Stadt Augsburg

KUKA-Übernahme: Jetzt äußert sich Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl

Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

KUKA-Chef Till Reuter äußerte sich gestern deutlich für die Zusammenarbeit mit Midea. Er selbst will sogar 50 Prozent seiner eigenen Aktien verkaufen. Jetzt meldete sich auch Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl zu Wort.

von Iris Zeilnhofer und Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

OB Gribl geht davon aus, dass die Übernahme des Roboterbauers durch Midea stattfinden wird. Bei vielen Kritikern sind die Ängste jedoch weiterhin groß, dass wichtige Technologien nach China „abwandern“. Auch die Unabhängigkeit des Augsburger Unternehmens sehen viele in Gefahr. „Zumindest kurz- und mittelfristig mache ich mir keine Sorgen um den Standort Augsburg und auch nicht um die Mitarbeiter“, erklärte OB Gribl. „Ob diese Befürchtungen berechtigt sind oder nicht: Die Stadt Augsburg kann die notwendigen Schritte dagegen nicht umsetzen.“ Gleichzeitig betonte der Oberbürgermeister, dass dieses für die Fuggerstadt so wichtige Thema an höchster Stelle eine entscheidende Rolle spiele.

Auch Merkel ist involviert

Gribl berief sich damit auf den Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Diese sprach bereits sowohl mit KUKA als auch mit den Aktionären. Auch während der letzten China-Reise der Kanzlerin Mitte Juni wurden zahlreiche Gespräche zur KUKA-Übernahme geführt.  Im letzten Jahr war Merkel sogar zu Gast im Augsburger Werk. Dabei machte sich die Bundeskanzlerin einen persönlichen Eindruck vom Augsburger Roboterhersteller.

Till Reuter stellt Rahmenbedingungen in München vor

Was genau der chinesische Konzern Midea bietet, stellte KUKA-CEO Till Reuter gestern Vormittag in München vor. Dabei machte er – wie schon auf der Jahreshauptversammlung – deutlich, dass er das Angebot befürwortet. Mit zehn Ja-Stimmen zu zwei Enthaltungen pflichtete ihm nun auch der Aufsichtsrat bei. Bis zum 15. Juli können Aktionäre nun ihre Aktien zu einem Stückpreis von 115 Euro verkaufen. Midea rechnet damit, die Übernahme bis zum 31. März 2017 abschließen zu können.

Das erhofft sich KUKA-CEO Till Reuter von der Übernahme

Bei der positiven Haltung des KUKA-Chefs Till Reuter zum Angebot von Midea spielt der chinesische Absatzmarkt eine wichtige Rolle. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete KUKA dort knapp eine halbe Milliarde Euro. Dies soll sich in den kommenden vier Jahren verdoppeln. Die Übernahme würde auch logistische Vorteile mit sich bringen: Mit rund 150 Logistik-Standorten ist Midea in Fernost gut aufgestellt.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Stadt Augsburg

KUKA-Übernahme: Jetzt äußert sich Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl

Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

KUKA-Chef Till Reuter äußerte sich gestern deutlich für die Zusammenarbeit mit Midea. Er selbst will sogar 50 Prozent seiner eigenen Aktien verkaufen. Jetzt meldete sich auch Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl zu Wort.

von Iris Zeilnhofer und Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

OB Gribl geht davon aus, dass die Übernahme des Roboterbauers durch Midea stattfinden wird. Bei vielen Kritikern sind die Ängste jedoch weiterhin groß, dass wichtige Technologien nach China „abwandern“. Auch die Unabhängigkeit des Augsburger Unternehmens sehen viele in Gefahr. „Zumindest kurz- und mittelfristig mache ich mir keine Sorgen um den Standort Augsburg und auch nicht um die Mitarbeiter“, erklärte OB Gribl. „Ob diese Befürchtungen berechtigt sind oder nicht: Die Stadt Augsburg kann die notwendigen Schritte dagegen nicht umsetzen.“ Gleichzeitig betonte der Oberbürgermeister, dass dieses für die Fuggerstadt so wichtige Thema an höchster Stelle eine entscheidende Rolle spiele.

Auch Merkel ist involviert

Gribl berief sich damit auf den Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Diese sprach bereits sowohl mit KUKA als auch mit den Aktionären. Auch während der letzten China-Reise der Kanzlerin Mitte Juni wurden zahlreiche Gespräche zur KUKA-Übernahme geführt.  Im letzten Jahr war Merkel sogar zu Gast im Augsburger Werk. Dabei machte sich die Bundeskanzlerin einen persönlichen Eindruck vom Augsburger Roboterhersteller.

Till Reuter stellt Rahmenbedingungen in München vor

Was genau der chinesische Konzern Midea bietet, stellte KUKA-CEO Till Reuter gestern Vormittag in München vor. Dabei machte er – wie schon auf der Jahreshauptversammlung – deutlich, dass er das Angebot befürwortet. Mit zehn Ja-Stimmen zu zwei Enthaltungen pflichtete ihm nun auch der Aufsichtsrat bei. Bis zum 15. Juli können Aktionäre nun ihre Aktien zu einem Stückpreis von 115 Euro verkaufen. Midea rechnet damit, die Übernahme bis zum 31. März 2017 abschließen zu können.

Das erhofft sich KUKA-CEO Till Reuter von der Übernahme

Bei der positiven Haltung des KUKA-Chefs Till Reuter zum Angebot von Midea spielt der chinesische Absatzmarkt eine wichtige Rolle. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete KUKA dort knapp eine halbe Milliarde Euro. Dies soll sich in den kommenden vier Jahren verdoppeln. Die Übernahme würde auch logistische Vorteile mit sich bringen: Mit rund 150 Logistik-Standorten ist Midea in Fernost gut aufgestellt.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben