Interview mit Innoit

Influencer Marketing: Ist das die Werbung der Zukunft?

Immer mehr Unternehmen nutzen Influencer als Werbeträger, um junge Zielgruppen zu erreichen. Wieso Social-Media-Stars so beliebt sind und auch für Mittelständler spannend sind, verraten die Gründer der Augsburger Agentur Innoit im Interview.

Was ist der Vorteil von Influencer-Marketing?

David Wojcik: Unternehmen können über Influencer die Distanz zum Konsumenten überbrücken, da Influencer nicht als Unternehmen, sondern als Personen betrachtet werden. Sie werden anders wahrgenommen und können so mit dem Konsumenten auf Augenhöhe kommunizieren, was für Unternehmen schwierig ist. 

Raimund Seibold: Firmen profitieren von den attraktiven Reichweiten der Influencer. Ein weiterer Vorteil ist die zielgenaue Ansprache. Für nahezu jede Produkt- und Zielgruppe gibt es einen oder mehrere Influencer auf dem digitalen Werbemarkt. Und schlussendlich ist der Erfolg durch diverse Metriken auch leichter messbar.

Werbeprojekte mit sogenannten Mikro-Influencern spielen eine immer wichtige Rolle. Warum?

David: Wenn beispielsweise Adidas mit Lionel Messi zusammenarbeitet, der allein auf Instagram fast 56 Millionen Follower hat, erzielt das Unternehmen mit der Kampagne zwar eine hohe Reichweite. Aber unter Umständen erreicht es eine sehr breite Zielgruppe, die mit Sportkleidung gar nichts am Hut hat. Mikro-Influencer verfügen dagegen in der Regel über eine sehr treue, themenaffine Followerschaft, die viel eher angesprochen werden kann.

Wie viele Follower hat ein Mikro-Influencer?

Raimund: Bei Mikro-Influencer sprechen wir von Influencern mit einer Followerschaft von circa 10.000 bis 100.000. Noch interessanter als die Mikro-Influencer finden wir sogar die Nano-Influencer. Mit ihrer Followerschaft zwischen 1.000 bis 10.000 erreicht man eine noch aktivere und aufnahmefreudige Gruppe. Aufgrund der geringen Anzahl an Fans besitzen sie eine vergleichsweise hohe Interaktionsrate und die Meinung dieser Nano-Influencer wird als authentischer wahrgenommen als bei größeren Influencern. Der Grund: Das Engagement eines Accounts sinkt überproportional mit dem Anstieg an Followern. 

Wie können kleine und mittelständische Unternehmen Influencer für sich nutzen?

David: Geht es darum potentielle Kunden in der Umgebung zu erreichen, sollten KMU mit Influencern zusammenarbeiten, die sich entweder sehr stark mit lokalen Themen auseinandersetzen oder die eine große regionale Bekanntheit haben.So gibt es beispielsweise Influencer, die auf Instagram nahezu ausschließlich die kulinarischen Angebote einer Stadt oder Region zeigen und empfehlen. 

Geht das auch mit kleinen Budgets?

Raimund: Für eine Kooperation sind nicht immer zwingend große Budgets nötig. Bei einer langfristig angelegten Zusammenarbeit sind gegebenenfalls auch Kooperationen im Austausch für Ihre Produkte und Dienstleistungen möglich. Nicht zuletzt sollten die Kunden der KMUs auch auf den von dem Influencer bespielten Kanälen aktiv sein. Am besten man wirft einen Blick in die Kommentare des Blogs, YouTube-Kanals oder Instagram-Accounts und beobachtet, wer die aktiven Fans des Influencers sind und worüber sie sprechen. So erhält man ein Gefühl für die Qualität und Echtheit des Influencer.

Ihr habt mit eurer Agentur Innoit schon zum zweiten Mal einen Influencer Day in Augsburg veranstaltet. Was kann ich mir darunter vorstellen?

David: Als Social-Media- und Kreativagentur sind wird ständig im Kontakt mit den neusten digitalen Marketingtrends und den angesagtesten Influencern. Durch unsere Arbeit merkten wir, dass es eine Menge Influencer gibt die aus Augsburg, München und der Region kommen. Mit dem Influencer Day wollen wir den Influencern die Chance geben sich zu vernetzen und ihr Know-How im Social Media Marketing zu erweitern. Zudem bieten wir Ihnen den Zugang zu Unternehmen für weitere Kooperationsmöglichkeiten.

Was habt ihr aus dem Influencer Day für eure Agentur mitgenommen?

Raimund: Mit dem Influencer Day treffen wir genau den Nerv der Zeit. Einige Tage nach dem zweiten Influencer Day hatten wir bereits etliche Anfragen von Influencern wie auch Unternehmen erhalten, welche beim Influencer Day 2020 unbedingt dabei sein möchten. Wir starten deshalb bereits jetzt schon mit der Planung für den Influencer Day 2020.

Wie seht ihr die Zukunft von Social Media Marketing? 

David: Super spannend! Facebook, Instagram und Co. entwickeln sich weiter und bieten Unternehmen immer zielgruppengenauere Werbemöglichkeiten an. Neue Plattformen wie TikTok, ein Portal für Musikvideos und andere kurze Clips, sprießen aus dem Boden und wachsen mit ungeheurlicher Geschwindigkeit. Zusätzlich experimentieren etablierte Unternehmen wie Whatsapp ebenfalls mit Werbemöglichkeiten, was extrem interessant ist.

