DIHK-Umfrage

In Bayerisch-Schwaben gehen die Fachkräfte aus

In Bayerisch-Schwaben gehen die Fachkräfte aus. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die jüngste Umfrage der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zeigt, dass bundesweit die Fachkräfte fehlen. Dieses Ergebnis deckt sich auch mit den Erfahrungen der Region.

Rund ein Drittel der Unternehmen konnten laut aktueller DIHK-Ausbildungsumfrage 2017 ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen. Das entspricht auch den aktuellen Erfahrungen der IHK Schwaben, wonach jeder dritte Betrieb keine geeigneten Azubis findet. „Dies ist eine alarmierende Situation und es muss unsere gemeinsame Anstrengung sein, deutlich mehr junge Menschen für die Ausbildung zu begeistern“, erklärt Oliver Heckemann, Geschäftsbereichsleiter Bildung der IHK Schwaben.

82 Prozent der Unternehmen beklagen insbesondere unklare Berufsvorstellungen

„Denn noch nie waren die Aussichten für junge Menschen mit einer dualen Ausbildung so gut wie heute. Ihnen stehen alle Wege offen, insbesondere können gerade im Mittelstand Positionen und Gehaltsstufen erreicht werden, die sich mancher Akademiker nur wünschen kann“, so Heckemann weiter. 82 Prozent der Unternehmen beklagen insbesondere die unklaren Berufsvorstellungen junger Menschen. „Die frühzeitige Berufsorientierung muss in allen allgemeinbildenden Schulen insbesondere an Gymnasien einen größeren Stellenwert bekommen“, ist sich Heckemann sicher.

80 Prozent der Betriebe bilden lernschwächere Jugendliche aus

Die Bereitschaft der Ausbildungsbetriebe, lernschwächeren Jugendlichen die Chance auf eine Ausbildung zu eröffnen, ist deutlich gewachsen. Mittlerweile bieten laut der DIHK-Studie 80 Prozent der Betriebe lernschwächeren Jugendlichen eine Ausbildung an. Dies gilt auch für die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben. Allerdings zeigt die Studie, dass die Betriebe mangelnde Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit sowie Deutsch-und Mathematik-Kenntnisse einiger Jugendlicher bemängeln.

Digitale Kompetenzen werden immer mehr gefordert

Aus der Studie geht weiter hervor, dass für knapp zwei Drittel der Unternehmen IT-Kompetenzen der jungen Mitarbeiter einen höheren Stellenwert haben. Die IHK Schwaben reagiert hierauf bereits mit dem Pilotprojekt „Zusatzqualifikation Digitale Kompetenz“, wobei der Wissenserwerb mittels Lernvideos und einem betrieblichen Projekt erfolgt. Heckemann: „Deshalb muss der angekündigte ‚DigitalPakt#D‘ der Bundesregierung schnellstmöglich umgesetzt werden.“ Zudem sehen es die Unternehmen als sehr wichtig an, dass die Vermittlung von Medienkompetenzen eine Schlüsselqualifikation sein muss, die in den allgemeinbildenden Schulen vermittelt werden muss. Die Vermittlung während der Ausbildung ist aus Sicht der Betriebe zu spät. Große Zufriedenheit zeichnet sich bei den Unternehmen gegenüber den Berufsschulen in Bayerisch-Schwaben als Partner der dualen Ausbildung ab. Heckemann: „Danach waren 22 Prozent sehr zufrieden, 67 Prozent zufrieden mit dem Partner Berufsschule.“

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Rund ein Drittel der Unternehmen konnten laut aktueller DIHK-Ausbildungsumfrage 2017 ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen. Das entspricht auch den aktuellen Erfahrungen der IHK Schwaben, wonach jeder dritte Betrieb keine geeigneten Azubis findet. „Dies ist eine alarmierende Situation und es muss unsere gemeinsame Anstrengung sein, deutlich mehr junge Menschen für die Ausbildung zu begeistern“, erklärt Oliver Heckemann, Geschäftsbereichsleiter Bildung der IHK Schwaben.

82 Prozent der Unternehmen beklagen insbesondere unklare Berufsvorstellungen

„Denn noch nie waren die Aussichten für junge Menschen mit einer dualen Ausbildung so gut wie heute. Ihnen stehen alle Wege offen, insbesondere können gerade im Mittelstand Positionen und Gehaltsstufen erreicht werden, die sich mancher Akademiker nur wünschen kann“, so Heckemann weiter. 82 Prozent der Unternehmen beklagen insbesondere die unklaren Berufsvorstellungen junger Menschen. „Die frühzeitige Berufsorientierung muss in allen allgemeinbildenden Schulen insbesondere an Gymnasien einen größeren Stellenwert bekommen“, ist sich Heckemann sicher.

80 Prozent der Betriebe bilden lernschwächere Jugendliche aus

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Aus der Studie geht weiter hervor, dass für knapp zwei Drittel der Unternehmen IT-Kompetenzen der jungen Mitarbeiter einen höheren Stellenwert haben. Die IHK Schwaben reagiert hierauf bereits mit dem Pilotprojekt „Zusatzqualifikation Digitale Kompetenz“, wobei der Wissenserwerb mittels Lernvideos und einem betrieblichen Projekt erfolgt. Heckemann: „Deshalb muss der angekündigte ‚DigitalPakt#D‘ der Bundesregierung schnellstmöglich umgesetzt werden.“ Zudem sehen es die Unternehmen als sehr wichtig an, dass die Vermittlung von Medienkompetenzen eine Schlüsselqualifikation sein muss, die in den allgemeinbildenden Schulen vermittelt werden muss. Die Vermittlung während der Ausbildung ist aus Sicht der Betriebe zu spät. Große Zufriedenheit zeichnet sich bei den Unternehmen gegenüber den Berufsschulen in Bayerisch-Schwaben als Partner der dualen Ausbildung ab. Heckemann: „Danach waren 22 Prozent sehr zufrieden, 67 Prozent zufrieden mit dem Partner Berufsschule.“

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