Baum 4.0

In Augsburg lernt eine Rotbuche sprechen

Vier Bäume sind in Bayern ausgewählt worden. Diese werden verkabelt und senden damit Daten aus ihrem ökologischen Umfeld aus. Der erste dieser „Talking Trees“ steht in Augsburg. Was das Ziel des Projekts Baum 4.0 ist.

Seit der vergangenen Woche ist eine städtische Rotbuche als Teil des Projektes Baum 4.0 online. Forstreferentin und Bürgermeisterin der Stadt Augsburg Eva Weber sowie Prof. Dr. Annette Menzel von der Technischen Universität (TU) München schalteten gemeinsam die Leitungen des verkabelten Baumes frei. Werte zum Saftfluss, der Blatttemperatur, der Lufttemperatur oder zur Bodenfeuchte sind damit aktuell einsehbar. Baum 4.0 ist ein Projekt der städtischen Forstverwaltung und des Lehrstuhls für Ökoklimatologie der TU München.

Der Baum ist bewusst gewählt

Die 30 Meter hohe Rotbuche an der Brücke über den Hauptstadtbach wurde dabei sorgfältig ausgewählt. „Der Baum steht an einem markanten Durchgangspunkt und ist somit für Bürgerinnen und Bürger gut erreichbar. Nicht nur mir persönlich, sondern ganz vielen Augsburgerinnen und Augsburgern liegt unser Stadtwald sehr am Herzen und wir möchten ihnen anschaulich zeigen, wie es den Bäumen vor Ort geht“, so Forstreferentin Eva Weber. In den vergangenen Monaten wurde die nötige Hardware am Baum installiert. Die ausgewählte Buche sendet ab sofort täglich Messdaten zu ihrem Wachstum, Vitalfunktionen und Wasserhaushalt ins Internet.

Annette Menzel: Der Wald leidet unter Klimaextremen

„Baum 4.0“ ist Teil des Verbundprojekts BAYSICS, welches innerhalb des Bayerischen Netzwerks für Klimaforschung vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wird. „Bäume sind ein wichtiger Kohlenstoffspeicher und dienen dem Klimaschutz. Gerade angesichts des fortschreitenden Klimawandels mit häufigeren und stärkeren Dürreperioden und oder Hitzewellen ist es wichtig, das Wachstum und die aktuellen physiologischen Prozesse der Bäume als Reaktion auf Hitzestress und Wassermangel aufzuzeichnen. Es zeigt sich bereits deutlich, dass der Wald zunehmend unter den Klimaextremen leidet“, erklärt Annette Menzel.

Insgesamt wird es vier vernetzte Sensor-Bäume in Bayern geben. Diese stehen in München, Eichstätt und Berchtesgaden sollen noch in diesem Jahr ebenfalls Daten übermitteln. Alle Bäume sind dann mit verschiedenen Sensoren und einer Webkamera bestückt. Durch die unterschiedlichen Standorte im Freistaat können klimatische und lokale meteorologische Effekte gemessen und verglichen werden. Per Mobilfunk werden einmal täglich die von den Sensoren erfassten Daten auf die BAYSICS-Plattform übertragen.

Zusätzliches Baum-Projekt für Augsburg

Der Augsburger „Talking Tree“ ist außerdem Teil des stadtweiten, mehrjährigen Mitmach-Programms „Augsburg atmet – fürs gute Leben in der Stadt“. Dieses soll bestehende, aber auch neue Projekte aus den Bereichen Mobilität, Luftreinhaltung, Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz kommunizieren. Die Themen sollen dann öffentlichkeitswirksam, transparent und verständlich dargestellt werden. Ziel ist es, die gesamte Stadtgesellschaft im Sinne der Zukunftsleitlinien der Stadt zu sensibilisieren. Die nachhaltige Ausgewogenheit von ökologischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Qualitäten soll damit zudem durch neue Ideen und Projekte Schritt für Schritt im Sinne eines guten Stadtlebens gemeinsam entwickelt werden.

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Die 30 Meter hohe Rotbuche an der Brücke über den Hauptstadtbach wurde dabei sorgfältig ausgewählt. „Der Baum steht an einem markanten Durchgangspunkt und ist somit für Bürgerinnen und Bürger gut erreichbar. Nicht nur mir persönlich, sondern ganz vielen Augsburgerinnen und Augsburgern liegt unser Stadtwald sehr am Herzen und wir möchten ihnen anschaulich zeigen, wie es den Bäumen vor Ort geht“, so Forstreferentin Eva Weber. In den vergangenen Monaten wurde die nötige Hardware am Baum installiert. Die ausgewählte Buche sendet ab sofort täglich Messdaten zu ihrem Wachstum, Vitalfunktionen und Wasserhaushalt ins Internet.

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Zusätzliches Baum-Projekt für Augsburg

Der Augsburger „Talking Tree“ ist außerdem Teil des stadtweiten, mehrjährigen Mitmach-Programms „Augsburg atmet – fürs gute Leben in der Stadt“. Dieses soll bestehende, aber auch neue Projekte aus den Bereichen Mobilität, Luftreinhaltung, Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz kommunizieren. Die Themen sollen dann öffentlichkeitswirksam, transparent und verständlich dargestellt werden. Ziel ist es, die gesamte Stadtgesellschaft im Sinne der Zukunftsleitlinien der Stadt zu sensibilisieren. Die nachhaltige Ausgewogenheit von ökologischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Qualitäten soll damit zudem durch neue Ideen und Projekte Schritt für Schritt im Sinne eines guten Stadtlebens gemeinsam entwickelt werden.

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