Bürgeramt Augsburg

Interview: Sorgt Corona für eine Modernisierung der Bürgerbüros?

Die Corona-Pandemie hat auch den Alltag in Ämtern verändert. Im Interview verrät Dieter Roßdeutscher, Leiter des Augsburger Bürgeramtes, welche Corona-Maßnahmen vor Ort umgesetzt werden und was der Verwaltung in Ämtern einen neuen Anstoß geben wird.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf Ihren Alltag aus?

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Dieter Roßdeutscher: Die Corona Pandemie hat im Bürgeramt – wie in allen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens – erheblich Auswirkungen. In allen Sachgebieten wurden umfangreiche Sicherheitskonzepte erstellt und jeweils der Inzidenzlage in Augsburg angepasst. Beispielsweise kann ich nennen: Der Zugang zu den Bürgerbüros, zur Ausländer- und Ordnungsbehörde ist nur über einen Termin, überwacht durch einen Security Mitarbeiter, möglich. Alle Mitarbeiterplätze wurden mit einem sogenannten Spuckschutz ausgestattet, sowie die Mitarbeiter mit Desinfektionsmittel und Masken versorgt. Mehrfachbesetzung in Kleinbüros wurden aufgehoben, die Quote der Home-Office-Plätze erhöht und die Quadratmeterregelung angesetzt. Inzwischen besteht außerdem eine FFP-2-Maskenpflicht für alle Besucher.

Wie regeln Sie den öffentlichen Besuchsverkehr?

Wir wickeln zwar in allen Bereichen, soweit möglich und gesetzlich vertretbar, alles per Telefon oder E-Mail ab, dennoch bleiben unsere Türen für Vorsprachen offen – diese werden aber über die Terminvergabe geregelt. In der Summe sprechen täglich rund 800 Kunden im Bürgeramt vor. Der größte Anteil in den Bürgerbüros, gefolgt von der Ausländer- und Ordnungsbehörde.

Ist Ihr Personal in Kurzarbeit?

Unser Personalstand entspricht dem vor der Pandemie und ist voll ausgelastet.

Ämter haben den Ruf, meist nicht mit der neuesten Technik ausgestattet zu sein. Ist das eine Hürde in der Pandemie?

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Hier ist eine differenziert Betrachtungsweise erforderlich. In den Bürgerbüros sind alle Verwaltungsleistungen, die Stand heute bereits online möglich sind, auch umgesetzt. Die Akten im Einwohner- und Passwesen, wie auch im Zulassungswesen, sind elektronisch. In der Ausländerbehörde arbeiten wir aktuell an der sogenannten E-Akte und werden noch in diesem Jahr mit der Einbürgerungsstelle online gehen. Im Bereich der Ordnungsbehörde ist bereits die Ordnungswidrigkeiten-Verwaltung papierlos und mit der neuesten Technik ausgestattet. Die Umsetzung des sogenannten Online Zugangsgesetzes 2022 wird der Veraltung allgemein, nicht nur im Bürgeramt, einen zusätzlichen Schub verleihen.

Unternehmen greifen auf Home-Office, Live-Events und Online-Meetings zurück. Wurden solche Möglichkeiten auch in Ihren Alltag integriert?

Auch wir in der Verwaltung greifen auf Home-Office Arbeitsplätze, wo immer vertretbar, zurück. Online Meetings gehören zwischenzeitlich zum Standard und finden beim Jour Fix, bei ämterübergreifenden Meetings, anstelle von Dienstreisen und zum Beispiel bei Bewerbungsgesprächen Anwendung.

Manchmal scheint es, dass Menschen durch die Krise vermehrt genervt sind. Bekommen Sie das beim Kundenkontakt zu spüren?

Dieses Phänomen haben wir auch festgestellt, sowohl bei Telefonaten als auch bei Vorsprachen ist weniger Geduld, Toleranz und Verständnis für den anderen erkennbar.

Was wird sich, aufgrund von Corona, langfristig im Alltag der Ämter ändern?

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Ändern wird sich der Umgang mit Home-Office und Teamsitzungen. Die Erfahrungen in der Pandemie werden dazu beitragen, diese Mittel weiter und vermehrt einzusetzen. Die Bearbeitung der Kundenanliegen nur über Termine abzuwickeln hat sich auch sehr bewährt. Unsere Kundenbefragung der letzten Monate hat ergeben, dass die Termine sehr gut angenommen werden und einen hohen Zufriedenheitsgrad garantieren.

Ihre Prognose: Wie verläuft das Jahr 2021?

Da bin ich Optimist. 2021 wird sich mit dem Anfang des Sommers und der einhergehenden Steigerung der Impfungen positiv entwickeln und so sollte es dem Bürgeramt auch möglich sein am 26.09.2021 eine Bundestagswahl unter normalen Bedingungen abzuwickeln.

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Unternehmen greifen auf Home-Office, Live-Events und Online-Meetings zurück. Wurden solche Möglichkeiten auch in Ihren Alltag integriert?

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Manchmal scheint es, dass Menschen durch die Krise vermehrt genervt sind. Bekommen Sie das beim Kundenkontakt zu spüren?

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Da bin ich Optimist. 2021 wird sich mit dem Anfang des Sommers und der einhergehenden Steigerung der Impfungen positiv entwickeln und so sollte es dem Bürgeramt auch möglich sein am 26.09.2021 eine Bundestagswahl unter normalen Bedingungen abzuwickeln.

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