100.000 Euro Subvention

Gaswerk: Stadt Augsburg einigt sich mit Kulturpark-Künstlern

Eingang zum Gaswerk-Areal. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Stadt Augsburg und die Vertreter des Kulturpark (Kupa) West haben die Verhandlungen abgeschlossen. Nun muss nur noch der Stadtrat zustimmen.

Seit rund einem Jahr verhandeln die Vertreter von Stadt Augsburg und Kulturpark West über eine dauerhafte Lösung auf dem Gaswerk-Gelände. Nun gibt es erste Ergebnisse: Rund 5.000 Quadratmeter Fläche wird den Verantwortlichen von Kupa zugesprochen und an die Künstler weitervermietet. Bis spätestens 2019 sollen die Kupa-Nutzer in mehreren Phasen auf das neue Kreativgelände „Gaswerk“ ziehen.

Keine Mietpreis-Garantie

Um die Mietpreise erschwinglich zu halten, subventioniert die Stadt das Areal mit jährlich 100.000 Euro. Daher wird bei den Hauptmietern darauf geachtet, die Parzellen an Augsburger Künstler zu vergeben. Diese haben vor Bewerbern aus dem Umland Vorrang. Die Kaltmiete soll sich auf 4,99 Euro pro Quadratmeter belaufen. Warm rechnen die Verantwortlichen mit rund 7 Euro. Eine Preisgarantie auf mehrere Jahre kann die Stadt jedoch nicht zusichern.  

Kantine bewirbt sich um Räumlichkeiten beim Gaswerk

Vom Umzug betroffen ist auch die Kantine. Der Musik-Club soll – so der Wunsch der Stadt – mit auf das Gaswerk-Areal wandern. Da es sich hierbei um einen wirtschaftlichen Betrieb handelt, läuft dazu eine Ausschreibung. Die Stadtwerke Augsburg als Vermieter der Fläche haben diese an eine Kanzlei übergeben. Bis 2019 wird der Club zusammen mit den Kulturpark-Künstlern zunächst noch auf dem Reese-Areal bleiben können. Dieses soll anschließend zu einem Wohngebiet entwickelt werden. „Der Wohndruck in dieser Stadt ist extrem hoch“, bestätigte Richard Goerlich, Pressesprecher der Stadt Augsburg.

Modular-Festival könnte ans Gaswerk kommen

Auf dem Gaswerk-Gelände sollen nicht nur Künstler und die Kantine ein neues Zuhause finden. Das Areal dient dem Theater als Interims Spielstätte. Weiter ist geplant, hier das Modular-Festival auszurichten. Ob dies schon 2018 möglich sein wird, ist noch fraglich. Die Chance stehen „50:50“ wie Richard Goerlich erklärte. Langfristig gesehen sei es jedoch das Ziel, die Veranstaltung hier anzusiedeln. Das Büro der Veranstalter soll ebenfalls beim Gaswerk Platz finden.

Arbeiten für das Theater starten in den kommenden Wochen

Als Eigentümer des Gaswerkgeländes haben sich die Stadtwerke in der Planungs-Phase intensiv beteiligt. „Wir sind froh, dieses Gelände 15 Jahre nach der endgültigen Stilllegung des Gaswerks aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Für dieses einmalige Industrie-Ensemble bietet sich eine kulturelle Nutzung geradezu an“, erklärt Stadtwerke Augsburg Geschäftsführer Alfred Müllner. „Nach Vorarbeiten im vergangenen Jahr gehen die Arbeiten in den kommenden Wochen für das Theater aber auch für erste Ateliers und Übungsräume richtig los. Wir wollen, dass hier vielfältiges kreatives Leben entsteht und sich das Gaswerk zu einem offenen und belebten Areal entwickelt.“

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