Ernährung

Lohn-Plus für Bäckerhandwerk in Augsburg gefordert

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert höhere Löhne für Bäcker und Bäckerei-Verkäufer. In Augsburg sollen davon 1.250 Beschäftigte profitieren.

Ernährer in Krisenzeiten: In Augsburg sorgen rund 1.250 Beschäftigte in Bäckereien dafür, dass trotz Pandemie Brot und Brezeln nicht knapp werden. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin und fordert deshalb nun für Bäcker und Verkäufer nun höhere Löhne. Die Bäckerei-Beschäftigten in Augsburg sollen davon profitieren.

Systemrelevanter Job im Bäckerhandwerk

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„Wer im Bäckerhandwerk arbeitet, macht einen systemrelevanten Job. Der ist aber bislang unterdurchschnittlich bezahlt“, sagt Tim Lubecki, Geschäftsführer der NGG Schwaben. In der anstehenden Tarifrunde fordert die Gewerkschaft ein Lohn-Plus von 150 Euro im Monat für alle Berufsgruppen. Außerdem soll die vor allem weiblich geprägte Arbeit an Verkaufstheken aufgewertet werden. Die Verhandlungen beginnen am 24. Juni in München. Nach Angaben der Arbeitsagentur Bayern beschäftigt die Bäckerbranche im ganzen Freistaat knapp 57.000 Menschen. 

Branchentreue soll sich ebenfalls auszahlen

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„Bäckereien haben schon seit Jahren mit der Abwanderung von Fachkräften zu kämpfen. Besonders das Verkaufspersonal wechselt häufig in den Lebensmitteleinzelhandel. Denn Supermärkte zahlen für die gleiche Arbeit rund einen Euro mehr pro Stunde“, berichtet Lubecki. Höhere Löhne seien ein wichtiger Beitrag, um diesen Trend zu stoppen. Gelernte Bäckereifachverkäufer würden mit dem geforderten Plus künftig 14,05 Euro statt bisher 13,18 Euro pro Stunde bekommen. Außerdem soll sich die Branchentreue auszahlen: Die NGG fordert eine neue Lohngruppe für Beschäftigte, die seit mindestens fünf Jahren im Bäckerhandwerk arbeiten. Für Azubis soll es eine Übernahmegarantie geben. 

Erschwerte Arbeit durch Corona-Hygieneregeln

Mit Blick auf die Covid-19-Situation weist Gewerkschafter Lubecki auf zusätzliche Belastungen hin. „Maskenpflicht und Abstandsregeln erschweren besonders die Arbeit an der Theke. Neben dem Verkauf, dem Saubermachen und Semmeln-Schmieren müssen sich die Beschäftigten auch noch um die Einhaltung der Hygieneregeln kümmern. Dafür erwarten sie eine Anerkennung.“    

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