KUKA AG | Midea

Gabriel stimmt Übernahme zu: Chinesen dürfen KUKA kaufen

Sigmar Gabriel. Archivbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Keine Bedenken seitens des Bundeswirtschaftsministeriums: Sigmar Gabriel gibt der Übernahme von KUKA seinen Segen. Damit darf der deutsche Roboterhersteller an den chinesischen Elektrogerätehersteller Midea verkauft werden.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

„Nach intensiver Überprüfung der Übernahme der Aktienmehrheit an der KUKA AG durch den chinesischen Investor Midea hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entschieden, kein förmliches Prüfverfahren nach dem Außenwirtschaftsrecht zu eröffnen. Die Überprüfung hat keinen Anhaltspunkt dafür ergeben, dass durch die Übernahme die öffentliche Ordnung oder Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gefährdet wird“, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auf Nachfrage unserer Redaktion.

Keine „hinreichend schwere Gefährdung“

Diese Sorge bestünde nur, „wenn eine tatsächliche und hinreichend schwere Gefährdung vorläge, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt“. Im Fall der KUKA-Übernahme durch Midea sei dies nicht gegeben. Minister Gabriel betonte jedoch schon des Öfteren, „dass es darum geht, eine Diskussion darüber zu führen, wie die offenen Volkswirtschaften in Europa eigentlich mit unfairem Wettbewerb umgehen“, so das BMWi weiter. Diese Diskussion müsse weitergeführt werden, „und das werden wir tun“.   

Die Übernahme

Der Roboterhersteller KUKA weckte vor einiger Zeit Interesse beim chinesischen Konzern Midea. Dieser unterbreitete dem Augsburger Unternehmen ein Angebot, das vom Vorstand geprüft und empfohlen wurde. Anschließend konnten sich die Anteilseigner für oder gegen einen Verkauf ihrer Aktien entscheiden. Die größten Aktionäre – Voith und Friedhelm Loh – gaben darauf ihre Anteile ab. Diesem Beispiel entsprach auch KUKA CEO Till Reuter. Er kündigte an, die Hälfte seiner Aktien verkaufen zu wollen.

Midea hält rund 95 Prozent von KUKA

Insgesamt erwarb Midea 81,04 Prozent der KUKA Aktien durch das Übernahmeangebot. Für jede Aktie bot Midea 115 Euro. Die Kosten für die Übernahme belaufen sich auf rund 4,5 Milliarden Euro. Damit besitzt der chinesische Investor nun 94,55 Prozent des ausgegebenen Grundkapitals und der bestehenden Stimmrechte. Dies hat auch zur Folge, dass die KUKA AG aus dem MDAX genommen wurde.

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Sigmar Gabriel. Archivbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
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„Nach intensiver Überprüfung der Übernahme der Aktienmehrheit an der KUKA AG durch den chinesischen Investor Midea hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entschieden, kein förmliches Prüfverfahren nach dem Außenwirtschaftsrecht zu eröffnen. Die Überprüfung hat keinen Anhaltspunkt dafür ergeben, dass durch die Übernahme die öffentliche Ordnung oder Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gefährdet wird“, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auf Nachfrage unserer Redaktion.

Keine „hinreichend schwere Gefährdung“

Diese Sorge bestünde nur, „wenn eine tatsächliche und hinreichend schwere Gefährdung vorläge, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt“. Im Fall der KUKA-Übernahme durch Midea sei dies nicht gegeben. Minister Gabriel betonte jedoch schon des Öfteren, „dass es darum geht, eine Diskussion darüber zu führen, wie die offenen Volkswirtschaften in Europa eigentlich mit unfairem Wettbewerb umgehen“, so das BMWi weiter. Diese Diskussion müsse weitergeführt werden, „und das werden wir tun“.   

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Der Roboterhersteller KUKA weckte vor einiger Zeit Interesse beim chinesischen Konzern Midea. Dieser unterbreitete dem Augsburger Unternehmen ein Angebot, das vom Vorstand geprüft und empfohlen wurde. Anschließend konnten sich die Anteilseigner für oder gegen einen Verkauf ihrer Aktien entscheiden. Die größten Aktionäre – Voith und Friedhelm Loh – gaben darauf ihre Anteile ab. Diesem Beispiel entsprach auch KUKA CEO Till Reuter. Er kündigte an, die Hälfte seiner Aktien verkaufen zu wollen.

Midea hält rund 95 Prozent von KUKA

Insgesamt erwarb Midea 81,04 Prozent der KUKA Aktien durch das Übernahmeangebot. Für jede Aktie bot Midea 115 Euro. Die Kosten für die Übernahme belaufen sich auf rund 4,5 Milliarden Euro. Damit besitzt der chinesische Investor nun 94,55 Prozent des ausgegebenen Grundkapitals und der bestehenden Stimmrechte. Dies hat auch zur Folge, dass die KUKA AG aus dem MDAX genommen wurde.

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