Begegnungsort

Interview: Autohaus Tierhold über Projekt in Augsburger Innenstadt

Ein Autohaus mitten in der Innenstadt? Tobias Tierhold, Geschäftsführer des Autohaus Tierhold und Fabian Lohr, Geschäftsführer der Pro Air Medienagentur, verraten im Interview mehr über ihr gemeinsames Projekt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Sie starten mitten in der Augsburger Innenstadt ein neues Verkaufsformat. Wie kam es zu dieser – eher außergewöhnlichen – Idee?

Tobias Tierhold: Wir wollten den Kunden entgegenkommen – ähnlich wie bei einer Messe. Denn wann bummelt man denn schon an einem Autohaus vorbei? Dort muss man schon gezielt mit einer Kaufabsicht hin. Außerdem wollen wir ein Treffpunkt für Autobegeisterte, Kunst und Kultur, Presse und Medien sein – es ist zum Beispiel auch eine Vernissage geplant. Das Innenstadt-Projekt soll also kein reiner Verkaufsraum, sondern auch ein Begegnungsort sein.

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Fabian Lohr: Es gab zwei Beweggründe. Zum einen wollten wir dem zunehmenden Leerstand in der Augsburger Innenstadt entgegenwirken. Zum anderen wollen wir beweisen, dass klassische Marketingmaßnahmen noch immer greifen. Mit dieser Idee stießen wir beim Autohaus Tierhold auf offene Ohren. In größeren Metropolen wird dieses Format bereits umgesetzt. Auch Tesla sucht den Bezug zur Innenstadt. In Augsburg ist es jedoch das erste Mal, dass die Idee umgesetzt wird.

Welche Zielgruppen wollen Sie mit dem Pop-Up-Autohaus erreichen?

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Fabian Lohr: In Augsburg Stadtmitte erreichen wir alle Zielgruppen: Zum einen die Jugend, aber natürlich erreichen wir damit in den Abendstunden und vor allem am Wochenende auch die ältere Zielgruppe – hierbei ist uns die Nähe zum Augsburger Stadtmarkt und zum Einzelhandel auch eine Hilfe. Die Menschen sind auf dem Weg, ihre täglichen Einkäufe zu erledigen und kommen – quasi zufällig - bei uns vorbei. Wir wechseln alle 14 Tage das ausgestellte Fahrzeug aus und sorgen damit immer für neue Hingucker.

Der City Pop-Up ist nur auf Zeit gepachtet. Gehen Sie davon aus, dass es in Zukunft mehrere solcher Projekte in Innenstädten geben wird? 

Tobias Tierhold: Genau, wir sind bis Ende Oktober in den Pop-Up-Store eingemietet. Ich glaube, dass wir mit unserem Projekt langfristig zeigen werden, dass es funktioniert. Dem Augsburger sagt man ja gerne nach, dass er erstmal denkt: „Das geht nicht.“ Aber wir beweisen gerade das Gegenteil. Das Konzept wird Schule machen. Die ersten Mitbewerber zeigen auch schon Interesse daran. Am Ende vom Tag wird der Erfolg zeigen, dass man in Augsburg sehr wohl neue Wege gehen kann.

Wollen Sie als Autohaus Tierhold zukünftig solche Wege weitergehen?

Tobias Tierhold: Ich glaube, dass wir jetzt schon an vielen Punkten den Erfolg sehen. Wenn wir gute Stores angeboten bekommen oder finden, dann werden wir mit weiteren Ideen in Aktion treten.

Der City Pop-Up ist ja auch eine Reaktion auf das sich verändernde Kaufverhalten in Sachen Neuwagen. Was wird sich in Ihrer Branche in den nächsten Jahren noch verändern?

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Tobias Tierhold: Auf die Automobilbranche kommt ein großer Trend zu: das vegane Auto. Es wird in Zukunft in der Serienausstattung, zumindest bei den meisten Herstellern, ganz sicher kein Leder mehr geben. Das heißt, Autos werden in Zukunft nicht nur einen alternativen Antrieb wie beispielsweise Hybrid oder Elektro haben, sondern es werden keine Tierhäute mehr verarbeitet. Stattdessen sind Kunstleder und Kork im Kommen. Wir gehen diesen Trend gerne mit, da Nachhaltigkeit auch für uns eine große Rolle spielt.

Welche Wege haben Autohäuser, um sich neu zu erfinden?

Fabian Lohr: Wir haben weitere Ideen, die ich jetzt natürlich noch nicht publik machen möchte. Die Möglichhkeit, Automoile in der Innenstadt zu präsentieren, ist noch lange nicht ausgeschöpft.  Das Thema Innenstadt wird nach Corona noch viel mehr im Fokus stehen. Besonders große Ketten werden sich nach und nach zurückziehen. Also brauchen wir einen lokalen und individuellen Einzelhandel, der sich drauf versteht, die Bevölkerung einzubeziehen und zu informieren, damit die Menschen wieder gerne in die Innenstadt kommen.

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Der City Pop-Up ist nur auf Zeit gepachtet. Gehen Sie davon aus, dass es in Zukunft mehrere solcher Projekte in Innenstädten geben wird? 

Tobias Tierhold: Genau, wir sind bis Ende Oktober in den Pop-Up-Store eingemietet. Ich glaube, dass wir mit unserem Projekt langfristig zeigen werden, dass es funktioniert. Dem Augsburger sagt man ja gerne nach, dass er erstmal denkt: „Das geht nicht.“ Aber wir beweisen gerade das Gegenteil. Das Konzept wird Schule machen. Die ersten Mitbewerber zeigen auch schon Interesse daran. Am Ende vom Tag wird der Erfolg zeigen, dass man in Augsburg sehr wohl neue Wege gehen kann.

Wollen Sie als Autohaus Tierhold zukünftig solche Wege weitergehen?

Tobias Tierhold: Ich glaube, dass wir jetzt schon an vielen Punkten den Erfolg sehen. Wenn wir gute Stores angeboten bekommen oder finden, dann werden wir mit weiteren Ideen in Aktion treten.

Der City Pop-Up ist ja auch eine Reaktion auf das sich verändernde Kaufverhalten in Sachen Neuwagen. Was wird sich in Ihrer Branche in den nächsten Jahren noch verändern?

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Tobias Tierhold: Auf die Automobilbranche kommt ein großer Trend zu: das vegane Auto. Es wird in Zukunft in der Serienausstattung, zumindest bei den meisten Herstellern, ganz sicher kein Leder mehr geben. Das heißt, Autos werden in Zukunft nicht nur einen alternativen Antrieb wie beispielsweise Hybrid oder Elektro haben, sondern es werden keine Tierhäute mehr verarbeitet. Stattdessen sind Kunstleder und Kork im Kommen. Wir gehen diesen Trend gerne mit, da Nachhaltigkeit auch für uns eine große Rolle spielt.

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Fabian Lohr: Wir haben weitere Ideen, die ich jetzt natürlich noch nicht publik machen möchte. Die Möglichhkeit, Automoile in der Innenstadt zu präsentieren, ist noch lange nicht ausgeschöpft.  Das Thema Innenstadt wird nach Corona noch viel mehr im Fokus stehen. Besonders große Ketten werden sich nach und nach zurückziehen. Also brauchen wir einen lokalen und individuellen Einzelhandel, der sich drauf versteht, die Bevölkerung einzubeziehen und zu informieren, damit die Menschen wieder gerne in die Innenstadt kommen.

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