Hauptversammlung

KUKA will Vorbild für deutsch-chinesische Zusammenarbeit sein

Dr. Andy Gu und Dr. Till Reuter. Foto Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Auch ein Jahr nach der Übernahme durch Midea bestimmt China die Themen des Automatisierungs-Spezialisten. Antworten fand CEO Dr. Till Reuter in der 120-jährigen Geschichte.

Schon der erste Satz des Vorstandsvorsitzenden machte deutlich, welche Frage das vergangene und die nächsten Jahre beherrschen wird: „Ist China Bedrohung oder Chance?“ Neben Big Data, Künstlicher Intelligenz und Automation am Arbeitsplatz, muss sich KUKA weiter mit der Skepsis gegenüber dem ausländischen Investor auseinandersetzen. Dies hängt auch mit den „dringlichsten Themen unserer Zeit“ zusammen: Globalisierung – Digitalisierung – Fortschritt.

„Roboter waren und sind erfolgreich“

Das Augsburger Unternehmen wird dieses Jahr 120 Jahre alt. „Wir sind von einem schwäbischen Mittelständler zu einem global Player geworden“, erklärte Reuter in seiner Ansprache. Der erste Roboter des Unternehmens kam in den 70er Jahren auf den Markt, der Famulus. Was als Flop von der Schweißanlagen-Sparte getrennt wurde, schrieb schließlich Geschichte. „Die Roboter waren und sind erfolgreich und prägen heute das Unternehmen.“ KUKA habe in der Vergangenheit „stets Mut zum Wandel und stets den Mut, völlig neue Wege einzuschlagen“ demonstriert. Das zeige nun auch der Schritt nach China.

Drei Stoßrichtungen mit Midea

„Wir können nicht nur ein Beispiel, wir können und wollen sogar ein Vorbild für eine deutsch-chinesische Zusammenarbeit sein“, machte es der Vorsitzende des Vorstandes deutlich. Investiert werde daher in „konzernübergreifende Projekte wie Digitalisierung, Industrie 4.0, Mobilität, General Industry und China“. Dr. Till Reuter rechnet damit, dass der Umsatzanteil von Asien mittelfristig bei rund 30 Prozent liegen wird. Drei Stoßrichtungen sollen die Zusammenarbeit mit Midea vorgeben: „Wir werden den für uns gut entwickelten Healthcare-Markt über einen Joint-VentureZusammenschluss zwischen Swisslog Healthcare und Midea angehen (...) Zweitens haben wir mit der Midea-Tochter (Annto) ein weiteres Joint-Venture im Logistik-Bereich gegründet (…) Drittens werden wir im Rahmen eines Robotic-Joint-Ventures am Midea Standort in Shunde einen Robotik-Park errichten.“ Der Spatenstich für den Shunde-Park erfolgte am 28. März 2018. „China ist schon heute der größte Markt für Industrieroboter – und der Markt wächst stetig weiter.“

Reuter: Globalisierung sichert Heimatstandort

Die globale Struktur sichere am Ende auch den Standort Augsburg. Dort gab es im vergangenen Jahr größere Probleme in der Sparte Systems (Anlagenbau). Es gelte nun, „die richtigen Maßnahmen zu treffen, um den Standort Augsburg zum Wohle der globalen KUKA zukunftssicher zu gestalten.“ Auf den Baustellen der Kunden laufe wieder alles nach Plan, neue Projekte konnten gewonnen werden. Die Neuausrichtung der KUKA Systems am Standort werde noch bis 2019 andauern. Reuter betonte dabei, dass Augsburg die Heimat der KUKA sei und bleibe. Das Unternehmen lege mit dem Standortkonzept 2025 zudem voll im Plan. Das Parkhaus wird im Juli eröffnet, der Bau der Produktionshalle startet noch diesen Monat. „Wir werden die KUKA Geschichte weiterschreiben.“

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Das Augsburger Unternehmen wird dieses Jahr 120 Jahre alt. „Wir sind von einem schwäbischen Mittelständler zu einem global Player geworden“, erklärte Reuter in seiner Ansprache. Der erste Roboter des Unternehmens kam in den 70er Jahren auf den Markt, der Famulus. Was als Flop von der Schweißanlagen-Sparte getrennt wurde, schrieb schließlich Geschichte. „Die Roboter waren und sind erfolgreich und prägen heute das Unternehmen.“ KUKA habe in der Vergangenheit „stets Mut zum Wandel und stets den Mut, völlig neue Wege einzuschlagen“ demonstriert. Das zeige nun auch der Schritt nach China.

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