Feier im Textil- und Industriemuseum

Jubiläums-Interview: KUMAS feiert 20-jähriges Bestehen

Der neue KUMAS-Vorstand feiert das 20-jährige Vereins-Jubiläum. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Thomas Nieborowsky, Geschäftsführer des KUMAS - Kompetenzzentrum Umwelt e. V. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Vor insgesamt 20 Jahren wurde der Förderverein KUMAS in Augsburg gegründet. Wir haben bei Thomas Nieborowsky, Geschäftsführer des Vereins, nachgefragt, welche großen Erfolge die Vereinsgeschichte zeichnen.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Für was steht der Name KUMAS?

Thomas Nieborowsky: KUMAS stand zur Zeit der Gründung für KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt Augsburg Schwaben e. V., seit dem Jahr 2008 für KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e. V. Damit wurde dem gesteigerten Bekanntheitsgrad des Umweltnetzwerks über die Grenzen Schwabens hinaus Rechnung getragen, wenngleich wir uns Augsburg und Bayerisch-Schwaben natürlich besonders verpflichtet fühlen.  

Wie hat sich der Verein seit seiner Gründung entwickelt?

KUMAS wurde im Februar 1998 mit acht Mitgliedern gegründet. Inzwischen umfasst der Förderverein rund 180 Mitglieder aus den Bereichen Politik und Verwaltung, Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Sie alle verfügen über hohe Umweltkompetenz und haben sich der Förderung des Umweltschutzes verschrieben.

KUMAS definiert sich als Schnittstelle im Netzwerk für wachsende Umweltkompetenz. Was genau sind die Aufgaben und Ziele?

Der Verein hatte ursprünglich die Aufgabe, ein Umweltkompetenzzentrum in Bayerisch-Schwaben zu entwickeln. Dies wurde in den Schwerpunkten Wissensvermittlung, also Förderung der Umweltkompetenz durch Fachkongresse und durch Vernetzungsformate wie die Umweltkompetenz vor Ort, erreicht.

KUMAS feiert 20-jähriges Jubiläum in Augsburg

Auf welche großen Erfolge blicken Sie in der Vereinsgeschichte zurück?

KUMAS kann mittelbar und unmittelbar auf viele Erfolge zurückblicken. Als Haupterfolg ist auf jeden Fall zu werten, dass durch KUMAS der Strukturwandel in Augsburg und Bayerisch-Schwaben aus dem Niedergang der Textilindustrie erfolgreich gestaltet werden konnte. Zahlreiche Neugründungen und die Einrichtung neuer Institute wie beispielsweise das Wissenschaftszentrum Umwelt an der Universität Augsburg, das Anwenderzentrum für Material- und Umweltforschung oder die Einrichtung neuer Studiengänge wie die Umwelttechnik an den Hochschulen Schwabens hängen eng mit der Arbeit des Kompetenzzentrums zusammen. Darüber hinaus hat KUMAS aktiv die Gründung und Entwicklung solch bedeutender Einrichtungen des eza!, des Umwelt-Technologischen Gründerzentrums UTG oder auch des bifa Umweltinstituts unterstützt. Wohl größter Erfolg ist die Etablierung bedeutender Fachkongresse im Bayerischen Landesamt für Umwelt mit jährlich rund 800 Fachteilnehmern aus ganz Deutschland.

Wie hat sich das Verständnis von Umweltbewusstsein in den letzten 20 Jahren verändert?

Wir haben in Bayern und Deutschland, aber auch auf EU-Ebene hohe Umweltstandards erreicht. Meine Wahrnehmung ist, dass das breite, öffentliche Interesse auf populäre Themen beschränkt. Auch wenn es überraschend klingen mag, das Umweltbewusstsein war vor 20 Jahren wesentlich größer. Heute geht es vorrangig darum, die erreichten Standards zu halten.

Wann und wie sind Sie das erste Mal mit KUMAS in Berührung gekommen?

Mit KUMAS kam ich erstmals im Jahre 1996 – also noch vor Gründung – in Berührung. Das Bayerische Umweltministerium hatte damals eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Zur Begleitung wurde ein Fachbeirat einberufen, in dem ich den Landkreis Aichach-Friedberg (späteres Gründungsmitglied) vertreten durfte.

Wer waren die weiteren Gründungsmitglieder des Vereins?

Das waren die Stadt Augsburg, die Landkreise Aichach-Friedberg, Augsburg und Dillingen a. d. Donau, die Allgäu-Initiative GbR, die IHK Schwaben, die HWK Schwaben und die Deutsche Bank AG. Eines der ersten Unternehmensmitglieder war beispielsweise die heutige UPM GmbH, damals noch Haindl Papier.

Warum braucht Schwaben ein Netzwerk wie KUMAS?

Das KUMAS UMWELTNETZWERK wird dringend gebraucht, um die erreichten Standards im Umweltschutz zu sichern und weiterzuentwickeln. Zudem spielt die Vernetzungsfunktion eine wichtige Rolle in der Vermarktung des Standortes als Umweltkompetenzzentrum und als innovatives Zentrum der Ressourceneffizienz.

Welche Ziele haben Sie für den Verein?

Der Verein soll weiter als das „Kompetenzzentrum Umwelt“ und als wichtige Basis für wirtschaftliche Prosperität, Innovation und Standortsicherung in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Außerdem soll der Bekanntheitsgrad von KUMAS wesentlich gesteigert werden.

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