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Interview: „Wir werden Degree Clothing zum größten ‚Greenlabel‘ der Welt machen“
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Degree Clothing GmbH

Interview: „Wir werden Degree Clothing zum größten ‚Greenlabel‘ der Welt machen“

 Das Degree-Team: Fabian Frei und Wolfgang Schimpfle. Foto: NessaInaPhotographie

Mit nur 24 Jahren führt Fabian Frei sein eigenes Modelabel. Mit der Degree Clothing GmbH startete der junge Student und Unternehmer im August 2014 durch. Ökologisch, fair, stylisch – damit macht das Modelabel aus Augsburg deutschlandweit auf sich aufmerksam. Was sich hinter der Modemarke verbirgt, warum sie so erfolgreich ist und was Fabian Frei noch so alles plant, verriet er B4B SCHWABEN jetzt im Interview.

B4B SCHWABEN: Herr Frei, woher kam die Idee für „Degree“ und was steckt hinter dem Namen?

Fabian Frei: Die Idee ist 2009 während einer achtmonatigen Reise durch Neuseeland entstanden. Zwei Freunde – Philip und Sebastian – und ich sind nach dem Abitur auf beiden Inseln ausschließlich mit dem Surfboard im Meer unterwegs gewesen. Da wir aus der Generation „Skateshop“ stammen, wollten wir schon immer ein Label im Lifestyle-Segment gründen. Uns ist aufgefallen, dass fast alle Marken in diesem Bereich zwar ihr Image naturnah vermarkten, aber ihre Produkte konventionell mit niedrigen Sozial- und Umweltstandards herstellen lassen. Daraus ist die Degree-Bewegung hervorgegangen. Seit 2014 wird die Firma Degree Clothing von Wolfgang Schimpfle und mir erfolgreich geführt. Bei der Namensfindung sind wir über die Klimaerwärmung auf „Grad“ gekommen und haben uns schließlich auf „Degree“ als Firmennamen geeinigt. Der Name ist aufgrund seiner runden Buchstaben zudem noch sehr ästhetisch.

B4B SCHWABEN: Degree wirbt damit, ökologisch und fair zu sein. Wo lassen Sie Ihre Produkte herstellen und wie stellen Sie sicher, dass auch wirklich nach Ihren Maßstäben produziert wird?

Fabian Frei: Seit diesem Jahr werden unsere Artikel ab der Bio-Baumwolle in Portugal gefertigt. Wir sind vor vier Monaten nach Portugal geflogen und haben dort die gesamte Herstellungskette aufgestellt. Somit kennen wir die Firmen und Mitarbeiter vor Ort, welche unsere Degree Clothing Kollektionen unter hohen Standards herstellen. Zusätzlich sind Wolfgang Schimpfle und ich mindestens viermal im Jahr vor Ort, um die gute Zusammenarbeit zu pflegen und Prozesse zu optimieren.

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B4B SCHWABEN: Ökologisch und fair – wie definieren Sie diese Begriffe?

Fabian Frei: Ökologisch bedeutet bei Degree, dass wir ab der händisch gepflückten Bio-Bauwolle, welche ohne Kunstdünger angebaut wird, bis hin zur biologisch abbaubaren Verpackung der Shirts jeden Schritt möglichst umweltfreundlich gestalten. Fairness heißt, dass Degree alle Mitarbeiter in der Herstellungskette fair bezahlt und, dass bei allen Partnerfirmen der ethische Kodex eingehalten wird. Als Beispiel verdienen unsere Schneiderinnen und Schneider in Portugal den doppelten Mindestlohn.

B4B SCHWABEN: Alles hat seinen Preis. Wie genau setzten sich die Kosten für Ihre Produkte zusammen?

Fabien Frei: Durch unseren direkten Kontakt zu den Herstellern können wir trotz der im Vergleich zur konventionellen Textilbranche vielfach höheren Herstellungskosten einen guten Einkaufspreis unserer Waren erzielen. Dank der Herstellung innerhalb der EU überzeugt Degree durch gute Qualität und muss nicht mittels eines hohen Werbebudgets Kunden akquirieren. Diese zwei Hauptfaktoren ermöglichen es uns, auch über Einzelhändler gewinnbringend zu verkaufen.

B4B SCHWABEN: Im Moment ist die Auswahl an Produkten ja noch recht exklusiv. Planen Sie, Ihr Sortiment zu erweitern?

Fabian Frei: Ja, auf jeden Fall. Im zweiten Teil der aktuellen Degree Clothing #Beachmaster Kollektion veröffentlichen wir unter anderem kurze Hosen, welche komplett ohne Metall und Plastik auskommen. Man darf gespannt sein: Diesen Herbst wird der Welt mittels Crowdfunding ein komplett neuer Artikel vorgestellt.

B4B SCHWABEN: Ihr Modelabel ist ja mittlerweile nicht nur in Augsburg bekannt, sondern schon deutschlandweit in einigen Shops zu kaufen. Was haben Sie noch alles für Degree geplant?

Fabian Frei: Wolfgang Schimpfle und ich werden Degree Clothing zum größten „Greenlabel“ der Welt machen und auf diesem Weg eine möglichst CO2-reduzierte Textilproduktion vor Ort aufbauen. So ist und war immer der Plan.

B4B SCHWABEN: Ein eigenes Geschäft birgt immer Risiken. Wie haben Sie den Schritt in die Selbstständigkeit gefunden?

Fabian Frei: Neben dem Studium fand sich immer ein bisschen Zeit, um an dem Label zu feilen. Auf dieser Basis ist der endgültige Schritt in die Selbstständigkeit nicht mehr ganz so groß. Dank unseren tollen Freunden, Teamfahrern und den treuen Kunden wird Degree diesem teilweise charakterlosen Sektor wieder Leben einhauchen.

B4B SCHWABEN: Herzlichen Dank für das freundliche Gespräch!

Das Interview führte Iris Zeilnhofer

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