Interview

Kann es sich der AEV weiterhin leisten, ohne Publikum zu spielen?

Das Curt-Frenzel-Stadion, Spielstätte der Augsburger Panther. Foto: B4B WIRTSCHAFTSALEBEN SCHWABEN
Spiele ohne jubelnde Fans in vollen Stadien bestimmt den Alltag der Augsburger Panther seit Beginn der Corona-Pandemie. Doch genau diese Fans finanzieren zu einem großen Teil den Verein. Der geschäftsführende Gesellschafter des AEV, Lothar Sigl, erklärt im Interview, wie es jetzt um den Verein steht.

Die Penny DEL hat sich mit ihren Clubs zuletzt einer breit angelegten Initiative aus Experten, Wissenschaftlern, Kultur und Sport angeschlossen, die sich mit der Rückkehr von Zuschauern unter strengen Hygienekonzepten befasst. Finden die Playoffs 2021 dann vielleicht schon wieder mit Fans in den Hallen statt?

Lothar Sigl: Das sehe ich leider noch nicht. Alle Clubs der Penny DEL haben für die Saison 2020-21 ohne Zuschauer kalkuliert, das war richtig so. Dennoch war es wichtig, dieses Thema wieder in die Öffentlichkeit zu bringen. Wir spielen und überstehen nach einem großen Kraftakt aller Beteiligten diese Saison. Wir wissen natürlich, dass es ein Privileg war, diese Saison auch im zweiten Lockdown nicht unterbrechen zu müssen und unseren Beruf ausüben zu dürfen. So sind alle gut beraten, demütig zu bleiben.

Funktioniert das auch ein weiteres Mal?

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Wir können so nicht weitermachen. Eishockey lebt, finanziell wie atmosphärisch, von den Fans in den Hallen. Wir brauchen eine Perspektive und müssen wissen, wie wir die Saison 2021-21 – dann vielleicht mit 15 Clubs in der Penny DEL – planen können. Ähnlich wie schon vergangenes Jahr wird die Kalkulation für die nächste Saison eine große Herausforderung. Und wir werden hier wieder Vernunft walten lassen, um die Zukunft unseres Standortes nicht zu gefährden. Wir werden gewissenhaft arbeiten und am 24. Mai Lizenzunterlagen im Ligabüro einreichen, die auch unser 28. Jahr ohne Unterbruch im Oberhaus ermöglichen.

Wäre es bei aller wirtschaftlichen Weiterentwicklung nicht trotzdem die ideale Saison, Talente wie Moritz Borst, Niklas Länger oder Magnus Eisenmenger mehr zu integrieren?

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Die Wechsel von Magnus Eisenmenger nach Frankfurt und Niklas Länger nach Heilbronn waren auch Wünsche der Spieler, denen wir gerne nachgekommen sind. Simon Sezemsky zum Beispiel hat lange DEL2 gespielt und wurde erst mit 24 Jahren zum DEL-Spieler, und ein Niklas Länger ist jetzt 19. Das entscheidende bei dieser Diskussion ist der Spagat zwischen Förderung und Überforderung junger Spieler. Niklas hatte bislang noch nahezu keine Erfahrungen im Seniorenbereich, die DEL2 ist für ihn der ideale Ort, jetzt höherklassig mehr Eiszeit zu bekommen. Auch für Magnus persönlich ist es gut, mehr Eiszeit zu erhalten. Bei Moritz Borst ist es ähnlich. Er hat sich toll entwickelt, aber er kann nicht über Wochen die Nummer 2 in einem DEL-Team sein.

Die Neuzugänge sollen die Panther wettbewerbsfähiger machen. Muss das Saisonziel Playoffs dann mit den jüngsten Personalien nicht gar nach oben korrigiert werden?

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Nein, keinesfalls. Wir handeln vor allem, um unser Saisonziel nicht zu gefährden. Wir wollen Platz 4 im Süden verteidigen und in die Playoffs einziehen. In dieser Spielzeit unter die besten acht Mannschaften der Penny DEL zu kommen, das wäre wirklich eine tolle Leistung. Wir hätten dann drei Jahre in Serie die Endrunde erreicht. Dass wir das schaffen können, spricht für unsere Weiterentwicklung der letzten knapp zehn Jahre.

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Die Penny DEL hat sich mit ihren Clubs zuletzt einer breit angelegten Initiative aus Experten, Wissenschaftlern, Kultur und Sport angeschlossen, die sich mit der Rückkehr von Zuschauern unter strengen Hygienekonzepten befasst. Finden die Playoffs 2021 dann vielleicht schon wieder mit Fans in den Hallen statt?

Lothar Sigl: Das sehe ich leider noch nicht. Alle Clubs der Penny DEL haben für die Saison 2020-21 ohne Zuschauer kalkuliert, das war richtig so. Dennoch war es wichtig, dieses Thema wieder in die Öffentlichkeit zu bringen. Wir spielen und überstehen nach einem großen Kraftakt aller Beteiligten diese Saison. Wir wissen natürlich, dass es ein Privileg war, diese Saison auch im zweiten Lockdown nicht unterbrechen zu müssen und unseren Beruf ausüben zu dürfen. So sind alle gut beraten, demütig zu bleiben.

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Nein, keinesfalls. Wir handeln vor allem, um unser Saisonziel nicht zu gefährden. Wir wollen Platz 4 im Süden verteidigen und in die Playoffs einziehen. In dieser Spielzeit unter die besten acht Mannschaften der Penny DEL zu kommen, das wäre wirklich eine tolle Leistung. Wir hätten dann drei Jahre in Serie die Endrunde erreicht. Dass wir das schaffen können, spricht für unsere Weiterentwicklung der letzten knapp zehn Jahre.

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