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200. Kolping-Gedenktag: Im Rathaus schließt sich der Kreis Kolping-Bildungswerk
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Kolping-Bildungswerk in der Diözese Augsburg e. V.

200. Kolping-Gedenktag: Im Rathaus schließt sich der Kreis Kolping-Bildungswerk

 In der Moritzkirche wurde der 200. Kolping-Gedenktag feierlich begangen, Foto: Ulrike Reschke
In der Moritzkirche wurde der 200. Kolping-Gedenktag feierlich begangen, Foto: Ulrike Reschke

Anlässlich des 200. Geburtstags von Adolph Kolping fand in der Augsburger Moritzkirche und im Rathaus vergangene Woche die Kolping-Gedenkfeier statt. Hier hatte Adolph Kolping vor 161 Jahren im Kleinen Goldenen Saal seine große Idee vorgestellt, für die sich noch heute zahlreiche Menschen einsetzen.

Einen großen Geburtstag feierten das Kolpingwerk und das Kolping-Bildungswerk in der Diözese Augsburg vergangene Woche: Am 5. Dezember 2013 wäre Adolph Kolping 200 Jahre alt geworden. Zu diesem besonderen Anlass versammelten sich Sonja Tomaschek, Diözesan-Vorsitzende des Kolpingwerks, Gebhard Kaiser, Vorsitzender des Kolping-Bildungswerks, sowie zahlreiche Vertreter der Kolpingsfamilien, hauptamtliche Mitarbeiter sowie Vertreter aus Politik und Kirche. Nach der Messfeier in der Moritzkirche, die von Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger zelebriert wurde, ging die Veranstaltung in einen offiziellen Teil im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses über. Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Dr. Kurt Gribl, betonte die Bedeutung des Engagements Kolpings: „Wenn es Kolping und seine Einrichtungen nicht gäbe, würde ich heute und hier fordern, dass es gegründet wird.“

Im Augsburger Rathaus schließt sich der Kreis

Mit den offiziellen Feierlichkeiten im Augsburger Rathaus schloss sich der Kreis. Hier hatte Adolph Kolping im Jahr 1852 seine Idee der Gesellenvereine im Kleinen Goldenen Saal präsentiert. Mit Erfolg – 161 Jahre später setzen sich noch immer Menschen für diese Idee ein: prominente Kolping-Brüder und -Schwestern sowie Dr. Dr. Anton Losinger. Unter dem Titel „Kolping – eine Geschichte mit Zukunft“ fand im Rahmen des diesjährigen Kolping-Gedenktags ein „Talk zum Thema“ im Goldenen Saal statt. Katharina Kraus moderierte die Diskussion. Die Teilnehmer der Gesprächsrunde waren sich einig, dass das alte Modell Adolph Kolpings auf die heutige Zeit und deren soziale Anforderungen zugeschnitten werden müsse. Impulse zu den Themenbereichen Bildung und Gemeinschaft, Arbeit und Politik sowie Kirche und verband lieferte Historikerin Dr. Martina Steber, Mitglied der Kolpingsfamilie (KF) Schwabmünchen, und sorgte so für eine angeregte Unterhaltung.

Kolpingfamilien nehmen soziale Verantwortung wahr

Für die Trennung von Ehrenamt und Bildungsinstitution sprach sich Barbara Breher, Stellvertretende Bundesvorsitzende des Kolpingwerks und Bezirkstagsmitglied, aus. „Wenn man Bildung professionell anbieten will, muss man professionalisierte Angebote machen“, betonte sie. Das Kolping-Bildungswerk habe den Kolpingfamilien damit keinen primären Verantwortungsbereich genommen. Diese stünden weiterhin für Wertevermittlung und Herzensbildung. In diesem Zusammenhand forderte Weihbischof Dr. Dr. Losinger neue, fundamentale Elemente für eine immer zerbrechlicher werdende Gesellschaft zu definieren und zu integrieren.

Kolpingfamilie über Parteigrenzen hinweg

Bundestagsabgeordneter und Vorstandsmitglied der KF Kaufbeuren, Stefan Stracke, berichtete von einer engen Zusammenarbeit zwischen Kolping-Geschwistern im Bundestag – über Parteigrenzen hinweg. Der Fokus liege dabei stets auf den gemeinsamen Zielen und Wertvorstellungen. Weihbischof Dr. Dr. Losinger warf ein, dass das Kolpingwerk zwar an Einfluss verloren habe, sich die Arbeitswelt in den vergangenen 200 Jahren jedoch auch drastisch gewandelt habe. „Wir müssen neue Wege gehen, der Generationenvertrag funktioniert nicht mehr“, brachte Breher es am Beispiel der Rentenversicherung auf den Punkt.

Kolping-Schnitzel zum Kolping-Gedenktag

Beim anschließenden „Kolping-Schnitzel“ (Leberkäse) tauschten sich die Anwesenden weiter über Themen wie die Säkularisierung der Gesellschaft sowie die simultane Forderung nach einer Entweltlichung der Kirche aus.

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