ÖPNV

Kostenfreie City Zone in Augsburg: Das ändert sich 2020

Straßenbahnen von und Richtung Königsplatz. Foto: Archiv/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Kostenloser Nahverkehr in der Innenstadt – das wird es in Augsburg voraussichtlich ab 2020 geben. So sieht das Konzept aus.

Weniger Autos die einen Parkplatz suchen in der Innenstadt und bessere Luft. So lautet das Ziel des neuen ÖPNV Angebots in Augsburg. Die kostenlose City-Zone umfasst insgesamt acht Haltestellen, von Königsplatz und Moritzplatz jeweils eine Haltestelle weiter. Innerhalb dieser Zone soll die Nutzung von Bus und Tram ab 1. Januar 2020 kostenlos werden. Wer in die Zone aus- oder einfährt, für den zählt nur die letzte beziehungsweise erste Haltestelle in der City-Zone für die Kurzstrecke.

Diskutiert wird noch, ob die City-Zone zur Kongresshalle ausgeweitet wird. Konkret wird das Thema aber erst, wenn es dort ein Parkhaus gibt. Dann muss die Änderung ebenso einhellig im AVV beschlossen und geklärt werden, wer die Kosten durch die entstehenden Einnahmeausfälle übernimmt.

880.000 Euro jährlich

Ein kostenfreier ÖPNV steht schon länger in Augsburg zur Debatte. Auch das Konzept der City-Zone wurde vor geraumer Zeit bereits vorgestellt. Wohl auch als Reaktion auf die Kritik seitens der Bevölkerung nach der letzten Tarifreform 2018. Teils mussten doppelt so hohe Preise für die gleichen Strecken gezahlt werden. Nun haben sich die betroffenen Gesellschaften im Tarifverbund AVV wohl geeinigt und bringen die City-Zone auf den Weg. Für die City-Zone werden jährliche Kosten von rund 880.000 Euro einkalkuliert. Diese zahlt die Stadt über Landeszuschüsse an den AVV.

City-Zone als Maßnahme, nicht Lösung aller Mobilitätsprobleme

Noch vor dem Start regt sich aber auch für die City-Zone Kritik. Es heißt, diese würde Menschen eher motivieren, mit dem Auto an den Stadtrand zu fahren, statt komplett auf den ÖPNV umzusteigen. „Die City-Zone ist eine Maßnahme im Masterplan der Stadt Augsburg zur Luftreinhaltung. Es geht bei diesem bisher bundesweit einmaligen Pilotprojekt darum, den Parksuchverkehr in der Innenstadt zu reduzieren, aber auch Menschen in Bus und Tram zu bringen, die bisher ausschließlich Auto fahren. Das Thema Park&Ride-Plätze am Stadtrand auszubauen und die Autofahrer bereits dort auf Bus und Tram zu bringen, ist ein anderes und nicht Ziel der City-Zone. Dass diese nicht alle Mobilitätsprobleme in Augsburg lösen kann, dürfte klar sein. Aber sie kann ein wichtiger Beitrag für die Reduzierung des Parksuchverkehrs in der Innenstadt sein. Genau das wollen wir testen“, machen die Stadtwerke klar.

Änderungen zum 1. August

Weitere Maßnahmen starteten bereits am 1. August. So wird die Wochenkarte wieder eingeführt. Die Kurzstreckenzonen in einigen Stadtteilen werden soweit verlängert, dass die nächste Einkaufsmöglichkeit erreicht werden kann. Wenn ein Abo-Kunde in die benachbarte Zone gefahren ist, musste er bisher zwei Streifen stempeln.  Ab 1. August genügt ein Streifen.

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Weniger Autos die einen Parkplatz suchen in der Innenstadt und bessere Luft. So lautet das Ziel des neuen ÖPNV Angebots in Augsburg. Die kostenlose City-Zone umfasst insgesamt acht Haltestellen, von Königsplatz und Moritzplatz jeweils eine Haltestelle weiter. Innerhalb dieser Zone soll die Nutzung von Bus und Tram ab 1. Januar 2020 kostenlos werden. Wer in die Zone aus- oder einfährt, für den zählt nur die letzte beziehungsweise erste Haltestelle in der City-Zone für die Kurzstrecke.

Diskutiert wird noch, ob die City-Zone zur Kongresshalle ausgeweitet wird. Konkret wird das Thema aber erst, wenn es dort ein Parkhaus gibt. Dann muss die Änderung ebenso einhellig im AVV beschlossen und geklärt werden, wer die Kosten durch die entstehenden Einnahmeausfälle übernimmt.

880.000 Euro jährlich

Ein kostenfreier ÖPNV steht schon länger in Augsburg zur Debatte. Auch das Konzept der City-Zone wurde vor geraumer Zeit bereits vorgestellt. Wohl auch als Reaktion auf die Kritik seitens der Bevölkerung nach der letzten Tarifreform 2018. Teils mussten doppelt so hohe Preise für die gleichen Strecken gezahlt werden. Nun haben sich die betroffenen Gesellschaften im Tarifverbund AVV wohl geeinigt und bringen die City-Zone auf den Weg. Für die City-Zone werden jährliche Kosten von rund 880.000 Euro einkalkuliert. Diese zahlt die Stadt über Landeszuschüsse an den AVV.

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Noch vor dem Start regt sich aber auch für die City-Zone Kritik. Es heißt, diese würde Menschen eher motivieren, mit dem Auto an den Stadtrand zu fahren, statt komplett auf den ÖPNV umzusteigen. „Die City-Zone ist eine Maßnahme im Masterplan der Stadt Augsburg zur Luftreinhaltung. Es geht bei diesem bisher bundesweit einmaligen Pilotprojekt darum, den Parksuchverkehr in der Innenstadt zu reduzieren, aber auch Menschen in Bus und Tram zu bringen, die bisher ausschließlich Auto fahren. Das Thema Park&Ride-Plätze am Stadtrand auszubauen und die Autofahrer bereits dort auf Bus und Tram zu bringen, ist ein anderes und nicht Ziel der City-Zone. Dass diese nicht alle Mobilitätsprobleme in Augsburg lösen kann, dürfte klar sein. Aber sie kann ein wichtiger Beitrag für die Reduzierung des Parksuchverkehrs in der Innenstadt sein. Genau das wollen wir testen“, machen die Stadtwerke klar.

Änderungen zum 1. August

Weitere Maßnahmen starteten bereits am 1. August. So wird die Wochenkarte wieder eingeführt. Die Kurzstreckenzonen in einigen Stadtteilen werden soweit verlängert, dass die nächste Einkaufsmöglichkeit erreicht werden kann. Wenn ein Abo-Kunde in die benachbarte Zone gefahren ist, musste er bisher zwei Streifen stempeln.  Ab 1. August genügt ein Streifen.

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