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Jim’s Große Klappe: „Einfach machen – ob es klappt oder nicht“
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Startup-Interview

Jim’s Große Klappe: „Einfach machen – ob es klappt oder nicht“

 Maximilian Eller hat vor zwei Jahren sein eigenes Unternehmen gegründet. Foto: Manuel Lichtenberger

Vor rund zwei Jahren gründete der damalige BWL-Student Maximilian Eller alias Jim sein eigenes Unternehmen – Jim’s Große Klappe. Wie sich das Catering-Startup seither entwickelt hat? Wir haben nachgefragt!

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kamen Sie auf die Idee, Ihr eigenes Unternehmen zu gründen?

Maximilian Eller: Damals habe ich noch BWL studiert und hatte ein Seminar, das sich unter anderem mit dem Thema Unternehmens-Gründung befasst hat. Unser Dozent hat Selbstständigkeit sehr gefördert. Letztendlich habe ich in meinem vorletzten Semester – im April 2016 – den ersten Anhänger gekauft. Den Sommer über war ich auf den ersten Streetfood-Märkten unterwegs und habe schon im Juli in einen zweiten Anhänger investiert.

Wie konnten Sie diese als Student finanzieren?

Gerade in den Anfängen der Großen Klappe hat mir vor allem mein Vater finanziell unter die Arme gegriffen. Anders hätte ich die ersten Anhänger gar nicht kaufen können. Auch jetzt steht meine Familie hinter mir und unterstützt mich mit dem Unternehmen.

Was waren gerade am Anfang die größten Herausforderungen?

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In der Gastronomie sind vor allem die Planbarkeit und damit der Einkauf oft schwierig. Das gilt besonders für den Streetfood-Bereich, da man hier sehr vom Wetter abhängig ist und natürlich viele andere Foodtrucks auf den Festivals unterwegs sind. Außerdem habe ich gerade am Anfang viel experimentiert, damit die Produkte den Geschmack der Kunden treffen. Je besser das Geschäft läuft, desto größer werden die Herausforderungen in der Personalplanung. Da muss man oft sehr flexibel sein.

Wie gehen Sie damit um?

Die meisten meiner Mitarbeiter sind aus meinem Freundes- oder Bekanntenkreis. Natürlich soll die Arbeit Spaß machen, aber trotzdem ist es wichtig, geschäftliches und privates zu trennen, schließlich hängt davon der Erfolg des Geschäfts ab. Aktuell beschäftige ich eine Vollzeitkraft und knapp zehn Aushilfskräfte. Eine davon soll bald auf Teilzeit umsteigen. Dann können auch die verschiedenen Aufgaben noch besser verteilt werden. Eines ist auf jeden Fall klar: Ohne ein gutes Team geht es nicht. Deshalb sind mir meine Mitarbeiter auch sehr wichtig.

Gute Mitarbeiter sind absolut notwendig, um ein wachsendes Unternehmen führen zu können.

Das stimmt, künftig kann ich dann einige meiner Aufgaben, wie die Einkäufe oder das Herrichten der Trucks, abgeben. Ich will mich künftig vor allem darauf konzentrieren, die Marke weiter auszubauen und die hausgemachte BBQ-Sauce zu vertreiben. Diese ist bereits im Supermarkt EDEKA Stoll in Meitingen regulär erhältlich. Aber ich möchte sie auch als individualisierbares Kundengeschenk etablieren. Dann können Firmen das Etikett mit ihrem Logo personalisieren und die Sauce beispielsweise an ihre Mitarbeiter oder Kunden verschenken.

Sie arbeiten schon jetzt mit einigen Firmen zusammen. Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?

Erst letztes Wochenende durfte ich das Catering für die über 3.000 Gäste der Jubiläumsfeier der Josef Gartner GmbH in Gundelfingen organisieren. Dafür habe ich neben meinem eigenen noch zehn weitere Foodtrucks ins Boot geholt und die ganze Planung übernommen. Auf Dauer wollen wir uns auch als Catering-Service für Events wie Firmenveranstaltungen oder Hochzeiten etablieren. Mit Foodtrucks ist das wesentlich lebendiger als das klassische Buffet-Catering. Außerdem lässt sich das Unternehmen so deutlich wirtschaftlicher und nachhaltiger führen als ausschließlich mit Streetfood-Märkten. Ich beziehe sowohl das Fleisch als auch die anderen Zutaten aus der Region, da will ich natürlich möglichst genau planen können.

Was können Sie Gründern auf den Weg geben?

Es ist wichtig, die eigene Komfort-Zone zu verlassen, um ein Unternehmen zu gründen. Für mich gilt: Einfach machen und ausprobieren, ob es klappt oder nicht.

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