Auf dem Prüfstand

LEDVANCE könnte eine Sparte in Augsburg erhalten

Das LEDVANCE Werk in Augsburg. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
LEDVANCE hat sich mit der Gewerkschaft auf einen Sozialtarifvertrag für die Beschäftigten des Augsburger Werks und Logistikzentrums geeinigt. Außerdem wird wohl ein Bereich am Standort erhalten bleiben.

LEDVANCE sagt zu, den Maschinenbau über 2019 hinaus fortzuführen. Etwas mehr als die Hälfte der Sparte wird allerdings zum 31. Dezember 2019 geschlossen. Der verbleibende Teil wird auslastungsabhängig mindestens um zweieinhalb Jahre bis zum 30. September 2020 fortgeführt. Damit werden dort 50 Mitarbeiter weiter beschäftigt. Das Unternehmen sagt ebenfalls zu, eine Fortführung über 2020 hinaus zu prüfen. Damit könnte zumindest eine Sparte am Standort erhalten bleiben.

Geschäfte für den Maschinenbau werden angekurbelt

Das Unternehmen teilte unserer Redaktion zudem mit, ein Vermarktungskonzept entwickeln zu wollen, um zusätzliches Geschäft im Bereich Maschinenbau anzusiedeln. Dies soll in den kommenden Monaten entstehen. „Wir sind mit unserer Maschinenbaukompetenz gerade im Bereich System-Lieferant einer der kompetentesten Anbieter in Bayern und für Kooperationen mit anderen Industriepartnern offen“, so Erol Kirilmaz, Geschäftsführer der LEDVANCE GmbH. 

Der Sozialplan: Altersteilzeit, Abfindungen, Ausbildung

Beide Seiten verständigten sich außerdem auf die Details der Abbaumaßnahmen und einen Sozialplan. „Ich freue mich, dass wir dank der konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten – Arbeitgeber, Arbeitnehmervertreter, Gewerkschaft, Politik und Eigentümer – diese Einigung erreicht haben“, sagte Kirilmaz.

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Folgende Eckpunkte wurden ausgearbeitet: Die Beschäftigten erhalten Abfindungen, Gewerkschaftsmitglieder sogar zusätzliche Abfindungsleistungen. Wichtiger Meilenstein: Alle bereits vereinbarten Altersteilzeitverträge werden durchgeführt beziehungsweise fortgeführt. Voraussetzung ist, dass sie noch in 2018 starten. Alle Auszubildenden können ihre Ausbildung bei LEDVANCE in Augsburg zudem beenden. Für das Logistikzentrum muss weiter eine Perspektive gesucht werden.

„Gute, wirtschaftlich vertretbare Lösung“

„Uns war es wichtig einen guten Sozialplan abzuschließen und für die Mitarbeiter in Altersteilzeit eine gute Lösung zu finden“, so Betriebsrat Andreas Jakob. „Besonders hier haben wir mit der aktuellen Unternehmensleitung eine gute, wirtschaftlich vertretbare Lösung gefunden.“ Michael Leppek, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg, sagt dazu: „Perspektive gibt es für den Maschinenbau. Für das Logistikzentrum geht die Suche nach Zukunft weiter.“

Positives Signal

Im April verkündete LEDVANCE noch das endgültige Aus für den kompletten Standort Augsburg. Das von Arbeitnehmerseite vorgelegte alternative Konzept biete „keine tragfähigen Ansatzpunkte für eine Abkehr von der geplanten Schließung“, hieß es damals. Da galt eine Schließung des Maschinenbaus 2019 noch als wahrscheinlich. Nun scheint das Unternehmen doch eine Zukunft in Augsburg zu sehen.

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