankberatungen, Juristen und Aktien-Beratung für die Mitarbeiter. Letztere kostete den Konzern im ersten Halbjahr rund sieben Millionen Euro.

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Hauptsitz in Augsburg soll bestehen bleiben

Zudem machte Midea deutlich, den Hauptsitz der Gesellschaft in Augsburg sichern zu wollen. Auch an der Stärke der Belegschaft in Deutschland und den ausländischen Standorten, an der Marke „KUKA" sowie an der weiteren Notierung der Aktien von KUKA in Deutschland soll sich nichts ändern. 

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