Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg e.V.

Kolping stärkt Kinder und Jugendliche in Südafrika

Father Christian besuchte den Kindergarten Gundelfingen. Foto: Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg e.V.

Kolping-Nationalpräses Father Christian Frantz aus Südafrika war jetzt zu Gast in Augsburg. Seit über zehn Jahren ist das Kolpingwerk Augsburg im afrikanischen Land vertreten.

Bei einem Begegnungsabend am 12. März 2014 informierte der südafrikanische Kolping-Nationalpräses Father Chrisitan Frantz im Kolpinghaus in Augsburg über die Arbeit des katholischen Sozialverbandes am Kap. Seit mehr als zehn Jahren verbindet Kolping in der Diözese Augsburg eine Partnerschaft mit dem afrikanischen Land. Mit mehr als 72.000 Euro aus Spendenmitteln unterstützten die Kolpingmitglieder und –einrichtungen über die Augsburger Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger im Jahr 2013 die Projekte in Südafrika. Auch in Bayern setzt sich Kolping für Kinder und Jugendliche ein.

Kolping hilft Jugendlichen in Südafrika bei der Berufsorientierung

Begeistert erzählte der Priester aus dem Erzbistum Kapstadt vom Work-Opportunity-Programm (WOP). Grundlegend für die WOP-Kurse sei eine vierzehntägige Einheit zur Stärkung der Persönlichkeit und zum Aufbau von Sozialkompetenzen. In diesem Zeitraum erkunden die teilnehmenden Jugendlichen, wo ihre Stärken liegen und welchen Beruf sie ausüben wollen. Anschließend werden die Jugendlichen durch Kolping in Betriebe für ein Praktikum oder eine Ausbildung vermittelt. „Viele Erfolgsstorys könnten vom WOP erzählt werden“, sagte Father Christian. Er berichtete von seiner Schwester, die an einer solchen Bildungsmaßnahme teilgenommen hat. Sie war arbeitslos geworden und fand durch WOP zum Beruf der Krankenschwester. „Heute ist sie völlig verändert und glücklich, und sie kann von ihrem Gehalt leben“, resümierte Father Christian. 379 Jugendliche haben im vergangenen Jahr an 15 Kursen teilgenommen. Erfreulich ist auch, dass sich viele der Teilnehmer dem Kolpingwerk anschließen. Über 120 neue Mitglieder konnte der südafrikanische Verband so im vergangenen halben Jahr gewinnen. WOP wird durch das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger unterstützt. Ab dem kommenden Jahr werden keine Verwaltungskosten durch das Bundesministerium mehr getragen, sondern müssen von Kolping Südafrika selbst aufgebracht werden. Die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger prüft derzeit, wie sie mit Spendenerträgen helfen kann.

Neue Kindergärten dringend benötigt

Herzlich bedankte sich Father Christian bei den Spendern und Paten der Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger für die Unterstützung der beiden Kindergärten in Orange Farm und in Mosselbay. Das Kolpingwerk in Südafrika hat inzwischen die Unterstützung für einen weiteren Kindergarten übernommen. Dieser liegt im in Grabouw, einer sehr armen Gegend circa 60 Kilometer vom Stadtzentrum Kapstadts entfernt. Viele Eltern können sich dort die 60 Rand – umgerechnet circa 4 Euro – Schulgeld nicht leisten. 45 Kinder werden auf einem 251 Quadratmeter großen Grundstück betreut und unterrichtet. Neben einem Gebäude mit Küche und Toiletten dienen ein Holzhaus und ein umfunktionierter 40-Fuß-Container als Klassenräume. Ein Bauplan für einen Ersatzbau des Holzhauses liegt vor, doch leider fehlt noch die Finanzierung. Die Kinder erhalten im Kindergarten neben der Betreuung und dem Unterricht täglich eine warme Mahlzeit. Bereits im vergangenen Jahr hat die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger mit Spendenmitteln für mehrere Kinder das Schulgeld übernommen und ihnen so eine Aufnahme ermöglicht.

Jugendaustausch 2014/2015 geplant

Bei einer Begegnung mit dem Arbeitskreis International der Kolpingjugend in der Diözese Augsburg war die Planung eines Jugendaustausches Hauptthema. Im September 2014 sollen südafrikanische Jugendliche nach Deutschland kommen. Im Gegenzug wird dann 2015 eine deutsche Gruppe nach Südafrika reisen. „In Augsburg fühle ich mich zu Hause“, sagte Father Christian Frantz schon bei seiner Ankunft. Trotz des engen Zeitplans war er über die Ergebnisse sehr glücklich. Er reiste am 14. März zurück, damit er am Sonntag wieder bei seiner Pfarrgemeinde sein kann. 

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