Nach Schwierigkeiten im Projekt

Landkreis Cham und M-net beenden Zusammenarbeit

Auch in Augsburg ist M-net stark verankert. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Noch im Januar hieß es, dass M-net den Breitbandausbau im Landkreis Cham trotz der Schwierigkeiten fortsetzen würde. Nun haben sich die beiden Parteien darauf geeindet, das Ausbau-Vorhaben aus dem Jahr 2017 in beiderseitigem Einvernehmen zu beenden.

Nachdem der Glasfaserausbau im Landkreis Cham ins Stocken geraten war, wurde viel spekuliert, welchen Schaden der Telekommunikationsanbieter M-net davon nehmen könnte. Nun gaben die beiden Parteien bekannt, dass sie die Zusammenarbeit beenden. Über die Höhe der Abstandszahlung wurde zwischen den ehemaligen Projektpartnern Stillschweigen vereinbart. Der Kreistag des Landkreises Cham hat der Vereinbarung am heutigen Dienstag, 12. März, zugestimmt, seitens M-net steht die Vereinbarung noch unter dem Vorbehalt einer Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung.

Projekt war für M-net wirtschaftlich nicht umsetzbar

Anfang 2017 hatte der Telekommunikationsanbieter mit Sitz in München den Zuschlag für den Breitbandausbau im Landkreis Cham erhalten. Rund 6.500 bislang unterversorgte Haushalte und Gewerbebetriebe sollten durch ein neues Glasfasernetz erschlossen und künftig mit Internetgeschwindigkeiten von mindestens 50 bis hin zu maximal 300 Megabit pro Sekunde versorgt werden. Im Projektverlauf zeigte sich, dass das Ausbauprojekt für M-net wirtschaftlich nicht umsetzbar ist. Der Landkreis Cham betrachte deshalb die nun geschlossene Vereinbarung zur Beendigung der Zusammenarbeit als einzig zielführendes Vorgehen, heißt es von M-net.

Cham verfolgt neuen Ausbau-Ansatz

Auch nach dem Rückzug von M-net hält der Landkreis Cham am festgesetzten Ziel einer Erschließung der Region mit einer zukunftsfähigen Glasfaser-Infrastruktur fest. Gemeinsam mit den Gemeinden will der Landkreis Cham daher zeitnah Strategien zur Umsetzung des Glasfaser-Ausbaues entwickeln. Landrat Franz Löffler: „Auch die Menschen im ländlichen Raum haben Anspruch auf schnelles Internet. Zusammen mit den Bürgermeistern setze ich mich dafür mit voller Kraft ein. Ein Rechtsstreit mit M-net hätte das Verfahren nur in die Länge gezogen, ohne etwas für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen“, äußert sich Landrat Franz Löffler zu dem Vorgehen.

M-net rechnet mit guten Jahresergebnissen

Schlecht stehe es um M-net jedoch trotz des herausfordernden Projekts nicht, hieß es vonseiten des Telekommunikationsanbieters im Januar. „Ende 2017 lag die Zahl der aktiven Kundenanschlüsse von M-Net bei 447.000 – ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Umsatz verzeichnete das Unternehmen ebenfalls ein deutliches Wachstum um vier Prozent auf 244 Millionen Euro“, so Hannes Lindhuber, Leiter Unternehmenskommunikation.

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