Gersthofer Startup

3D-Druck-Projekt: Sandhelden recyceln Plastik aus den Meeren

Peter Schiffner, Gründer und CEO von Sandhelden. Foto: Sandhelden
Angefangen hat das Startup mit 3D-Druck aus Sand. Andere Materialien wie Carbon und Plastik gehören längst ebenfalls zum Portfolio. Gerade für letzteres verfolgt Gründer und CEO Peter Schiffner eine neue Idee: Plastikmüll aus den Meeren zu neuen Produkten recyceln. Wir haben nachgefragt, was es damit auf sich hat.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kam Ihnen die Idee zu diesem ungewöhnlichen Recycling-Projekt?

Peter Schiffner: Im Gespräch mit der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) Zürich. Wir haben darüber nachgedacht, inwiefern man das Plastikproblem angehen kann, welches aktuell eine große Herausforderung ist. Danach habe ich mich um dieses Projekt gekümmert und die Hauptfrage gestellt: Wie bekommt man Plastikmüll in Pulverform, um es anschließend zu drucken?

Ihre Kickstarter-Kampagne zur Finanzierung der Geschäftsidee war leider nicht erfolgreich. Wollen Sie Ihre Idee dennoch weiterverfolgen?

Absolut, wir sind inzwischen eine Kooperation mit dem Fraunhofer Institut IGCV eingegangen, um dieses Thema weiter zu verfolgen. Hierzu haben wir Fördergelder vom Bund bekommen, um dieses zu verwirklichen.

Gibt es noch weitere Partner?

Wir arbeiten hauptsächlich mit dem Fraunhofer Institut zusammen. Hier beschäftigen wir uns akut mit der Frage, wie man diesen Kunststoff skalierbar und in günstiger Variante produzieren kann.

Wie funktioniert das Plastik-Recycling?

Zunächst wird der Kunststoffmüll gesammelt und über Anbieter vertrieben. Im Anschluss werden die Kunststoffarten nach Plastikart sortiert und anschließend schockgefroren. Dann wird der Kunststoff auf eine Korngröße von 60 Mikrometer, also 0,06 Millimeter, zerkleinert. Dieses Pulver bildet dann die Grundlage für den 3D-Druck. Wir produzieren mit Sandhelden Einrichtungsgegenstände wie Lampen, Tische oder Waschbecken. Daneben haben wir auch schon komplette Fassadensysteme für Häuser haben wir gedruckt. Wird das gedruckte Produkt irgendwann entsorgt, kann es wieder recycelt werden. Jedes Produkt, welches wir drucken, kann zu 100 Prozent wiederaufbereitet werden. Dabei wird der Kunststoff wieder zu Kornpulver zerkleinert und neu gedruckt. Ein komplett geschlossener Kreislauf.

Woher wollen Sie den Plastik-Müll beziehen?

Wir kaufen unseren Plastikmüll für unsere Produkte von Unterhändlern. Plastikmüll wird schon längst als Rohstoff gehandelt. Es ist bekannt, dass mit dem Plastik in der Wiederverwendung Geld verdient werden kann.

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Peter Schiffner: Im Gespräch mit der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) Zürich. Wir haben darüber nachgedacht, inwiefern man das Plastikproblem angehen kann, welches aktuell eine große Herausforderung ist. Danach habe ich mich um dieses Projekt gekümmert und die Hauptfrage gestellt: Wie bekommt man Plastikmüll in Pulverform, um es anschließend zu drucken?

Ihre Kickstarter-Kampagne zur Finanzierung der Geschäftsidee war leider nicht erfolgreich. Wollen Sie Ihre Idee dennoch weiterverfolgen?

Absolut, wir sind inzwischen eine Kooperation mit dem Fraunhofer Institut IGCV eingegangen, um dieses Thema weiter zu verfolgen. Hierzu haben wir Fördergelder vom Bund bekommen, um dieses zu verwirklichen.

Gibt es noch weitere Partner?

Wir arbeiten hauptsächlich mit dem Fraunhofer Institut zusammen. Hier beschäftigen wir uns akut mit der Frage, wie man diesen Kunststoff skalierbar und in günstiger Variante produzieren kann.

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Zunächst wird der Kunststoffmüll gesammelt und über Anbieter vertrieben. Im Anschluss werden die Kunststoffarten nach Plastikart sortiert und anschließend schockgefroren. Dann wird der Kunststoff auf eine Korngröße von 60 Mikrometer, also 0,06 Millimeter, zerkleinert. Dieses Pulver bildet dann die Grundlage für den 3D-Druck. Wir produzieren mit Sandhelden Einrichtungsgegenstände wie Lampen, Tische oder Waschbecken. Daneben haben wir auch schon komplette Fassadensysteme für Häuser haben wir gedruckt. Wird das gedruckte Produkt irgendwann entsorgt, kann es wieder recycelt werden. Jedes Produkt, welches wir drucken, kann zu 100 Prozent wiederaufbereitet werden. Dabei wird der Kunststoff wieder zu Kornpulver zerkleinert und neu gedruckt. Ein komplett geschlossener Kreislauf.

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