Kulturpark West

Kulturpark West: Nackte Tatsachen beim Stillen Protest

Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN

Über die Zukunft vom Kulturpark West wurde die letzten Wochen wild spekuliert. Da war die Zusage für die Zukunft auf dem Reese-Areal bereits erfolgt, da kam kurze Zeit später ganz überraschend die Absage. Das lassen sich die Künstler aus dem Kulturpark West nicht gefallen und versammelten sich hvergangenen Mittwoch auf dem Rathausplatz zu einem stillen Protest.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat dem Kulturpark West den Riegel vorgeschoben. 2017 müssen die dort ansässigen Künstler raus! Dabei hat der Kulturpark West in den letzten 11 Jahren dafür gesorgt, dass die Künstlerszene in Augsburg heute so ist, wie sie ist: vielfältig, abwechslungsreich, Kultur pur. Der Kulturpark West hat sich mittlerweile auch als Fokus der lokalen Szene- und Kreativwirtschaft wie auch als Partner der Wirtschaftsförderung und Impulsgeber für die Stadtentwicklung etabliert. Über 200 Bandmitglieder teilen sich die dortigen proberäume, rund 1.500 Künstler können ihrer Kreativität dort freien Lauf lassen. Doch der Vertrag soll Ende 2017 auslaufen, die Künstler müssen umziehen.

Freie Kunst…Gegen Gift

Ein Umzug wäre für die Künstler kein Problem. Doch wohin? Angedacht ist eine Verlagerung des Kulturparks West in das kontaminierte Augsburger Gaswerk. Dagegen wollen die Künstler mit allen Mitteln vorgehen. Der Augsburger Maler Siegfried Stiller beging stellvertretend für all seine Kollegen einen stillen Protest auf dem Augsburger Rathausplatz. Unter dem Motto: „Freie Kunst…Gegen Gift“ soll auf die heikle Situation des Kulturparks aufmerksam gemacht werden. Der Bauausschuss soll die Tage enstcheiden.

Projekt Gaskessel soll insgeheim die Kosten sprengen

„Momentan ist ein Umzug in den Gaskessel undenkbar. Es liegen bisher keine Konzepte vor, wie mit dem Thema Dekontaminierung und Schaffung von Künstlerquartieren umgegangen wird“, so Ingo Hinrichs, Marketingmanager vom Marketingclub augx. Dass der Kulturpark West als Areal für neue Luxusimmobilien herhalten soll, ist ihm egal, ihm gehe es rein um die Zukunft der Künstler. „Alle reden von Umbaukosten in Höhe von 20 Millionen Euro für die Dekontaminierung. Hinter vorgehaltener Hand wird jedoch von 300 Millionen Euro gesprochen, wie soll das verwirklicht werden? Die Stadt träumt von 10 Millionen Euro Verkaufserlös für das Reese-Areal, sieht aber nicht die eigentlichen Kosten für die Dekontaminierung und Umbaumaßnahmen“, so Hinrichs weiter.

Mit nackten Tatsachen für eine gewisse Zukunft

Dabei werden die Künstler in Augsburg dringend für die Fördergelder benötigt, eine Abschiebung in vergiftetes Gelände erscheint daher regelrecht lächerlich. Siegfried Stiller möchte endlich die Tatsachen auf dem Tisch liegen sehen. „Ich werde mir etwas Besonderes einfallen lassen, damit die Wahrheit über das vergiftete Gaswerk endlich ans Licht kommt“, kündigte er bereits vor einigen Tagen an. Gesagt, getan. Mit eindeutiger Körperaufschrift und nackten Tatsachen, zog er die erwünschte Aufmerksamkeit auf sich. Oberbürgermeister Gribl fand die Aktion weniger witzig. „Das ist doch Erregung öffentlichen Ärgernisses“, kommentierte er die Freie Kunst von Stiller. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass ein Beschluss gefasst wird, der für die Stadt wie auch vor allem für die Augsburger Künstlerszene akzeptabel ist. Ein Konzept zum Verlauf, Kosten und Vorstellungen der  Dekontaminierung und Baumaßnahmen des Gaskessels wären ein erster Schritt in die richtige Richtung. 

