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Keine Schwulen-Literatur mehr bei Weltbild
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Verlagsgruppe Weltbild GmbH

Keine Schwulen-Literatur mehr bei Weltbild

Die Zusammenarbeit zwischen dem kanadischen Verlag Icon Empire Press und der Unternehmensgruppe Weltbild ist Geschichte. Das Augsburger Medienhaus nimmt damit die Bücher von schwulen Autoren aus dem Sortiment. Gegen Erotik hat das Unternehmen allem Anschein nach aber nichts, wie ein Blick in das Verkaufsangebot verrät.

Erotik ja - schwule Literatur nein. Das Augsburger Medienhaus Weltbild arbeitet künftig nicht mehr mit dem kanadischen Verlag Icon Empire Press, der schwule Literatur vertreibt, zusammen, dies teilte der kanadische Verlag in einer Pressemeldung mit. Aber was sind die Gründe für die Trennung? Liegt es an der schwulen Literatur oder hat die Sache gar einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund? Laut Icon Empire Press habe sich Weltbild von der Schwulen Literatur getrennt, da diese nicht mit den traditionellen Werten der katholischen Kirche vereinbar sind und da Weltbild ein Unternehmen im Besitz der Kirche ist, könne man eine weitere Zusammenarbeit nicht vertreten. Auf Nachfrage unserer Redaktion bei Weltbild hieß es, dass sich das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht über die Gründe äußern möchte. Lediglich folgendes Statement hat uns hierzu erreicht: „Wir bedauern es, wenn durch unsere Auswahl ein falscher Eindruck entsteht. Wir bitten aber um Verständnis dafür, dass wir uns wie andere Buchhändler auch vorbehalten, einzelne Titel und Verlage aus unterschiedlichsten Gründen nicht zu führen.“

Schweigen ist Gold

Das sieht anscheinend auch Weltbild so. Weder zu den Gründen, noch zu den Aussagen des kanadischen Verlags gegenüber Spiegel Online, dass es sich hierbei um Heuchelei handelt, wollte Weltbild mit uns sprechen. Icon Empire Press werfe Weltbild deshalb Heuchelei vor, da der Verlag zwar schwule Themen veröffentliche, keinesfalls aber erotische. Ein Blick in das Online-Angebot von Weltbild verrät allerdings, dass solche erotischen Titel verkauft werden. Ein Beispiel hierfür wäre das Buch „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche.

Icon Empire Press ruft zur Unterstützung auf

Die Trennung von Weltbild vom kanadischen Verlag zieht weite Kreise. Auf der Internetseite des Verlags liest man: „Wir danken euch für eure Unterstützung. Wir verstehen nicht warum, die katholische Kirche (Weltbild) uns ausschließt, aber wir werden durch die freundlichen Worte unserer weltweiten Gemeinschaft ermutigt.“ Desweiteren bittet der Verlag um Unterstützung auf ihrer Facebook-Seite und ein Blick darauf zeigt, dass viele Anhänger und Unterstützer des Verlags die Entscheidung von Weltbild nicht nachvollziehen können.

Weltbild macht Schlagzeilen mit Erotik und Esoterik

Es ist nicht das erste Mal, dass Weltbild mit solchen Themen in die Schlagzeilen geraten ist. Im Herbst 2011 ging es um zahlreiche Erotik- und Esoterik Bücher. Damals wollte sich die Kirche sogar von Weltbild trennen, wir berichteten. Diese Idee wurde jedoch verworfen.

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