Raimund: In den nächsten Jahren werden sich immer mehr Unternehmen mit Social Media Marketing beschäftigen: Social Media ist schließlich nichts anderes wie ein digitaler Briefträger, der zufälligerweise relativ genau weiß, wer diesen Flyer bekommen soll und wer nicht. Wir befinden uns aktuell in einer Zeit; in der sich die Werbung neu erfindet und es ist unsere Aufgabe als Werbetreibende und Kreative, dies zu fördern und mit zu entwickeln.

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Raimund Seibold: Firmen profitieren von den attraktiven Reichweiten der Influencer. Ein weiterer Vorteil ist die zielgenaue Ansprache. Für nahezu jede Produkt- und Zielgruppe gibt es einen oder mehrere Influencer auf dem digitalen Werbemarkt. Und schlussendlich ist der Erfolg durch diverse Metriken auch leichter messbar.

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David: Wenn beispielsweise Adidas mit Lionel Messi zusammenarbeitet, der allein auf Instagram fast 56 Millionen Follower hat, erzielt das Unternehmen mit der Kampagne zwar eine hohe Reichweite. Aber unter Umständen erreicht es eine sehr breite Zielgruppe, die mit Sportkleidung gar nichts am Hut hat. Mikro-Influencer verfügen dagegen in der Regel über eine sehr treue, themenaffine Followerschaft, die viel eher angesprochen werden kann.

Wie viele Follower hat ein Mikro-Influencer?

Raimund: Bei Mikro-Influencer sprechen wir von Influencern mit einer Followerschaft von circa 10.000 bis 100.000. Noch interessanter als die Mikro-Influencer finden wir sogar die Nano-Influencer. Mit ihrer Followerschaft zwischen 1.000 bis 10.000 erreicht man eine noch aktivere und aufnahmefreudige Gruppe. Aufgrund der geringen Anzahl an Fans besitzen sie eine vergleichsweise hohe Interaktionsrate und die Meinung dieser Nano-Influencer wird als authentischer wahrgenommen als bei größeren Influencern. Der Grund: Das Engagement eines Accounts sinkt überproportional mit dem Anstieg an Followern. 

Wie können kleine und mittelständische Unternehmen Influencer für sich nutzen?

David: Geht es darum potentielle Kunden in der Umgebung zu erreichen, sollten KMU mit Influencern zusammenarbeiten, die sich entweder sehr stark mit lokalen Themen auseinandersetzen oder die eine große regionale Bekanntheit haben.So gibt es beispielsweise Influencer, die auf Instagram nahezu ausschließlich die kulinarischen Angebote einer Stadt oder Region zeigen und empfehlen. 

Geht das auch mit kleinen Budgets?

Raimund: Für eine Kooperation sind nicht immer zwingend große Budgets nötig. Bei einer langfristig angelegten Zusammenarbeit sind gegebenenfalls auch Kooperationen im Austausch für Ihre Produkte und Dienstleistungen möglich. Nicht zuletzt sollten die Kunden der KMUs auch auf den von dem Influencer bespielten Kanälen aktiv sein. Am besten man wirft einen Blick in die Kommentare des Blogs, YouTube-Kanals oder Instagram-Accounts und beobachtet, wer die aktiven Fans des Influencers sind und worüber sie sprechen. So erhält man ein Gefühl für die Qualität und Echtheit des Influencer.

Ihr habt mit eurer Agentur Innoit schon zum zweiten Mal einen Influencer Day in Augsburg veranstaltet. Was kann ich mir darunter vorstellen?

David: Als Social-Media- und Kreativagentur sind wird ständig im Kontakt mit den neusten digitalen Marketingtrends und den angesagtesten Influencern. Durch unsere Arbeit merkten wir, dass es eine Menge Influencer gibt die aus Augsburg, München und der Region kommen. Mit dem Influencer Day wollen wir den Influencern die Chance geben sich zu vernetzen und ihr Know-How im Social Media Marketing zu erweitern. Zudem bieten wir Ihnen den Zugang zu Unternehmen für weitere Kooperationsmöglichkeiten.

Was habt ihr aus dem Influencer Day für eure Agentur mitgenommen?

Raimund: Mit dem Influencer Day treffen wir genau den Nerv der Zeit. Einige Tage nach dem zweiten Influencer Day hatten wir bereits etliche Anfragen von Influencern wie auch Unternehmen erhalten, welche beim Influencer Day 2020 unbedingt dabei sein möchten. Wir starten deshalb bereits jetzt schon mit der Planung für den Influencer Day 2020.

Wie seht ihr die Zukunft von Social Media Marketing? 

David: Super spannend! Facebook, Instagram und Co. entwickeln sich weiter und bieten Unternehmen immer zielgruppengenauere Werbemöglichkeiten an. Neue Plattformen wie TikTok, ein Portal für Musikvideos und andere kurze Clips, sprießen aus dem Boden und wachsen mit ungeheurlicher Geschwindigkeit. Zusätzlich experimentieren etablierte Unternehmen wie Whatsapp ebenfalls mit Werbemöglichkeiten, was extrem interessant ist.

Raimund: In den nächsten Jahren werden sich immer mehr Unternehmen mit Social Media Marketing beschäftigen: Social Media ist schließlich nichts anderes wie ein digitaler Briefträger, der zufälligerweise relativ genau weiß, wer diesen Flyer bekommen soll und wer nicht. Wir befinden uns aktuell in einer Zeit; in der sich die Werbung neu erfindet und es ist unsere Aufgabe als Werbetreibende und Kreative, dies zu fördern und mit zu entwickeln.

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