Inklusives Wohnen in Augsburg

Lebenshilfe Augsburg schafft Wohnraum in Göggingen

Der Wohnraum in Augsburg ist knapp. Besonders für Menschen mit Behinderung. Deswegen baut die Lebenshilfe Augsburg nun ein besonderes Wohnhaus mitten in der Stadt.

Der Spatenstich für ein Großbau-Projekt der Lebenshilfe Augsburg ist erfolgt. In diesem Sommer steht der Baubeginn eines Hauses für Menschen mit Behinderung bevor. In dem zweigeschossigen Haus in der Heinrich-Böll-Straße werden 24 erwachsene Menschen und Senioren mit Behinderungen verschiedenen Grades eine Heimat finden. „Wir schaffen eine Perspektive in jeder Lebenslage – bis ins hohe Alter“, erklärte der Vorsitzende der Lebenshilfe Augsburg, Rainer Weng. „Unser Ansatz ist: Wenn es irgendwie möglich ist, dann gehen wir den Weg gemeinsam – bis zu einem erfüllten Lebensende. Wir positionieren uns klar als Heimat für Menschen mit Unterstützungsbedarf und werden doch anders sein als die meisten anderen Wohnheime.“

Begegnungsstätte mit Stadtteilbewohnern ist angedacht

Alle Bereiche des neuen Hauses sind dabei barrierefrei geplant. Außerdem wird das Gebäude mit drei Wohngruppen einen großen zentralen Fahrstuhl haben. Die Hälfte der Zimmer wird rollstuhlgerecht sein. Zusätzlich gibt es zwei Verhinderungspflegezimmer. Diese haben den Schwerpunkt häusliche Entlastung und erfordern ständige Anwesenheit des Personals.

„Wir freuen uns über die gute Lage der zukünftigen Einrichtung. Unsere Bewohner leben inklusiv und mittendrin im Wohngebiet“, erläuterte der Leiter der Einrichtung, Florian Segieth.  Zum Aufbau eines guten nachbarschaftlichen Verhältnisses ist unter anderem die Schaffung eines inklusiven Mehrzweckraums angedacht, der als Begegnungsstätte mit den Stadtteilbewohnern dienen soll. Auch eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist gegeben.

Stefan Kiefer sieht noch große Lücken im Stadtgebiet

Die Vorstandschaft der Lebenshilfe Augsburg setzte gemeinsam mit Landrat und Bezirkstagspräsident Martin Sailer, Carolina Trautner, Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales den ersten Spatenstich für das Großprojekt.

Dabei waren außerdem Dr. Stefan Kiefer, Sozialreferent und dritter Bürgermeister der Stadt Augsburg, sowie Benedikt Lika, Stadtrat und Behindertenreferent von Augsburg. Martin Sailer betonte in seinem Grußwort, wie wichtig diese dezentrale Einrichtung sei, denn sie schaffe unter anderem auch dringend benötigte Plätze für Verhinderungspflege. 

Carolina Trautner bedankte sich bei den Verantwortlichen der Lebenshilfe hingegen für ihr Engagement im Wohnbereich. „Sie haben ein großes Stück auf dem Weg zu zeitgemäßen inklusiven Wohnformen geschafft. Bitte gehen Sie diesen Weg mutig weiter.“ Dr. Stefan Kiefer wies allerdings auf den Nachholbedarf für Wohnplätze von Menschen mit Behinderung in Augsburg hin. Im gesamten Stadtgebiet gebe es „große Lücken“, obwohl sich die Zahl der Plätze in den letzten fünf Jahren verdoppelt habe.

Förderung auch durch Freistaat Bayern und Aktion Mensch

Die Baumaßnahme wird laut Vorstand Weng mit 2,8 Millionen Euro vom bayerischen Bau- und vom bayerischen Sozialministerium bezuschusst: „Ohne die Förderung des Freistaats Bayern hätte dieses Projekt nicht umgesetzt werden können. Aber auch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt Augsburg und deren Unterstützung hat uns auf unserem Wege entscheidend vorangebracht.“ Ein weiterer Fördergeber ist unter anderem die Soziallotterie Aktion Mensch. Die gesamte Baumaßnahme wird sich bis Anfang 2021 erstrecken. Der Einzug ist für das gleiche Jahr geplant.

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Alle Bereiche des neuen Hauses sind dabei barrierefrei geplant. Außerdem wird das Gebäude mit drei Wohngruppen einen großen zentralen Fahrstuhl haben. Die Hälfte der Zimmer wird rollstuhlgerecht sein. Zusätzlich gibt es zwei Verhinderungspflegezimmer. Diese haben den Schwerpunkt häusliche Entlastung und erfordern ständige Anwesenheit des Personals.

„Wir freuen uns über die gute Lage der zukünftigen Einrichtung. Unsere Bewohner leben inklusiv und mittendrin im Wohngebiet“, erläuterte der Leiter der Einrichtung, Florian Segieth.  Zum Aufbau eines guten nachbarschaftlichen Verhältnisses ist unter anderem die Schaffung eines inklusiven Mehrzweckraums angedacht, der als Begegnungsstätte mit den Stadtteilbewohnern dienen soll. Auch eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist gegeben.

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Dabei waren außerdem Dr. Stefan Kiefer, Sozialreferent und dritter Bürgermeister der Stadt Augsburg, sowie Benedikt Lika, Stadtrat und Behindertenreferent von Augsburg. Martin Sailer betonte in seinem Grußwort, wie wichtig diese dezentrale Einrichtung sei, denn sie schaffe unter anderem auch dringend benötigte Plätze für Verhinderungspflege. 

Carolina Trautner bedankte sich bei den Verantwortlichen der Lebenshilfe hingegen für ihr Engagement im Wohnbereich. „Sie haben ein großes Stück auf dem Weg zu zeitgemäßen inklusiven Wohnformen geschafft. Bitte gehen Sie diesen Weg mutig weiter.“ Dr. Stefan Kiefer wies allerdings auf den Nachholbedarf für Wohnplätze von Menschen mit Behinderung in Augsburg hin. Im gesamten Stadtgebiet gebe es „große Lücken“, obwohl sich die Zahl der Plätze in den letzten fünf Jahren verdoppelt habe.

Förderung auch durch Freistaat Bayern und Aktion Mensch

Die Baumaßnahme wird laut Vorstand Weng mit 2,8 Millionen Euro vom bayerischen Bau- und vom bayerischen Sozialministerium bezuschusst: „Ohne die Förderung des Freistaats Bayern hätte dieses Projekt nicht umgesetzt werden können. Aber auch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt Augsburg und deren Unterstützung hat uns auf unserem Wege entscheidend vorangebracht.“ Ein weiterer Fördergeber ist unter anderem die Soziallotterie Aktion Mensch. Die gesamte Baumaßnahme wird sich bis Anfang 2021 erstrecken. Der Einzug ist für das gleiche Jahr geplant.

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