Corona-Virus

Landrat Sailer warnt vor Betrügern in der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie ist inzwischen Bestandteil in allen Lebensbereichen geworden. Trotzdem scheinen immer noch nicht alle Menschen den Ernst der Lage zu begreifen. Dies sagt Landrat Martin Sailer zur aktuellen Situation.

Auch im Landkreis Augsburg steigt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle täglich. Stand Samstagnachmittag seien im Landkreis bereits 68 Menschen mit COVID-19 infiziert gewesen.

Besorgniserregende Entwicklungen bei Corona-Hotline

Die Corona-Hotline des Landkreises stehe zwar für Fragen bereit, diene aber auf keinen Fall als Ärzte-Ersatz. In den letzten Tagen sollen sich Anrufe von besorgten Bürgern mit Krankheitssymptomen gehäuft haben. Diese wurden mit einem Verweis auf die Hotline von Hausärzten abgewiesen. „Wir können erkrankten Personen keinerlei medizinische Versorgung oder Beratung bieten“, betont Landrat Martin Sailer.

„Von Gesetzes wegen haben wir dazu keine Befugnis. Ich appelliere daher dringend an die niedergelassenen Ärzte, ihrer Behandlungspflicht nachzukommen. Es ist absolut inakzeptabel, dass sich einzelne Mediziner in diese Situation ihrer Verantwortung entziehen und erkrankte Menschen sich selbst überlassen. Wir alle befinden uns in einer Ausnahmesituation und jeder hat nun einen Teil im jeweiligen Verantwortungsbereich beizutragen. Allen medizinischen Berufsgruppen, die täglich unter diesen erschwerten Bedingungen arbeiten und helfen, sage ich herzlich Danke“, so Sailer weiter.

Notfallbetreuung für Kinder muss gewährleistet werden

Auch in Schulen, Kindertagesstätten und weiteren Betreuungseinrichtungen gebe es bezüglich der aktuellen Lage Verbesserungsbedarf. So müssen Mitarbeiter in diesen Tagen ihrer Aufgabe nachkommen und die sogenannte Notfallbetreuung für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen sicherstellen. Hier sei absolute Priorität, dass Kinder möglichst geschützt vor Ansteckungen betreut werden. Daher sei eine Zusammenlegung von Gruppen oder gar ganzer Einrichtungen sowie ständiger Wechsel des Betreuungspersonals an dieser Stelle absolut kontraproduktiv und müsse unbedingt unterlassen werden, so Landrat Sailer.

„Es geht hier nicht um einen möglichst sparsamen Umgang mit personellen Ressourcen, sondern um das Unterbrechen von Infektionsketten.“ Die Fachstelle für Kindertagespflege des Landratsamtes werde hier nun strenger darauf achten, dass diese Regelung eingehalten wird.

Begleiterscheinung der Corona-Krise: Trickbetrüger

Kriminelle machen sich die aktuelle Krisensituation zunutze. So warnt das Landratsamt vor Trickbetrügern. Aktuell haben sich, laut Polizeibericht, Unbekannte an Haustüren fälschlicherweise als Mitarbeiter der Staatlichen Gesundheitsämter, der Rettungsdienste oder der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) ausgegeben. Diese versuchen sich unter dem Vorwand von Corona-Testergebnissen oder anstehenden Testterminen Zutritt in die Wohnungen zu verschaffen.

Landrat Martin Sailer versichert: „Die Mitarbeiter des Staatlichen Gesundheitsamtes im Landratsamt Augsburg werden niemals unangekündigt vor Ihrer Tür stehen.“

An folgenden Merkmalen sind Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zu erkennen:

  • Das Team kommt in der Regel in einem Krankenwagen, der eindeutig gekennzeichnet ist.

    Der Abstrich erfolgt in diesem Krankenwagen, außer bei bettlägerigen Personen.

  • Der Fahrer des Krankenwagens trägt eine Warnweste des Landkreises mit entsprechender Beschriftung.
  • Der Abstreicher trägt einen Schutzanzug und eine Maske.
  • Betroffene erhalten ein Merkblatt mit wichtigen Informationen.

Zusätzlich gibt es auch Abstreichteams der KVB. Auch diese sind klar erkennbar, unterscheiden sich allerdings optisch von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes. In keinem Fall wird allerdings eine Bargeldzahlung gefordert.

Der Landrat rät allen Bürgern: „Sollten Sie nicht auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um seriöse Mitarbeiter von KVB oder Gesundheitsamt handelt, fordern Sie in jedem Fall eine Identifizierung.“

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„Von Gesetzes wegen haben wir dazu keine Befugnis. Ich appelliere daher dringend an die niedergelassenen Ärzte, ihrer Behandlungspflicht nachzukommen. Es ist absolut inakzeptabel, dass sich einzelne Mediziner in diese Situation ihrer Verantwortung entziehen und erkrankte Menschen sich selbst überlassen. Wir alle befinden uns in einer Ausnahmesituation und jeder hat nun einen Teil im jeweiligen Verantwortungsbereich beizutragen. Allen medizinischen Berufsgruppen, die täglich unter diesen erschwerten Bedingungen arbeiten und helfen, sage ich herzlich Danke“, so Sailer weiter.

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An folgenden Merkmalen sind Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zu erkennen:

  • Das Team kommt in der Regel in einem Krankenwagen, der eindeutig gekennzeichnet ist.

    Der Abstrich erfolgt in diesem Krankenwagen, außer bei bettlägerigen Personen.

  • Der Fahrer des Krankenwagens trägt eine Warnweste des Landkreises mit entsprechender Beschriftung.
  • Der Abstreicher trägt einen Schutzanzug und eine Maske.
  • Betroffene erhalten ein Merkblatt mit wichtigen Informationen.

Zusätzlich gibt es auch Abstreichteams der KVB. Auch diese sind klar erkennbar, unterscheiden sich allerdings optisch von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes. In keinem Fall wird allerdings eine Bargeldzahlung gefordert.

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