Hauptversammlung

Diese Projekte sollen KUKAs Zukunft sichern

Die KUKA Hauptversammlung 2018 fand im Kongress im Park statt. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bei der diesjährigen Hauptversammlung gab Vorstandsvorsitzender Dr. Till Reuter den Aktionären einen Einblick in die Geschäfte der KUKA AG und wohin der Weg des Unternehmens führt.

Wie im vergangenen Jahr fand die Hauptversammlung erneut im Kongress am Park statt. Ein orangener Teppich führte die Aktionäre in die Haupthalle, in der sich der Vorstand später auch den Fragen der Teilnehmer stellte. Zunächst berichtete CEO Dr. Till Reuter jedoch vom abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017, den ersten Monaten 2018 und gab einen Ausblick auf laufende und geplante Projekte. In Zukunft will sich der Roboterbauer und Automatisierungs-Spezialist neu strukturieren.

„Der Roboter allein macht noch keine Anwendung innovativ“

„Wir starteten mit einer neuen Organisations-Struktur in das Geschäftsjahr 2018. Wir berichten künftig nach den neuen Segmenten Automotive, Industries und Consumer Goods & Logistics Automation“, erklärte Reuter den Anwesenden. Dieser Prozess wurde schon vor Jahren angestoßen und nun umgesetzt, „um KUKAs Zukunftsfähigkeit zu erhalten“. Denn: „Der Roboter allein macht noch keine Anwendung innovativ und keine Fabrik intelligent. Es ist das Zusammenspiel der Technologien.“

Reuter: KUKA ist im Midea-Konzern angekommen

Das geht am besten vor Ort. Neben dem 800 Mitarbeiter starken Entwickler-Team in Augsburg leitet KUKA mittlerweile Entwicklungs-Standorte in den USA, Finnland, Ungarn und China. Dort sei KUKA nach einem Jahr des Kennenlernens im Midea-Konzern angekommen. „China bietet uns Potential für Wachstum. Um das nutzen zu können, werden wir unsere Kapazitäten vor Ort enorm ausbauen“, kündigte Till Reuter an. Das Unternehmen investiert rund 400 Millionen Euro in einen neuen Roboter-Park.

„Roboter werden im Alltag selbstverständlich werden.“

Mit Entwicklungspartner Volkswagen stellte KUKA im vergangenen Jahr außerdem CarLa vor – einen Laderoboter für Elektroautos. Mit dem neuen LBR iisy erweitert KUKA die Mensch-Maschinen-Kooperation, mit dem Konzeptroboter i-do wagt sich das Unternehmen in den Consumer Markt. „Wir können Roboter entwickeln, die gemeinsam mit dem Menschen arbeiten. Wir können Verantwortung übernehmen für die Menschen, die mit unseren Innovationen arbeiten und wir können sie vorbereiten auf diesen sich verändernden Arbeitsmarkt“, so Reuter. „Roboter werden im Alltag selbstverständlich werden.“

Das heiße nicht, dass Roboter Menschen im Beruf ersetzen. „Roboter können nur bestimmte Tätigkeiten, aber keine Berufe ausüben“, sagte Reuter. „Es gibt Fähigkeiten, in denen die KI (Künstliche Intelligenz) oder die Robotik dem Menschen tatsächlich überlegen ist, und umgekehrt.“ Am Ende sei jedoch der Mensch der „Dirigent der Maschine“.

Robot Valley in Augsburg

Wichtiges Puzzleteil der Zukunftsstrategie ist und bleibt der Standort Augsburg. Das Unternehmen lege mit dem Standortkonzept 2025 voll im Plan. „Der Standort Augsburg wächst und bietet den idealen Anknüpfungspunkt für andere Technologie-Firmen. Wir wollen ein Robot Valley aufbauen, das Startups und andere Firmen motiviert, sich hier anzusiedeln. Augsburg bietet dafür schon die richtige Infrastruktur und Umgebung“, erklärte Dr. Till Reuter den Aktionären. Wie das Robot Valley aussehen könnte, werde im Herbst im Rahmen der Europäischen Roboterwoche gezeigt. Namhafte Robotik-Institute und Hersteller finden sich dazu im Innovationspark Augsburg zusammen.

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Das heiße nicht, dass Roboter Menschen im Beruf ersetzen. „Roboter können nur bestimmte Tätigkeiten, aber keine Berufe ausüben“, sagte Reuter. „Es gibt Fähigkeiten, in denen die KI (Künstliche Intelligenz) oder die Robotik dem Menschen tatsächlich überlegen ist, und umgekehrt.“ Am Ende sei jedoch der Mensch der „Dirigent der Maschine“.

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