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Mehr Frauen in MINT: Forscherinnen-Camp setzt auf frühe Förderung
Berufsorientierung

Mehr Frauen in MINT: Forscherinnen-Camp setzt auf frühe Förderung

Das Forscherinnen-Camp  von SGL Carbon und THA soll junge Frauen für MINT-Berufe begeistern. Foto: Jasmin Müller
Das Forscherinnen-Camp von SGL Carbon und THA soll junge Frauen für MINT-Berufe begeistern. Foto: Jasmin Müller

Beim Forscherinnen-Camp in Meitingen erhalten junge Frauen praxisnahe Einblicke in technische Berufe. In Zusammenarbeit mit der THA bietet SGL Carbon den jungen Forscherinnen ein Formaten zur Berufsorientierung und zur Weiterentwicklung.

Frauen sind in MINT-Berufen noch immer eine Minderheit. Damit sich das ändert, haben die Technische Hochschule Augsburg (THA) und SGL Carbon ein Forscherinnen-Camp angeboten. In Meitingen im Landkreis Augsburg haben 15 junge Frauen eine Woche lang Berufe im MINT-Bereich kennengelernt und konnten praktische Erfahrungen machen. Die Teilnehmerinnen arbeiteten eigenständig an Projekten und testeten ihre Fähigkeiten. 

Praxisorientierung im Fokus 

Das Camp vermittelte konkrete Einblicke in industrielle und akademische Berufsbilder. Die Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit den Tätigkeiten von Industriemechanikerinnen und Zerspanungsmechanikerinnen. Auch Studiengänge wie Maschinenbau, Rettungsingenieurwesen sowie Umwelt- und Verfahrenstechnik standen im Mittelpunkt. Sie arbeiteten mit Technologien wie 3D-Druck, Carbonfasern sowie Textil- und Kunststoffrecycling. Dabei setzten sie eigene Ideen praktisch um und lernten Produktionsprozesse kennen. 

„Ich bin sehr zufrieden und glücklich in dem Camp. Wir durften viel machen und ausprobieren und auch das Programm ist gut. Es gab zwar immer wieder Pausen zwischen den Werkstücken, aber keine Langeweile“, erklärte die 16-jährige Victoria. 

Unternehmen und Hochschule als Partner 

GL Carbon und die THA haben das Forscherinnen-Camp zum zweiten Mal gemeinsam ausgerichtet. Beide Partner sehen darin eine Möglichkeit, frühzeitig Nachwuchs zu fördern. „Die großartigen Erfahrungen aus dem letztjährigen Camp haben uns eindrucksvoll gezeigt, wie viel Begeisterung und Talent in jungen Forscherinnen stecken. Ihre Neugier, Kreativität und Freude beim Entdecken unserer Technologien und beim Entwickeln eigener Ideen haben uns nachhaltig beeindruckt“, betont Alexander Miehling, Standortleiter von SGL Carbon in Meitingen. SGL Carbon sei es ein besonderes Anliegen, Neugier, Mut und Freude an Technik und Wissenschaft zu fördern.

Auch die Hochschule betont die Bedeutung der Förderung. „Wir setzen uns aus Überzeugung für eine gelungene Frauenförderung im MINT-Bereich ein. Für unsere Zukunft brauchen wir die Fähigkeiten starker Frauen in naturwissenschaftlichen Berufen“, so Prof. Dr. László Kovács von der Technischen Hochschule Augsburg. 

Beitrag zur regionalen Wirtschaft 

Das Forscherinnen-Camp ist Teil der Initiative Technik – Zukunft in Bayern. Diese wurde vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft ins Leben gerufen. Unterstützt wird das Programm von den Arbeitgeberverbänden bayme vbm sowie dem bayerischen Wirtschaftsministerium. 

Ziel ist es, Jugendliche frühzeitig mit Unternehmen und Hochschulen zu vernetzen. Das betont auch der Hauptgeschäftsführer von bayme vbm Bertram Brossardt: „Mit unseren Camps ermöglichen wir Jugendlichen praxisnahe Berufsorientierung und erste spannende Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten in der M+E-Industrie – direkt vor Ort, mit echten Vorbildern.“ Weiter betont Brossardt auch den damit einhergehenden Beitrag zur Arbeits-und Fachkräftesicherung in der Region. 

Mehrwert über die Praxis hinaus 

Neben technischen Inhalten standen auch soziale Kompetenzen im Fokus. Die Teilnehmerinnen arbeiteten im Team und präsentierten ihre Ergebnisse am Ende der Woche vor Vertretern aus Wirtschaft, Hochschule und Öffentlichkeit. „Unsere Camps fördern nicht nur Technikkompetenz, sondern auch Teamgeist, Selbstständigkeit und Kommunikationsstärke“, ergänzt Stefanie Piparo, Projektleitung der Initiative. „Und damit alle mitmachen können, ist die Teilnahme kostenfrei.“ 

Zum Abschluss zogen die Teilnehmerinnen eine persönliche Bilanz. „Ich hatte noch keine Ahnung, was in der Woche so auf mich zukommen wird. Das Unternehmen kannte ich vorher noch nicht und für mich war Carbon bisher ein Element im Periodensystem. Jetzt weiß ich, was Carbon ist und wie es hergestellt wird“, sagt die 16-jährige Tasneem abschließend.

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