Wohnen in Augsburg

Messejubiläum: 30 Jahre Augsburger Immobilientage

Bernd Böhme (Immobilientage), Joachim Heinze (Bau im Lot) und Hans-Peter Rauch (HWK). Foto: Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Heute sind die Augsburger Immobilientage in ihre Jubiläums-Ausgabe gestartet. Im Fokus der Messe stand bei der Eröffnung das Thema „Wohnen in Augsburg“.

Rund 300 Aussteller wirken an der 30. Messe dieser Art in Augsburg mit. Ihren Anfang nahmen die Immobilientage mit etwa 20 Ausstellern im Mozartsaal des Kongress am Park. Heute füllt die Messe drei Hallen und zieht etwa 30.000 Besucher an. Veranstaltet wird die Ausstellung auch in diesem Jahr wieder von Bernd Böhme. Für die Partnermesse Bau im Lot ist Joachim Heinze zuständig. Noch bis zum 18. Februar stehen die Aussteller den Messebesuchern Rede und Antwort in allen Baufragen.

Stadt Augsburg will weitere Wohnbauflächen ausweisen

Gerade für einen starken Wirtschaftsstandort wie Augsburg sei das Thema Bau von großer Bedeutung, erklärte Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin der Stadt Augsburg im Rahmen der Eröffnung. Deshalb laufen einige Projekte, um die Stadt weiter zu stärken. „Dazu zählen beispielsweise der noch junge Innovationspark oder auch die Uniklinik, die derzeit entsteht. Aber auch im Wohnungsbau tut sich einiges: So werden einige bisherige Gewerbeflächen zu Wohnbauflächen umfunktioniert. Das geschieht etwa auf dem ehemaligen Zeuna Stärker-Gelände, oder auch im Dehner-Park in Kriegshaber. Dennoch müssen wir sehen, wo wir weitere Wohnbauflächen ausweisen können“, so Weber.

Die Immobilientage und Bauen im Lot 2018 in Augsburg

„Es muss das Ziel sein, ebendiesen benötigten Wohnraum zu schaffen“

Dem stimmte auch Staatssekretär Johannes Hintersberger zu. „Es kommt neuer Bedarf an Wohnflächen auf uns zu. Es ist ganz klar: Egal wie viele Mietpreis-Regelungen beschlossen werden, so wird kein einziger Quadratmeter Wohnfläche geschaffen. Es muss das Ziel sein, ebendiesen benötigten Wohnraum zu schaffen“, unterstrich Hintersberger. Dieser Bedarf gehe wiederum Hand in Hand mit den Mietpreisen, ist sich Markus Ferber, Mitglied des Europäischen Parlaments sicher: „Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Deshalb ist es wichtig, das Angebot entsprechend auszuweiten. Dabei sollen nicht nur grüne Flächen als Baugrund neu erschlossen werden, sondern es geht auch darum, bestehende Flächen nutzbar zu machen.“

HWK setzt auf Unterstützung der Politik

Luft nach oben gibt es laut Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben auch im Bereich Umwelt: „Deutschland ist noch lange nicht da, wo wir sein wollen, um die gesetzten Umweltziele zu erreichen. Wichtig ist hierbei aber auch die Unterstützung der Politik“, betonte Rauch. Als besonders kritisch sieht er die verschärften Regelungen für Bauschutt und Aushub. „Durch die immer strengeren Umweltauflagen können Bauschutt und Aushub in den seltensten Fällen wiederverwendet werden. Stattdessen wird der Schutt kostenintensiv per Lkw in ausländischen Deponien entsorgt. Wo bleibt da die Umwelt?“, appellierte Rauch abschließend an die Politik.

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