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Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN
Siegfried Stiller und sein Stiller Protest gegen den Umzug in den kontaminierten Gaskessel. Fotos: B4B SCHWABEN

Über die Zukunft vom Kulturpark West wurde die letzten Wochen wild spekuliert. Da war die Zusage für die Zukunft auf dem Reese-Areal bereits erfolgt, da kam kurze Zeit später ganz überraschend die Absage. Das lassen sich die Künstler aus dem Kulturpark West nicht gefallen und versammelten sich hvergangenen Mittwoch auf dem Rathausplatz zu einem stillen Protest.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat dem Kulturpark West den Riegel vorgeschoben. 2017 müssen die dort ansässigen Künstler raus! Dabei hat der Kulturpark West in den letzten 11 Jahren dafür gesorgt, dass die Künstlerszene in Augsburg heute so ist, wie sie ist: vielfältig, abwechslungsreich, Kultur pur. Der Kulturpark West hat sich mittlerweile auch als Fokus der lokalen Szene- und Kreativwirtschaft wie auch als Partner der Wirtschaftsförderung und Impulsgeber für die Stadtentwicklung etabliert. Über 200 Bandmitglieder teilen sich die dortigen proberäume, rund 1.500 Künstler können ihrer Kreativität dort freien Lauf lassen. Doch der Vertrag soll Ende 2017 auslaufen, die Künstler müssen umziehen.

Freie Kunst…Gegen Gift

Ein Umzug wäre für die Künstler kein Problem. Doch wohin? Angedacht ist eine Verlagerung des Kulturparks West in das kontaminierte Augsburger Gaswerk. Dagegen wollen die Künstler mit allen Mitteln vorgehen. Der Augsburger Maler Siegfried Stiller beging stellvertretend für all seine Kollegen einen stillen Protest auf dem Augsburger Rathausplatz. Unter dem Motto: „Freie Kunst…Gegen Gift“ soll auf die heikle Situation des Kulturparks aufmerksam gemacht werden. Der Bauausschuss soll die Tage enstcheiden.

Projekt Gaskessel soll insgeheim die Kosten sprengen

„Momentan ist ein Umzug in den Gaskessel undenkbar. Es liegen bisher keine Konzepte vor, wie mit dem Thema Dekontaminierung und Schaffung von Künstlerquartieren umgegangen wird“, so Ingo Hinrichs, Marketingmanager vom Marketingclub augx. Dass der Kulturpark West als Areal für neue Luxusimmobilien herhalten soll, ist ihm egal, ihm gehe es rein um die Zukunft der Künstler. „Alle reden von Umbaukosten in Höhe von 20 Millionen Euro für die Dekontaminierung. Hinter vorgehaltener Hand wird jedoch von 300 Millionen Euro gesprochen, wie soll das verwirklicht werden? Die Stadt träumt von 10 Millionen Euro Verkaufserlös für das Reese-Areal, sieht aber nicht die eigentlichen Kosten für die Dekontaminierung und Umbaumaßnahmen“, so Hinrichs weiter.

Mit nackten Tatsachen für eine gewisse Zukunft

Dabei werden die Künstler in Augsburg dringend für die Fördergelder benötigt, eine Abschiebung in vergiftetes Gelände erscheint daher regelrecht lächerlich. Siegfried Stiller möchte endlich die Tatsachen auf dem Tisch liegen sehen. „Ich werde mir etwas Besonderes einfallen lassen, damit die Wahrheit über das vergiftete Gaswerk endlich ans Licht kommt“, kündigte er bereits vor einigen Tagen an. Gesagt, getan. Mit eindeutiger Körperaufschrift und nackten Tatsachen, zog er die erwünschte Aufmerksamkeit auf sich. Oberbürgermeister Gribl fand die Aktion weniger witzig. „Das ist doch Erregung öffentlichen Ärgernisses“, kommentierte er die Freie Kunst von Stiller. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass ein Beschluss gefasst wird, der für die Stadt wie auch vor allem für die Augsburger Künstlerszene akzeptabel ist. Ein Konzept zum Verlauf, Kosten und Vorstellungen der  Dekontaminierung und Baumaßnahmen des Gaskessels wären ein erster Schritt in die richtige Richtung. 

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