KUKA AG | Midea Group Co Ltd

KUKA-Übernahme: Roboterbauer fliegt aus MDAX

Ein KUKA-Roboter bei der Arbeit. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Es gab einen außerplanmäßigen Wechsel im MDAX und SDAX. Aufgrund der Übernahme des Augsburger Roboterbauers durch den chinesischen Investor Midea wurden die Aktien der KUKA AG aus dem MDAX genommen. Ein Nachfolger ist bereits gefunden.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Nachdem gestern das Ergebnis der KUKA-Übernahme durch Midea bekannt wurde, handelte auch die Deutsche Börse. Da mit 94,55 Prozent Anteil der Streubesitzanteil der KUKA AG unter zehn Prozent gefallen ist, wurde die Aktie aus dem MDAX genommen. Die Aktie der RATIONAL AG rückt dafür aus dem SDAX nach, welche dort durch die Chorus Clean Energy AG ersetzt wird. Diese Änderungen werden zum 11. August 2016 gültig.

Was ist der MDAX?

Der MDAX umfasst 50 Werte, die auf die Werte des DAX (Marktkapitalisierung des Streubesitzes, Börsenumsatz) folgen. Der MDAX spiegelt damit die Kursentwicklung von Aktien mittelgroßer deutscher oder überwiegend in Deutschland tätiger Unternehmen wider. Da sich nur noch 5,45 Prozent der KUKA-Aktien nicht in der Hand von Midea befinden, nahm die Deutsche Börse die KUKA AG von der Liste des MDAX.

Die KUKA-Übernahme im Rückblick

Schon nach der erste Annahmefrist hielt Midea rund 86 Prozent aller KUKA Aktien, nachdem täglich von neuen Verkäufen die Rede war – allen voran der bis dato größte Aktionär Voith. Dieser verkaufte seine Anteile für rund 1,2 Milliarden Euro. Auch Anteilseigner Friedhelm Loh folgte diesem Beispiel und liquidierte seine zehn Prozent von KUKA.

Bei den verschiedensten Gelegenheiten bekundete der KUKA-Vorstand, einen Verkauf zu empfehlen. CEO Till Reuter sprach sogar davon, die Hälfte seiner eigenen Aktien zum Kauf anbieten zu wollen.

Vergangene Woche lief nun die zweite Frist für die Aktionäre ab, die sich doch noch für eine Abgabe ihrer Anteile zu entscheiden konnten. Am Montag, 8. August, gab Midea nun das endgültige Ergebnis bekannt: 81,04 Prozent der KUKA-Anteile wurden an Midea verkauft. Inklusive der 13,51 Prozent, die Midea vor dem Übernahmeangebot hielt, besitzt der chinesische Investor nun 94,55 Prozent des ausgegebenen Grundkapitals und der bestehenden Stimmrechte von KUKA. Wie genau es nun weitergeht, wollen KUKA und Midea nach der Sommerpause im September besprechen.

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Nachdem gestern das Ergebnis der KUKA-Übernahme durch Midea bekannt wurde, handelte auch die Deutsche Börse. Da mit 94,55 Prozent Anteil der Streubesitzanteil der KUKA AG unter zehn Prozent gefallen ist, wurde die Aktie aus dem MDAX genommen. Die Aktie der RATIONAL AG rückt dafür aus dem SDAX nach, welche dort durch die Chorus Clean Energy AG ersetzt wird. Diese Änderungen werden zum 11. August 2016 gültig.

Was ist der MDAX?

Der MDAX umfasst 50 Werte, die auf die Werte des DAX (Marktkapitalisierung des Streubesitzes, Börsenumsatz) folgen. Der MDAX spiegelt damit die Kursentwicklung von Aktien mittelgroßer deutscher oder überwiegend in Deutschland tätiger Unternehmen wider. Da sich nur noch 5,45 Prozent der KUKA-Aktien nicht in der Hand von Midea befinden, nahm die Deutsche Börse die KUKA AG von der Liste des MDAX.

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Schon nach der erste Annahmefrist hielt Midea rund 86 Prozent aller KUKA Aktien, nachdem täglich von neuen Verkäufen die Rede war – allen voran der bis dato größte Aktionär Voith. Dieser verkaufte seine Anteile für rund 1,2 Milliarden Euro. Auch Anteilseigner Friedhelm Loh folgte diesem Beispiel und liquidierte seine zehn Prozent von KUKA.

Bei den verschiedensten Gelegenheiten bekundete der KUKA-Vorstand, einen Verkauf zu empfehlen. CEO Till Reuter sprach sogar davon, die Hälfte seiner eigenen Aktien zum Kauf anbieten zu wollen.

Vergangene Woche lief nun die zweite Frist für die Aktionäre ab, die sich doch noch für eine Abgabe ihrer Anteile zu entscheiden konnten. Am Montag, 8. August, gab Midea nun das endgültige Ergebnis bekannt: 81,04 Prozent der KUKA-Anteile wurden an Midea verkauft. Inklusive der 13,51 Prozent, die Midea vor dem Übernahmeangebot hielt, besitzt der chinesische Investor nun 94,55 Prozent des ausgegebenen Grundkapitals und der bestehenden Stimmrechte von KUKA. Wie genau es nun weitergeht, wollen KUKA und Midea nach der Sommerpause im September besprechen.

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