Nach Verlusten 2017

KUKAs Pläne für Augsburger Anlagenbau gehen nach Osten

Bei KUKA. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Sparte Systems sorgte 2017 für Probleme beim Automatisierungs-Spezialisten. KUKA hält dennoch am Anlagenbau fest und will Teile nach Osteuropa outsourcen.

Im September vergangenen Jahres wurde bekannt, dass der Anlagenbau (KUKA Systems) sich nicht wie erwartet entwickelt. Als Grund nannte der Roboterbauer unter anderem Probleme bei einigen Projekten durch Zulieferer sowie Kapazitäts-Engpässe. Als Folge wurde das Management ausgetauscht. Auch 250 Stellen will KUKA in Augsburg sozialverträglich abbauen und die Mitarbeiter möglichst im Konzern unterbringen. An der Beschäftigtenzahl von 4.000 Mitarbeitern am Standort wird festgehalten.

„Alle Geschäftsbereiche müssen Geld verdienen“

„Wir glauben an Systems“, betont Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG, dabei. Der Anlagenbau sei hinsichtlich der weiteren Ausrichtung auf IoT (Internet of Things) entscheidend. Das Unternehmen habe auch neue Kunden gewinnen können, doch: „Alle Geschäftsbereiche müssen Geld verdienen“, so Reuter. Darum müsse KUKA an seiner Kostenstruktur arbeiten. Der Kostendruck aus Europa sei immens. Der Automatisierungs-Spezialist wolle handeln, bevor es zu spät ist.

Fokus auf margenträchtige Aufträge

Die Folge: Es werden nur noch Projekte angenommen, die sicher mit den vorhandenen Kapazitäten umzusetzen sind. Sowohl technisch wie finanziell. Der Fokus müsse auf margenträchtigen Aufträgen liegen, wie Finanzvorstand (CFO) Peter Mohnen erklärt. KUKA schloss 2017 mit einer EBIT-Marge von gerademal 4,3 Prozent ab. Diese stellt das Verhältnis vom Ergebnis vor Steuern und Zinsen zu Umsatzerlösen dar. 2018 liegt das Ziel für die Marge bei 5,5 Prozent.

KUKA strukturiert Kompetenzen um

Das soll auch durch Outsourcing geschehen. Es müsse überprüft werden, welche Bereiche extern vergeben und welche in das Unternehmen geholt werden. Kapazitäten nach Osteuropa zu verlagern, würde Kosten reduzieren und KUKA wettbewerbsfähig halten. Die Kompetenzen Planung und Projektentwicklung dagegen sollen verstärkt ins Unternehmen geholt werden. Hier sei KUKA aktuell nicht so stark besetzt, wie sich das Management dies für die Zukunft wünscht.

Neue Großaufträge für Anlagenbau

Positiv wirkt sich auf die Sparte Systems ein Auftrag über die Lieferung einer Batterieproduktions-Anlage aus. Hier sieht Dr. Till Reuter großes Marktpotenzial für die KUKA. Die bewährte Automobilbranche stärkt Systems ebenfalls weiter: Ein US-amerikanischer Automobilhersteller beauftragte KUKA mit der Konstruktion und Montage einer Fertigungsanlage für Karosserieteile. Das Auftragsvolumen liegt im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Produktionsstart ist 2019.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Nach Verlusten 2017

KUKAs Pläne für Augsburger Anlagenbau gehen nach Osten

Bei KUKA. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Sparte Systems sorgte 2017 für Probleme beim Automatisierungs-Spezialisten. KUKA hält dennoch am Anlagenbau fest und will Teile nach Osteuropa outsourcen.

Im September vergangenen Jahres wurde bekannt, dass der Anlagenbau (KUKA Systems) sich nicht wie erwartet entwickelt. Als Grund nannte der Roboterbauer unter anderem Probleme bei einigen Projekten durch Zulieferer sowie Kapazitäts-Engpässe. Als Folge wurde das Management ausgetauscht. Auch 250 Stellen will KUKA in Augsburg sozialverträglich abbauen und die Mitarbeiter möglichst im Konzern unterbringen. An der Beschäftigtenzahl von 4.000 Mitarbeitern am Standort wird festgehalten.

„Alle Geschäftsbereiche müssen Geld verdienen“

„Wir glauben an Systems“, betont Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG, dabei. Der Anlagenbau sei hinsichtlich der weiteren Ausrichtung auf IoT (Internet of Things) entscheidend. Das Unternehmen habe auch neue Kunden gewinnen können, doch: „Alle Geschäftsbereiche müssen Geld verdienen“, so Reuter. Darum müsse KUKA an seiner Kostenstruktur arbeiten. Der Kostendruck aus Europa sei immens. Der Automatisierungs-Spezialist wolle handeln, bevor es zu spät ist.

Fokus auf margenträchtige Aufträge

Die Folge: Es werden nur noch Projekte angenommen, die sicher mit den vorhandenen Kapazitäten umzusetzen sind. Sowohl technisch wie finanziell. Der Fokus müsse auf margenträchtigen Aufträgen liegen, wie Finanzvorstand (CFO) Peter Mohnen erklärt. KUKA schloss 2017 mit einer EBIT-Marge von gerademal 4,3 Prozent ab. Diese stellt das Verhältnis vom Ergebnis vor Steuern und Zinsen zu Umsatzerlösen dar. 2018 liegt das Ziel für die Marge bei 5,5 Prozent.

KUKA strukturiert Kompetenzen um

Das soll auch durch Outsourcing geschehen. Es müsse überprüft werden, welche Bereiche extern vergeben und welche in das Unternehmen geholt werden. Kapazitäten nach Osteuropa zu verlagern, würde Kosten reduzieren und KUKA wettbewerbsfähig halten. Die Kompetenzen Planung und Projektentwicklung dagegen sollen verstärkt ins Unternehmen geholt werden. Hier sei KUKA aktuell nicht so stark besetzt, wie sich das Management dies für die Zukunft wünscht.

Neue Großaufträge für Anlagenbau

Positiv wirkt sich auf die Sparte Systems ein Auftrag über die Lieferung einer Batterieproduktions-Anlage aus. Hier sieht Dr. Till Reuter großes Marktpotenzial für die KUKA. Die bewährte Automobilbranche stärkt Systems ebenfalls weiter: Ein US-amerikanischer Automobilhersteller beauftragte KUKA mit der Konstruktion und Montage einer Fertigungsanlage für Karosserieteile. Das Auftragsvolumen liegt im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Produktionsstart ist 2019.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben