littlelunch UG

Interview: Augburger krempeln Mittagspause um

Die Unternehmensgründer Daniel und Denis Giebisch wollen "littlelunch" gesellschaftsfähig machen. Foto: littlelunch UG

Ein neues Startup möchte sich in Augsburg etablieren. Zwei junge Männer wollen mit ihrer Idee, Bio-Suppen ins Büro zu liefern, nicht nur den Augsburger Markt erobern, sondern ganz Deutschland und die Nachbarländer erschließen. Im Interview mit B4B SCHWABEN erklärt Unternehmensgründer Denis Gibisch, wieso er „littlelunch“ einzigartig findet und welche anderen Ideen die Gründer dafür aufgegeben haben.

Interview von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

B4B SCHWABEN: Herr Gibisch, Sie sind zusammen mit ihrem Bruder, Daniel Gibisch, Gründer von „littlelunch“. Was ist das Besondere an ihrer Geschäftsidee „littlelunch“?
Denis Gibisch:
Das Konzept ist bislang einzigartig. Wir verkaufen Suppen in Gläsern, die in einer individuell zusammengestellten Box bestellt werden können. Die Suppen sind kalorienarm, rein biologisch und für Veganer und Vegetarier geeignet. Durch die Herstellung ohne Zusatzstoffe und dem sanften Eingaren, sind die Suppen lange und ohne Kühlung haltbar. Die Zubereitung im Büro oder zu Hause erfolgt einfach und schnell. Die Rezepte wurden von einem Zwei-Stern-Koch aus Augsburg entwickelt und haben einen dementsprechend guten Geschmack. Eine Box kostet den Kunden inklusive Versand nicht einmal 25 Euro und ist damit günstiger als die Konkurrenz. Abokunden können zudem von Treuepunkten profitieren.

B4B SCHWABEN: Sie haben mit „littlelunch“ den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Was hat Sie dazu bewegt?
Denis Gibisch:
Grundsätzlich wurde mir und meinem Bruder die Selbständigkeit in die Wiege gelegt. Unsere Eltern waren schon immer selbständig und haben uns bei unserem Plan unterstützt und angetrieben. Zudem wollten mein Bruder und ich schon immer etwas zusammen aufbauen. Mich interessiert außerdem das große Ganze und nicht nur einzelne Teile eines Projekts oder einer Geschäftsidee. Ich will, dass meine Leistung 1 zu 1 in meinen Erfolg übergeht. Dafür hatten wir bereits so einige Ideen, die wir aber alle wieder verworfen haben.

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B4B SCHWABEN: Welche Ideen haben Sie denn schon verworfen?
Denis Gibisch:
Vor einiger Zeit haben wir uns überlegt, eine Currywurst-Bude in Augsburg zu eröffnen. Aber diese Idee haben wir schnell verworfen, als es dann die Currywurst-Bude beim Pantheon gab. Etwas Ähnliches wie Buzzfeed hatten wir auch schon in Planung, aber Jonah Peretti ist uns da leider zuvorgekommen.

B4B SCHWABEN: Und wieso dann ausgerechnet Suppen? Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?
Denis Gibisch:
Ich habe früher auf dem Land gearbeitet. Irgendwann konnte ich keine Wurstsemmeln und den Pizzaservice mehr sehen. Das geht nicht nur an die Figur, sondern auch ans Geld.  Wir haben dann gemeinsam überlegt, welche günstigen, einfachen Alternativen es gibt und sind dann auf Suppen gestoßen. Außerdem konsumiert jeder Deutsche rund 100 Teller Suppe im Jahr und es gibt hierzulande kaum nennenswerte Konkurrenz.

B4B SCHWABEN: Sind die Augsburger gesund genug, um sich Suppen ins Büro liefern zu lassen?
Denis Gibisch:
Die Augsburger und auch die Deutschen im Allgemeinen entwickeln wieder ein ausgeprägtes Verständnis für gesunde und vollwertige Kost. Im Büroalltag ist das aber nicht immer möglich, da wollen wir Abhilfe schaffen. Wir beliefern dabei nicht nur Augsburg, sondern ganz Deutschland und auch Österreich.

B4B SCHWABEN: Wie ist die Idee für ihr Start-up in Ihrer Umgebung angekommen?
Denis Gibisch:
Unsere Eltern standen von Anfang an hinter uns und haben und ermutigt, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen. Zu Beginn der Idee haben wir viel negative Kritik bekommen, aber seit das Konzept steht, haben wir schon viele Anfragen – auch über unsere Beta-Testphase – erhalten.

B4B SCHWABEN: Mit welchen Probleme hatten zu kämpfen?
Denis Gibisch:
Wir wollten erst nach den ersten Erfolgen Geld investieren und haben versucht, überall Kosten einzusparen. Das war zu Beginn natürlich schwierig, wir haben es dennoch geschafft, bis zum vollständigen Konzept kaum Geld ausgeben zu müssen. Gerade die Rezeptentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit gestaltete sich teilweise schwierig. Auch die Herstellersuche war teilweise sehr zermürbend. Über die Finanzierung brauchen wir uns jetzt erst einmal keine Gedanken mehr machen. Wir haben mit der GLS Bank einen fairen Partner gefunden, der uns unterstützt. Jetzt sind wir weiterhin auf der Suche nach einem Investor. 

B4B SCHWABEN: Wie ist der aktuelle Stand Ihres Projekts?
Denis Gibisch:
Aktuell stehen wir kurz vor dem Start der Betaphase, die im August beginnt. Wir haben bereits über 90 Anfragen von Testkunden, die in namhaften Firmen arbeiten und unsere Suppen testen möchten. Ende Juli bekommen wir unsere erste Suppenlieferung mit 6.000 Stück. Der Onlineshop dafür wird dann voraussichtlich Mitte/Ende Oktober gelauncht.

B4B SCHWABEN: Wo sehen Sie sich in 5 Monaten, in 5 Jahren?
Denis Gibisch:
In 5 Monaten ist die Betaphase gerade beendet und das Kundenfeedback umgesetzt. Der Webshop wird dann bereits laufen und wir müssen uns personell vergrößern. Dafür möchten wir gerne einen Werkstudenten für den Vertrieb einstellen. In 5 Jahren wollen wir bereits einen Jahresumsatz von 4 Millionen Euro generieren und eine beträchtliche Zahl an Mitarbeitern haben. Und in einem Jahr möchte ich schon gefragt werden, wie wir es geschafft haben, so schnell erfolgreich zu werden.

B4B SCHWABEN: Ihre Suppen sind quasi „Made in Augsburg“. Doch woher kommen die Zutaten, wo und von wem werden die Suppen hergestellt?
Denis Gibisch:
Wir haben lange nach einem Hersteller gesucht, der genau unseren Vorstellungen entspricht. Wir wollten höchste Bio-Qualität und das besondere Heiß-Einfüll-Verfahren ohne Zusatzstoffe, mit dem weder Geschmack, noch Vitamine verloren gehen. Wir haben nur einen Hersteller in der Schweiz gefunden, der unseren hohen Ansprüchen gerecht werden konnte. Die ausschließlich biologischen Zutaten werden dort aus der Region beschafft.

B4B SCHWABEN: Welche Sorten bieten Sie aktuell an?
Denis Gibisch:
In unserem aktuellen Portfolio verkaufen wir sechs verschiedene Suppen, wobei unsere Produktpalette natürlich stetig erweitert wird. Wir überlegen uns auch, bei guten Verkaufszahlen „littlecrunches“ – natürlich hergestellte Suppencroutons mit zu verkaufen. Später bieten wir dann auch Themenboxen und saisonale Suppen an. Die erste Lieferung mit je 1.000 Stück pro Suppe trifft im Juli bei uns ein.

Vielen Dank für das „gschmackige“ Interview!

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B4B SCHWABEN: Herr Gibisch, Sie sind zusammen mit ihrem Bruder, Daniel Gibisch, Gründer von „littlelunch“. Was ist das Besondere an ihrer Geschäftsidee „littlelunch“?
Denis Gibisch:
Das Konzept ist bislang einzigartig. Wir verkaufen Suppen in Gläsern, die in einer individuell zusammengestellten Box bestellt werden können. Die Suppen sind kalorienarm, rein biologisch und für Veganer und Vegetarier geeignet. Durch die Herstellung ohne Zusatzstoffe und dem sanften Eingaren, sind die Suppen lange und ohne Kühlung haltbar. Die Zubereitung im Büro oder zu Hause erfolgt einfach und schnell. Die Rezepte wurden von einem Zwei-Stern-Koch aus Augsburg entwickelt und haben einen dementsprechend guten Geschmack. Eine Box kostet den Kunden inklusive Versand nicht einmal 25 Euro und ist damit günstiger als die Konkurrenz. Abokunden können zudem von Treuepunkten profitieren.

B4B SCHWABEN: Sie haben mit „littlelunch“ den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Was hat Sie dazu bewegt?
Denis Gibisch:
Grundsätzlich wurde mir und meinem Bruder die Selbständigkeit in die Wiege gelegt. Unsere Eltern waren schon immer selbständig und haben uns bei unserem Plan unterstützt und angetrieben. Zudem wollten mein Bruder und ich schon immer etwas zusammen aufbauen. Mich interessiert außerdem das große Ganze und nicht nur einzelne Teile eines Projekts oder einer Geschäftsidee. Ich will, dass meine Leistung 1 zu 1 in meinen Erfolg übergeht. Dafür hatten wir bereits so einige Ideen, die wir aber alle wieder verworfen haben.

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Denis Gibisch:
Vor einiger Zeit haben wir uns überlegt, eine Currywurst-Bude in Augsburg zu eröffnen. Aber diese Idee haben wir schnell verworfen, als es dann die Currywurst-Bude beim Pantheon gab. Etwas Ähnliches wie Buzzfeed hatten wir auch schon in Planung, aber Jonah Peretti ist uns da leider zuvorgekommen.

B4B SCHWABEN: Und wieso dann ausgerechnet Suppen? Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?
Denis Gibisch:
Ich habe früher auf dem Land gearbeitet. Irgendwann konnte ich keine Wurstsemmeln und den Pizzaservice mehr sehen. Das geht nicht nur an die Figur, sondern auch ans Geld.  Wir haben dann gemeinsam überlegt, welche günstigen, einfachen Alternativen es gibt und sind dann auf Suppen gestoßen. Außerdem konsumiert jeder Deutsche rund 100 Teller Suppe im Jahr und es gibt hierzulande kaum nennenswerte Konkurrenz.

B4B SCHWABEN: Sind die Augsburger gesund genug, um sich Suppen ins Büro liefern zu lassen?
Denis Gibisch:
Die Augsburger und auch die Deutschen im Allgemeinen entwickeln wieder ein ausgeprägtes Verständnis für gesunde und vollwertige Kost. Im Büroalltag ist das aber nicht immer möglich, da wollen wir Abhilfe schaffen. Wir beliefern dabei nicht nur Augsburg, sondern ganz Deutschland und auch Österreich.

B4B SCHWABEN: Wie ist die Idee für ihr Start-up in Ihrer Umgebung angekommen?
Denis Gibisch:
Unsere Eltern standen von Anfang an hinter uns und haben und ermutigt, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen. Zu Beginn der Idee haben wir viel negative Kritik bekommen, aber seit das Konzept steht, haben wir schon viele Anfragen – auch über unsere Beta-Testphase – erhalten.

B4B SCHWABEN: Mit welchen Probleme hatten zu kämpfen?
Denis Gibisch:
Wir wollten erst nach den ersten Erfolgen Geld investieren und haben versucht, überall Kosten einzusparen. Das war zu Beginn natürlich schwierig, wir haben es dennoch geschafft, bis zum vollständigen Konzept kaum Geld ausgeben zu müssen. Gerade die Rezeptentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit gestaltete sich teilweise schwierig. Auch die Herstellersuche war teilweise sehr zermürbend. Über die Finanzierung brauchen wir uns jetzt erst einmal keine Gedanken mehr machen. Wir haben mit der GLS Bank einen fairen Partner gefunden, der uns unterstützt. Jetzt sind wir weiterhin auf der Suche nach einem Investor. 

B4B SCHWABEN: Wie ist der aktuelle Stand Ihres Projekts?
Denis Gibisch:
Aktuell stehen wir kurz vor dem Start der Betaphase, die im August beginnt. Wir haben bereits über 90 Anfragen von Testkunden, die in namhaften Firmen arbeiten und unsere Suppen testen möchten. Ende Juli bekommen wir unsere erste Suppenlieferung mit 6.000 Stück. Der Onlineshop dafür wird dann voraussichtlich Mitte/Ende Oktober gelauncht.

B4B SCHWABEN: Wo sehen Sie sich in 5 Monaten, in 5 Jahren?
Denis Gibisch:
In 5 Monaten ist die Betaphase gerade beendet und das Kundenfeedback umgesetzt. Der Webshop wird dann bereits laufen und wir müssen uns personell vergrößern. Dafür möchten wir gerne einen Werkstudenten für den Vertrieb einstellen. In 5 Jahren wollen wir bereits einen Jahresumsatz von 4 Millionen Euro generieren und eine beträchtliche Zahl an Mitarbeitern haben. Und in einem Jahr möchte ich schon gefragt werden, wie wir es geschafft haben, so schnell erfolgreich zu werden.

B4B SCHWABEN: Ihre Suppen sind quasi „Made in Augsburg“. Doch woher kommen die Zutaten, wo und von wem werden die Suppen hergestellt?
Denis Gibisch:
Wir haben lange nach einem Hersteller gesucht, der genau unseren Vorstellungen entspricht. Wir wollten höchste Bio-Qualität und das besondere Heiß-Einfüll-Verfahren ohne Zusatzstoffe, mit dem weder Geschmack, noch Vitamine verloren gehen. Wir haben nur einen Hersteller in der Schweiz gefunden, der unseren hohen Ansprüchen gerecht werden konnte. Die ausschließlich biologischen Zutaten werden dort aus der Region beschafft.

B4B SCHWABEN: Welche Sorten bieten Sie aktuell an?
Denis Gibisch:
In unserem aktuellen Portfolio verkaufen wir sechs verschiedene Suppen, wobei unsere Produktpalette natürlich stetig erweitert wird. Wir überlegen uns auch, bei guten Verkaufszahlen „littlecrunches“ – natürlich hergestellte Suppencroutons mit zu verkaufen. Später bieten wir dann auch Themenboxen und saisonale Suppen an. Die erste Lieferung mit je 1.000 Stück pro Suppe trifft im Juli bei uns ein.

Vielen Dank für das „gschmackige“ Interview!

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