Umweltkompetenz vor Ort

KUMAS und Stadtwerke Augsburg: Wasser damals, heute, morgen

Gruppenbild - Teilnehmer und Veranstalter vor dem historischen Wasserwerk. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFSLEBEN SCHWABEN
Für viele Augsburger ist das Thema Wasser eine sensible Angelegenheit. Mit dem Wassermanagement bewirbt sich die Stadt aktuell um das Siegel UNESCO-Welterbe. Zu den Nachhaltigkeits-Wochen erklärten Stadtwerke und KUMAS am historische Wasserwerk, wie und wo Wasser die Stadt prägt.

Bei der ausgebuchten Veranstaltung am historischen Wasserwerk beim Hochablass kamen rund 40 Interessenten zusammen, die sich über die Geschichte des Wassers in Augsburg informierten. Es war mit unter die erste Veranstaltung der Nachhaltigkeits-Wochen 2018, wie KUMAS Geschäftsführer Thomas Nieborowsky in seiner Einleitung erklärte. Geladen hatte das Umweltnetzwerk mit VDI, VDE Südbayern und den Stadtwerken Augsburg (swa).

Augsburger identifizieren sich mit dem Wasser

Alfred Müllner, Geschäftsführer Stadtwerke Augsburg, fiel am Donnerstagabend die Aufgabe zu, zu erläutern  „wie wir heute eine Region rund um eine Großstadt mit Trinkwasser versorgen“. Dabei betonte er: „Es muss sich keiner sorgen, es ist genug da.“ Fast 70 Brunnen betreiben die Stadtwerke, aus den 20 mit den besten Werten wird Trinkwasser gefördert für 330.000 direkte Kunden. Verantwortlich für dies sind lediglich 32 Mitarbeiter. „Es ist uns und der Stadt gelungen, dass sich die Menschen mit dem guten Wasser identifizieren“, sagte Müllner stolz.

Wasserwerk beendet Massensterben

Wasser hat eine lange Tradition in Augsburg. Seit über 600 Jahren wird es in die Stadt gedrückt. 1412 mit Kolbenpumpen, dann lösten Druckwindkessel die historischen Wassertürme ab. 1879 ging das Wasserwerk am Hochablass in Betrieb. Mit diesem wurde erstmals hygienisch einwandfreies Wasser für Augsburgs Bürger bereitgestellt. Dieses „beendete das Massensterben durch Typhus- und Cholera-Bakterien“ im Wasser, wie Dr. Franz Otillinger, Geschäftsführer swa Netze GmbH erklärte. Die Suche nach einer geeigneten Quelle für sauberes Wasser und anschließenden Umsetzung sind entscheidend für die Bewerbung zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Umweltkompetenz vor Ort: KUMAS im Wasserwerk

„Wasserschutz statt Wasserfabrik“

Dr. Otillinger hob weiter heraus: In all der Zeit wurde nie auf eine Wasseraufbereitung zurückgegriffen. „Wasserschutz statt Wasserfabrik“ laute die Devise in Augsburg. Das Stadtwerk besitzt zahlreiche Grundstücke, schließt Verträge mit Landwirten, um das Wasser vor Chemikalien und Nitraten zu schützen. Beim Blick in einen der Horizontalfilter-Brunnen wurde deutlich, wie klar das Wasser von der Erde gefiltert wird ohne künstliche Zusätze.

Unter dem Lech

Genutzt wird das Wasser auch zur Energiegewinnung. Am Hochablass sorgen mehrere Generatoren für regenerativ erzeugten Strom. Als besonderes Highlight der Veranstaltung führte zum Abschluss swa Prokurist Anton Asam die Gruppe unter den Lech ins Herz des Hochablasses.

Wasser bleibt weiter ein wichtiges Thema für KUMAS in diesem Herbst. Die nächste Veranstaltung des Umweltnetzwerkes, die 14. Bayerischen Wassertage, finden bereits am 14. und 15. November 2018 im Bayerischen Landesamt für Umwelt in Augsburg statt. 

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Bei der ausgebuchten Veranstaltung am historischen Wasserwerk beim Hochablass kamen rund 40 Interessenten zusammen, die sich über die Geschichte des Wassers in Augsburg informierten. Es war mit unter die erste Veranstaltung der Nachhaltigkeits-Wochen 2018, wie KUMAS Geschäftsführer Thomas Nieborowsky in seiner Einleitung erklärte. Geladen hatte das Umweltnetzwerk mit VDI, VDE Südbayern und den Stadtwerken Augsburg (swa).

Augsburger identifizieren sich mit dem Wasser

Alfred Müllner, Geschäftsführer Stadtwerke Augsburg, fiel am Donnerstagabend die Aufgabe zu, zu erläutern  „wie wir heute eine Region rund um eine Großstadt mit Trinkwasser versorgen“. Dabei betonte er: „Es muss sich keiner sorgen, es ist genug da.“ Fast 70 Brunnen betreiben die Stadtwerke, aus den 20 mit den besten Werten wird Trinkwasser gefördert für 330.000 direkte Kunden. Verantwortlich für dies sind lediglich 32 Mitarbeiter. „Es ist uns und der Stadt gelungen, dass sich die Menschen mit dem guten Wasser identifizieren“, sagte Müllner stolz.

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Unter dem Lech

Genutzt wird das Wasser auch zur Energiegewinnung. Am Hochablass sorgen mehrere Generatoren für regenerativ erzeugten Strom. Als besonderes Highlight der Veranstaltung führte zum Abschluss swa Prokurist Anton Asam die Gruppe unter den Lech ins Herz des Hochablasses.

Wasser bleibt weiter ein wichtiges Thema für KUMAS in diesem Herbst. Die nächste Veranstaltung des Umweltnetzwerkes, die 14. Bayerischen Wassertage, finden bereits am 14. und 15. November 2018 im Bayerischen Landesamt für Umwelt in Augsburg statt. 

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