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Interview zur Abwertung des Yuan: „Für eine genaue Einschätzung der Folgen ist es zu früh“
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ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Interview zur Abwertung des Yuan: „Für eine genaue Einschätzung der Folgen ist es zu früh“

 Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände bayme vbm und der vbw. Foto: ibw

Die chinesische Notenbank hat Anfang August den Yuan abgewertet. Doch was genau bedeutet dies für die Wirtschaft in Bayern und in Bayerisch-Schwaben? B4B SCHWABEN hat mit Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm sowie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., über die Folgen gesprochen.


B4B SCHWABEN: Wie haben sich die Wirtschaftsbeziehungen der heimischen M+E Industrie zu China in letzter Zeit entwickelt?

Bertram Brossardt: Die aktuellen Konjunkturdaten zeigen, dass sich die wirtschaftliche Dynamik in China spürbar und dauerhaft verlangsamt. Das spürt die bayerische Metall- und Elektro-Industrie, weil China nach den USA inzwischen deren zweitgrößter Exportmarkt ist. Mehr als 12 Prozent der M+E Ausfuhren des Freistaats flossen 2014 ins Reich der Mitte. Im ersten Halbjahr 2015 gingen diese Exporte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,7 Prozent zurück.

B4B SCHWABEN: Welche Auswirkungen hat hier die Abwertung des Yuan?

Bertram Brossardt: Grundsätzlich werden Exporte von Bayern nach China durch die Abwertung des Yuan teurer. Die chinesischen Exporte werden billiger.

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B4B SCHWABEN: Erwarten Sie durch die Abwertung des Yuan gravierende Effekte für bayerische Unternehmen?

Bertram Brossardt: Für eine genaue Einschätzung der Folgen ist es zu früh. Es kommt darauf an, ob in diesem Bereich noch weitere Schritte der chinesischen Regierung folgen. Generell gilt: Die chinesische Wirtschaft wächst langfristig nicht mehr so rasant wie in den vergangenen Jahren. Zukünftig kann mit immer noch sehr guten Zuwächsen des Bruttoinlandsprodukts gerechnet werden. Bayerische und deutsche Unternehmen passen ihre Erwartungen bereits an die neue wirtschaftliche Realität in China an und rechnen mit einem langsameren Umsatzwachstum im China-Geschäft. Langfristig wird dies keinen Einfluss auf den Expansionswillen von bayerischen und deutschen Unternehmen nach China haben. China wird auf absehbare Zeit einer der wichtigsten Exportpartner Bayerns bleiben.

B4B SCHWABEN: Kann die M+E Industrie auch von den aktuellen Entwicklungen profitieren?

Bertram Brossardt: Die Globalisierungsstrategie und der Fokus auf die Schwellenländer, auch auf China, sind nach wie vor richtig. Dazu gehört ein Dreiklang aus der Erschließung neuer Märkte, der Stärkung des europäischen Heimatmarktes und dem Ausbau der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen. Jedes Unternehmen muss individuell selbst entscheiden, welche strategische Ausrichtung am besten geeignet ist. Das tun die Firmen seit Jahrzehnten sehr erfolgreich.

B4B SCHWABEN: Vielen Dank für das freundliche Gespräch!

Das Interview führte Rebecca Weingarten

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