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Karstadt: Übernahme in trockenen Tüchern
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Karstadt Warenhaus GmbH | SIGNA Holding GmbH | ver.di

Karstadt: Übernahme in trockenen Tüchern

 Auch die Augsburger Karstadt-Filiale ist nun in Besitz von René Benkos Signa Holding. Foto: B4B SCHWABEN
Auch die Augsburger Karstadt-Filiale ist nun in Besitz von René Benkos Signa Holding. Foto: B4B SCHWABEN

Das kriselnde Warenhauskette Karstadt hofft weiter auf Investor René Benko. Jetzt hat auch das Bundeskartellamt der Übernahme von 88 Karstadt-Filialen bedingungslos zugestimmt. Derweil gibt es einen Wechsel im Management –Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz verlässt das Unternehmen.

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Seit mehr als zehn Jahren kriselt es nun schon bei der deutschen Warenhauskette Karstadt. Zuletzt wurden alle Hoffnungen auf den US-deutschen Investor Nicolas Berggruen gesetzt. Er sollte dem Traditionsgeschäft den Weg aus der Krise bereiten und zu schwarzen Zahlen verhelfe. Inzwischen hat sich Berggruen Holdings jedoch vollständig aus dem Unternehmen zurückgezogen und übergibt das Warenhaus vollständig an Signa Retail Holding, welches mittelbar von dem österreichischen Immobilienmakler René Benko geführt wird.

Karstadtmitarbeiter setzen auf Investor René Benko

Nach dem Einstieg des Investors Benko warten nicht nur die Karstadt-Mitarbeiter auf die angekündigte Aufsichtsratssitzung, die über die konkrete Zukunft der kriselnden Warenhauskette entscheiden wird. Erst dann wird sich zeigen, ob, inwieweit und wann mit Mitarbeiterentlassungen oder Filialschließungen zu rechnen ist. Ursprünglich war der Sitzungs-Termin bereits vergangene Woche angesetzt und musste dann allerdings doch verschoben werden: Die Signa Holding musste zunächst die Prüfung durch das Bundeskartellamt abwarten. Jetzt hat das Amt am 21. August 2014 grünes Licht gegeben: Der Übernahme von 88 Karstadt-Filialen durch die Signa Holding steht nichts mehr im Wege.

Bundeskartellamt segnet Karstadt-Übernahme durch Signa Holding ab

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Die Frage nach einer sogenannten „Deutschen Warenhaus AG“ stelle sich in diesem Verfahren nicht so Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts. „Letzten Endes wird hier ein Investor durch einen anderen ausgetauscht. An der Marktstellung der einzelnen Karstadt Warenhäuser ändert sich dadurch aus wettbewerblicher Sicht nichts.“ Aus diesen Gründen habe die Prüfung des Vorhabens nach nur wenigen Tagen abgeschlossen werden können.

Sanierungsmaßnahmen für Karstadt noch unklar

Wie die Sanierung der Karstadt-Kette genau aussehen wird, solle nach Angaben des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Stephan Fanderl in der geplanten Aufsichtsratssitzung entschieden werden. Sie solle „zügig und entschlossen“ angegangen werden, wie Fanderl vergangenen Dienstag betonte. Auch Wolfram Keil, Geschäftsführer der SIGNA Retail GmbH teilt mit, die Sanierungsstrategie schnellstmöglich in trockene Tücher zu bringen und umzusetzen. Allerdings wolle der Investor auch in nächster Zeit „keine Wasserstandsberichtung betreiben oder weitere mediale Ankündigungen durchführen“, wie es auf der Unternehmens-Webseite heißt. Die Signa Holding wolle sich innerhalb des Unternehmens „ausschließlich auf Sachthemen wie die Sanierung und Zukunftsfähigkeit“ des Warenhauses konzentrieren. Der neue Termin für die AR-Sitzung könne erst nach Freigabe der Übernahme durch das Bundeskartellamt und nach Neuwahl der Anteilseigner-Vertreter festgelegt werden. Bis dahin bleibt auch den Mitarbeitern von Karstadt nicht mehr, als abzuwarten.

Ver.di fordert umfangreiches Sanierungskonzept für Karstadt

Ein griffiges Sanierungskonzept ist auch das, was die Gewerkschaft ver.di von René Benko erwartet. Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied, fordert von Benko umgehend ein tragbares Zukunftskonzept. Außerdem verlangt Nutzenberger, dass Benko ausreichend in Karstadt investieren müsse. Fernet betont ver.di, dass auch das Hin und Her bei Managementkonzepten ein Ende finden müsse. Laut ver.di gehe es darum, die Standorte und die Arbeitsplätze zu sichern und die Innenstädte durch die Karstadt-Häuser attraktiv zu halten. Auch in der Augsburger Innenstadt ist eine Karstadt-Filiale angesiedelt.

Kai-Uwe Weitz scheidet aus Management bei Karstadt aus

Zudem teilte Karstadt kürzlich mit, dass Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz das Unternehmen verlässt. Wie auf der Unternehmenswebseite zu lesen ist, geschehe die Trennung in beiderseitigem Einvernehmen. Weitz war vor drei Jahren vom Wettbewerber Metro zu Karstadt gekommen. Sein Posten wird vorübergehend von Finanz-Chef und Karstadt-Geschäftsführer Miguel Müllenbach übernommen.

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